Alperia und die SDGs

Alperia ist sich bewusst, dass die Energie bei all diesen globalen Herausforderungen eine wesentliche Rolle spielt, und engagiert sich daher dafür, einen eigenen Beitrag zur Erreichung einiger der 17 SDGs zu liefern.

Am 25. September 2015 verabschiedeten die Vereinten Nationen die Globale Agenda für nachhaltige Entwicklung mit 17 Zielen, die bis 2030 erreicht werden sollen. Die Europäische Union nahm am Verhandlungsprozess teil, der zur Verabschiedung der Agenda 2030 und der Ziele für nachhaltige Entwicklung (engl. Sustainable Development Goals, SDGs) führte, und setzt seit 2010 eine auf 10 Jahre angelegte Strategie für Wachstum und Beschäftigung um (Europa 2020).

Dies betrifft insbesondere die folgenden Ziele:

Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen

Ziel 5.4: Unbezahlte Pflege- und Hausarbeit durch die Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen und Infrastrukturen, Sozialschutzmaßnahmen und die Förderung geteilter Verantwortung innerhalb des Haushalts und der Familie entsprechend den nationalen Gegebenheiten anerkennen und wertschätzen → Wir wollen ein familienfreundliches Unternehmen für Männer und Frauen sein. Aus diesem Grund fördern wir reduzierte und flexible Arbeitszeiten für unsere Mitarbeiter. Als Ergebnis der von uns ergriffenen Maßnahmen erhielten von der Familienagentur des Landes und der Handelskammer die Zertifizierung „Audit Familie und Beruf“.

Ziel 5.5: Die volle und wirksame Teilhabe von Frauen und ihre Chancengleichheit bei der Übernahme von Führungsrollen auf allen Ebenen der Entscheidungsfindung im politischen, wirtschaftlichen und öffentlichen Leben sicherstellen → Wir sind bestrebt, mehr Frauen für technische Berufe zu gewinnen und den Anteil an weiblichen Führungskräften zu erhöhen. In dieser Hinsicht haben wir bereits bedeutende Fortschritte gemacht: 2019 wurde zum ersten Mal eine Frau Vorsitzende unseres Vorstands, das Organ selbst besteht zu 50 % aus Frauen. Diesen Trend möchten wir in der Zukunft weiter fortsetzen und auch das etwaige Lohngefälle zwischen den Geschlechtern reduzieren.

Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten

Ziel 6.5: Bis 2030 auf allen Ebenen eine integrierte Bewirtschaftung der Wasserressourcen umsetzen, ggf. auch mittels grenzüberschreitender Zusammenarbeit → Wir arbeiten an der Modernisierung unserer Wasserinfrastrukturen und daran, dass unsere Anlagen stets zuverlässig und sicher sind. Dank der Entwicklung von technologischen Innovationen und neuen Produkten leiten wir spezifische Initiativen wie das Smart Land Project ein, das konzipiert wurde, um die nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen zu fördern. Wir unterstützen eine verantwortungsvolle Wasserwirtschaft durch die Zusammenarbeit mit Konsortien und den zuständigen öffentlichen Körperschaften.

Ziel 6.6: Bis 2020 wasserverbundene Ökosysteme schützen und wiederherstellen, darunter Berge, Wälder, Feuchtgebiete, Flüsse, Grundwasserleiter und Seen → Wir sind bestrebt, die Auswirkungen unserer Wasserkraftwerke auf die Natur und Umwelt zu minimieren und die biologische Vielfalt der Gewässer aktiv zu schützen. Dafür wirken wir unter vollständiger Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen in Bezug auf die Restwassermenge, bauen Fischtreppen und setzen geeignete Ausgleichsmaßnahmen um, engagieren uns für die Renaturierung und die Wiederherstellung der ursprünglichen Landschaft bei aufgegebenen Anlagen und wachen über die Verringerung der Kontaminationsgefahr durch wiedergewonnenes Wasser aus Kühlungen mit offenem Kreislauf.

Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern

Ziel 7.1: Bis 2030 den allgemeinen Zugang zu bezahlbaren, verlässlichen und modernen Energiedienstleistungen sichern → Wir möchten eine sichere und effiziente Energieversorgung garantieren, daher investieren wir in die Entwicklung von nachhaltigen Energielösungen und in die Modernisierung unserer Anlagen und Netze.

Ziel 7.2: Bis 2030 den Anteil erneuerbarer Energie am globalen Energiemix deutlich erhöhen → Die Energie, die wir aus erneuerbaren Nettoquellen erzeugen, beträgt 94 %. Diesen Anteil möchten wir durch gezielte Investitionen, die Umsetzung neuer Geschäftsmodelle, die Überwachung und Berichterstattung über die erzeugte, beschaffte und verbrauchte Energiemenge je nach Quelle sowie die vollumfängliche Beteiligung aller Stakeholder und Lieferanten bei der Beschaffung sauberer Energie erhöhen.

Ziel 7.3: Bis 2030 die weltweite Steigerungsrate der Energieeffizienz verdoppeln → Wir möchten unseren Energieverbrauch effizienter gestalten. Daher reduzieren wir den Energieverbrauch unserer Gebäude und Anlagen mit gezielten Maßnahmen, entwickeln neue Technologien und neue Dienstleistungen, welche die Energieeffizienz noch mehr verbessern und den Energiebedarf reduzieren, sowie neue Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle, die unseren Kunden helfen, den Energiebedarf zu reduzieren und die Energieeffizienz zu steigern.

Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

Ziel 8.5: Bis 2030 produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle Frauen und Männer einschließlich junger Menschen und Personen mit Behinderungen sowie gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit erreichen → Wir haben die Gewerkschaftsvereinbarungen der Alperia Gruppe und die HR-Strategien mit dem Ziel aufeinander abgestimmt, einheitliche und gleiche Rahmenbedingungen für all unsere Mitarbeiter zu erreichen.

Ziel 8.6: Bis 2020 den Anteil junger Menschen, die ohne Beschäftigung sind und keine Schul- oder Berufsausbildung durchlaufen, erheblich verringern → Wir möchten unsere Mitarbeiter bei ihrem Entwicklungsprozess unterstützen. Daher haben wir betriebsinterne Schulungen eingeführt und ein Programm für Talente sowie eines für die „Säulen“ von Alperia entwickelt. Zur Unterstützung des Generationenwechsels entwickeln wir Strategien, um neue Mitarbeiter zu gewinnen und auszubilden.

Ziel 8.8: Die Arbeitsrechte schützen und sichere Arbeitsumgebungen für alle Arbeitnehmer fördern, einschließlich der Wanderarbeitnehmer, insbesondere der Wanderarbeitnehmerinnen, und der Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen → Wir fördern aktiv die Gesundheit unserer Mitarbeiter und garantieren maximale Sicherheit am Arbeitsplatz und maximalen Schutz des Personals, der Bevölkerung und der Umgebung. Wir setzen Maßnahmen zur Überwachung und Instandhaltung der Anlagen um und fördern Initiativen zur Verbesserung des Wohlbefindens an all unseren Standorten. 2019 installierten wir zudem 30 halb automatische Defibrillatoren des Roten und Weißen Kreuzes in den Innen- und Außenbereichen der Alperia-Standorte sowie in einigen Kundenbüros, die ab 2020 in Betrieb genommen werden können. 

Industrie, Innovation und Infrastruktur

Ziel 9.1, 9.4: Eine hochwertige, verlässliche, nachhaltige und widerstandsfähige Infrastruktur einschließlich einer regionalen und grenzüberschreitenden Infrastruktur aufbauen, um die wirtschaftliche Entwicklung und das menschliche Wohlergehen zu unterstützen, und dabei den Schwerpunkt auf einen erschwinglichen und gleichberechtigten Zugang für alle legen // Ziel 9.4: Bis 2030 die Infrastruktur modernisieren und die Industrien nachrüsten, um sie nachhaltig zu machen, mit effizienterem Ressourceneinsatz und unter vermehrter Nutzung sauberer und umweltverträglicher Technologien und Industrieprozesse, wobei alle Länder Maßnahmen entsprechend ihren jeweiligen Kapazitäten ergreifen → Wir möchten eine sichere und effiziente Energieversorgung garantieren. Dies erreichen wir, indem wir zunehmend modernere Verteilungsnetze entwickeln, unsere Anlagen warten und deren Effizienz steigern und spezifische Pläne für die Smart City und Elektromobilität starten.

Ziel 9.5: Die wissenschaftliche Forschung verbessern und die technologischen Kapazitäten der Industriesektoren in allen Ländern und insbesondere in den Entwicklungsländern ausbauen und zu diesem Zweck bis 2030 unter anderem Innovationen fördern und die Anzahl der im Bereich Forschung und Entwicklung tätigen Personen sowie die öffentlichen und privaten Ausgaben für Forschung und Entwicklung beträchtlich erhöhen → Wir möchten aktiv an der Zukunft im Energiesektor mitwirken und neue technologische Lösungen dank innovativer Forschungsprojekte entwickeln. Unser Innovation Board arbeitet an der Entwicklung von innovativen, an Nachhaltigkeit orientierten Projekten, und wir unterstützen innovationsgebundene Projekte wie die Alperia Startup Factory. 

Nachhaltige Städte und Siedlungen

Ziel 11.6: Bis 2030 die von den Städten ausgehende Umweltbelastung pro Kopf senken, unter anderem mit besonderer Aufmerksamkeit auf der Luftqualität und der kommunalen und sonstigen Abfallbehandlung → Wir investieren in Forschung und Innovation, um die Entwicklung von Städten zu fördern, die grüner und smarter, energiesparender, weniger verkehrsbelastet und intelligenter sind. Beispielhaft sind unsere Investitionen in die Green Mobility, in das Projekt Smart City, mit dem wir Städte mittels der Nutzung von digitalen Hightech-Sensoren in nachhaltigere und integriertere Umgebungen verwandeln wollen, und in den Ausbau des Fernwärmenetzes in Meran und Bozen, da Fernwärme als umweltfreundlichste Heizungsform erachtet wird.

Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster

Ziel 12.6: Die Unternehmen, insbesondere große und transnationale Unternehmen, dazu ermutigen, nachhaltige Verfahren einzuführen und in ihre Berichterstattung Nachhaltigkeitsinformationen aufzunehmen → Wir sind bestrebt, ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit in unserer Unternehmensführung und in unseren Managementprozessen zu verankern. Wir setzen einen Nachhaltigkeitsplan und eine neue Sustainability Policy um, haben mindestens ein Nachhaltigkeitsziel in die MBO der Führungskräfte der Gruppe integriert und rücken die Nachhaltigkeit ab 2020 in unserem neuen Industrieplan noch stärker in den Mittelpunkt. Zudem möchten wir unsere externe wie interne Kommunikation zunehmend transparenter, aktueller, stakeholderorientierter und sozial und wirtschaftlich nachhaltiger gestalten.

Ziel 12.7: In der öffentlichen Beschaffung nachhaltige Verfahren fördern, im Einklang mit den nationalen Politiken und Prioritäten → Wir sind bestrebt, unsere Beschaffungen möglichst lokal und in ökologischer und sozialer Hinsicht nachhaltig zu tätigen. Mit unserem Verfahren zur Lieferantenauswahl gewährleisten wir, dass alle Nachhaltigkeitsstandards aufrechterhalten und die beschafften Produkte diesem Aspekt gerecht werden.

Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen

Ziel 13.1, 13.2, 13.3: Die Widerstandskraft und die Anpassungsfähigkeit gegenüber klimabedingten Gefahren und Naturkatastrophen in allen Ländern stärken // Ziel 13.2 Klimaschutzmaßnahmen in die nationalen Politiken, Strategien und Planungen einbeziehen // Ziel 13.3 Die Aufklärung und Sensibilisierung sowie die personellen und institutionellen Kapazitäten im Bereich der Abschwächung des Klimawandels, der Klimaanpassung, der Reduzierung der Klimaauswirkungen sowie der Frühwarnung verbessern → Wir möchten den Klimaplan 2050 der Autonomen Provinz Bozen unterstützen und unsere Treibhausgasemissionen reduzieren. Dafür bewerten wir die Risiken und Chancen durch die Klimaveränderungen (Wasserknappheit, Stürme, Regulierung usw.), investieren in die Produktion und Nutzung von Produkten mit geringeren Treibhausgasemissionen und fördern die Entwicklung von internen und externen E-Mobility-Lösungen. In diesem Rahmen engagieren wir uns dafür, dass das Bewusstsein der Bürger und unserer Stakeholder in Bezug auf Umweltthemen gesteigert wird.

Leben an Land

Ziel 15.1, 15.4, 15.5, 15.6: Bis 2020 im Einklang mit den Verpflichtungen aus internationalen Übereinkünften die Erhaltung, Wiederherstellung und nachhaltige Nutzung der Land- und Binnensüßwasser-Ökosysteme und ihrer Dienstleistungen, insbesondere der Wälder, der Feuchtgebiete, der Berge und der Trockengebiete, gewährleisten // Ziel 15.4: Bis 2030 die Erhaltung der Bergökosysteme einschließlich ihrer biologischen Vielfalt sicherstellen, um ihre Fähigkeit zur Erbringung eines wesentlichen Nutzens für die nachhaltige Entwicklung zu stärken // Ziel 15.5: Umgehende und bedeutende Maßnahmen ergreifen, um die Verschlechterung der natürlichen Lebensräume zu verringern, dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende zu setzen und bis 2020 die bedrohten Arten zu schützen und ihr Aussterben zu verhindern // Ziel 15.6: Die ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus der Nutzung der genetischen Ressourcen ergebenden Vorteile und den angemessenen Zugang zu diesen Ressourcen fördern, wie auf internationaler Ebene vereinbart → Wir setzen uns dafür ein, die Umwelt und ihre Artenvielfalt zu schützen und die von der Autonomen Provinz Bozen vorgesehenen Ausgleichsmaßnahmen zu wahren. Dafür führen wir verschiedene Maßnahmen zur Konsolidierung des Fischbestands durch, bauen Fischtreppen an den Wasserfassungen, führen Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässer durch und kümmern uns um die Überwachung und das Management der Restwassermenge. Zudem haben wir begonnen, Maßnahmen durchzuführen, um die nachhaltige Verwendung von Wasser in Zusammenarbeit mit den lokalen Landwirten und den Gemeinden zu fördern.