Nachhaltigkeitsgovernance

{ GRI 102-40, 102-42, 102-43, 102-44, 102-46, 102-47 }

Die Tätigkeiten betreffend die unternehmerische Sozialverantwortung werden vom CSR Management im Rahmen der Direktion Brand & Communication durchgeführt.

Die Verantwortungen des CSR Managements umfassen die folgenden Tätigkeiten: Erstellung eines Nachhaltigkeitsplans und eines Nachhaltigkeitsberichts, Unterstützung der Fachabteilungen bei der Durchführung von Projekten, Übermittlung von Empfehlungen in Bezug auf die durchzuführenden Maßnahmen, Dialog mit den Geschäftsführungsorganen, jährliche Überprüfung der nicht finanziellen Berichterstattung und Zusammenarbeit mit dem CSR-Lenkungsausschuss. Dieses Organ, das in jeder Hinsicht eine Schnittstelle zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gruppe und dem CSR Management ist, hat die Aufgabe, über aktuelle Tätigkeiten zu informieren, die CSR-Leistung zu bewerten, Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten, die zu erreichenden Ziele und Maßnahmen zu messen und die Verbreitung eines erhöhten Bewusstseins für Nachhaltigkeitsthemen zu fördern. Der CSR-Lenkungsausschuss besteht aus dem CSR Management und den Abteilungsleitern oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bereiche Human Resources (HR), Health Safety & Environment (HSE), Procurement, Enterprise Risk Management (ERM), Corporate Strategy, Engineering, Controlling, Buchhaltung, Information Technology (IT), Kommunikation, Marketing, Produktion, Verkauf & Trading, Netze, Wärme & Services sowie Smart Region.

2020 nahmen wir in den neuen Industrieplan das Ziel auf, die integrierte Governance von Alperia zu stärken. Nicht umsonst trägt der neue Strategieplan, der von 2020 bis 2024 läuft, die Bezeichnung „One Vision“, womit der Wunsch nach einer ganzheitlichen Vision, in der Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle spielt, unterstrichen wird. Das bedeutet, eine erhöhte Integration der Nachhaltigkeit für Folgendes zu garantieren:

  • Risikomanagement (z. B. Management von Reputations-, Klima- und IT-Risiken);
  • Definition von Richtlinien und Verfahren (z. B. bei der Formalisierung eines CSR-Management-Ablaufs zur förmlichen Festlegung der ESG Governance, bei der Definition einer Diversity Policy mit einem Diversity Manager und bei der Bewertung der Umsetzung eines Kodex zur freiwilligen Selbstkontrolle);
  • Stärkung der Unternehmenskultur (z. B. durch die Aktivierung von Sensibilisierungsmaßnahmen, welche die interne Kommunikation zu ESG-Themen erhöhen, z. B. durch die Erstellung eines Videos, das die unternehmerische Sozialverantwortung bei Alperia veranschaulicht, und die Festlegung eines Plans zur Aufnahme von ESG-Themen in die Corporate Training Programs);
  • Definition von Reporting & Performance, um die Qualität der nicht finanziellen Daten mit klaren Zielen zu gewährleisten.

2020 wurde auch ein internes Audit zum CSR-Management und zum Prozess zur Erhebung nicht finanzieller Daten durchgeführt. Der Bereich Internal Audit erstellte einen Bericht mit den verschiedenen Ergebnissen und verbesserungswürdigen Aspekten, die sich bei der durchgeführten Prüfung ergaben, sodass der Prozess zur nicht finanziellen Berichterstattung in Zukunft verbessert werden kann. Bis 2022 sind eine Schulung zu nicht finanziellen Standards (GRI, GHG Protocol), zur Gesetzgebung und zum Datenerhebungsprozess sowie die Erstellung eines Handbuchs für die nicht finanzielle Berichterstattung geplant. Anschließend ist eine IT-gestützte Auswertung der erhobenen Daten geplant.

Nachhaltigkeitspolitik

5 Schlüsselfaktoren

2019 legte Alperia eine neue Nachhaltigkeitspolitik fest, um Nachhaltigkeitsthemen umfassend anzugehen, die 2020 nicht geändert wurde und dieses Jahr noch gültig ist.
Gemäß den Angaben in der Nachhaltigkeitspolitik beabsichtigt Alperia, mit seinen Tätigkeiten in fünf strategischen Bereichen zu agieren:

  • Territorium: Wir schaffen Mehrwert auf lokaler Ebene, auch was Arbeitsplätze, Steuern und Abgaben, Lieferungsverträge und soziales Engagement betrifft. Dabei garantieren wir mittels geeigneter Kontroll- und Compliance-Instrumente Transparenz und Fairness bei unserem Wirken. Bei der Durchführung eines jeden einzelnen Vorgangs wird Wert auf die technische Sicherheit und die Robustheit der Anlagen, die Zuverlässigkeit und die Verfügbarkeit der Energieversorgung gelegt. Durch die Festlegung von ökologischen und sozialen Mindestanforderungen bei Ausschreibungen, Lieferantenauswahl, -bewertungen und -audits tragen wir aktiv zur nachhaltigen Gestaltung der gesamten Lieferkette bei. Die Hauptenergiequellen werden möglichst auf lokaler Ebene beschafft und sind vorwiegend erneuerbar. Darüber hinaus werden wir im Jahr 2021 daran arbeiten, Reputations- und operative Risiken zu vermeiden und unsere Stakeholder noch aktiver einzubinden.
  • Entwicklung und Innovation: Wir entwickeln neue technologische Lösungen, um Energieprodukte und -dienstleistungen anzubieten, welche die Umwelt so wenig wie möglich belasten und eine zuverlässige und nachhaltige Versorgung sicherstellen. Oberstes Ziel ist es, die Tätigkeiten des Unternehmens zu 100 % umweltfreundlich zu gestalten.
  • Green Mission: Wir arbeiten so umweltschonend wie möglich und fördern eine Energieerzeugung mit niedrigen Emissionen, führen Programme zur Erhaltung der biologischen Vielfalt durch, beugen Kontaminationen vor und sorgen für eine angemessene Entsorgung der erzeugten Abfälle. Wir sind bemüht, Wasserressourcen rationell und nachhaltig zu nutzen, und kümmern uns um ein Management der mit Wasserknappheit verbundenen Risiken. Die gesamte Energie wird zudem verantwortungsbewusst genutzt, indem Maßnahmen unterstützt werden, die der Einsparung und effizienten Nutzung von Ressourcen dienen.
  • Kunden: Wir sind bestrebt, eine vertrauensvolle Beziehung zu unseren Kundinnen und Kunden aufzubauen, indem wir ihnen auf effektive Weise und mit personalisierten, wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen zur Verfügung stehen. Wir führen den Dialog mit ihnen mittels transparenter und zeitgemäßer Kommunikations- und Marketingtätigkeiten unter Berücksichtigung sozialer und ökologischer Aspekte. Die Wahrung des Datenschutzes und die Einhaltung der geltenden datenschutzrechtlichen und die Sicherheit betreffenden Bestimmungen sind jederzeit garantiert.
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Wir verfolgen ein verantwortungsbewusstes Personalmanagement und sorgen für ein Höchstmaß an Arbeitssicherheit für Mitarbeiter und Auftragnehmer, wobei wir die jeweiligen Aspekte mit entsprechenden Covid-19-Infektionsschutzmaßnahmen 2020 weiter verbessert haben. Wir fördern ein offenes, familienfreundliches Arbeitsumfeld, in dessen Rahmen Wert auf Vielfalt und Chancengleichheit gelegt wird, mit transparenter Kommunikation und kontinuierlicher Weiterbildung.

Strategisches Ziel: Wir sind bestrebt, ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit in unserer Unternehmensführung und unseren Managementprozessen zu verankern und ein integriertes Governance-Modell aufzubauen.

Operative Ziele2020 durchgeführte MaßnahmenGeplante Maßnahmen(Neue) FristenKPIZielwertWert Jahr 2020Status
Einführung einer auf Anreizen basierenden Strategie für das Management zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele (z. B. mit der Aufnahme von CSR-Zielen unter die persönlichen Ziele und als Bewertungskriterium für die Prämie)Integration eines Nachhaltigkeitsziels in das Management by Objectives für das Topmanagement der GruppeDer Grad der Zielerreichung wirkt sich auf die Betriebsprämie aus: Mindestens 60 % der operativen Ziele mit Frist 2020 des Nachhaltigkeitsplans 2017–2021 wurden erreicht.Einbeziehung von langfristigen Leistungs- und MBO-ZielenAufnahme von ESG-Zielen für das mittlere Management2024---Laufend
Erhöhung der Qualität der nicht finanziellen Daten/ESG und ErhebungsprozesseDurchführung eines internen Audits zum CSR-Management und zum Prozess der Erhebung nicht finanzieller Daten  
Erhöhung der Qualität der nicht finanziellen Daten/ESG und Erhebungsprozesse (neu)Verstärkte Schulung zu nicht finanziellen Standards (GRI, GHG Protocol), zur Gesetzgebung und zum Datenerhebungsprozess2022Neu
Erhöhung der Qualität der nicht finanziellen Daten/ESG und Erhebungsprozesse (neu)Formalisierung des Handbuchs für die nicht finanzielle Berichterstattung2022Neu
Erhöhung der Qualität der nicht finanziellen Daten/ESG und Erhebungsprozesse (neu)Auswertung der IT-gestützten Datenerhebung2023Neu
Definition und förmliche Festlegung der Unternehmensführungsstruktur zum Thema CSR/Nachhaltigkeit/ESGStart der Entwicklung einer CSR Management Procedure zur Formalisierung der Governancestruktur für das NachhaltigkeitsmanagementVerankerung des Ziels, ein in den neuen Industrieplan 2020–2024 integriertes Governancemodell zu entwickelnEntwicklung einer CSR Management Procedure zur förmlichen Festlegung der ESG-Governance2021--- 
Definition und förmliche Festlegung der Unternehmensführungsstruktur zum Thema CSR/Nachhaltigkeit/ESGErste Bewertung der Umsetzung des vom Corporate-Governance-Ausschuss erstellten Corporate-Governance-Kodex, der sich zum Ethikkodex, dem Disziplinarkodex und den Golden Rules der Gruppe gesellen könnteAustausch und Erörterung der Ergebnisse der durchgeführten Bewertung mit der Generaldirektion und der Direktion Corporate Strategy2021-Neu
Schärfung des Bewusstseins für ESG-Themen und Schaffung einer Kultur der Nachhaltigkeit und der unternehmerischen Sozialverantwortung bei unserem Management und unseren Mitarbeiterinnen und MitarbeiternVerstärkte interne Kommunikation zu ESG-Themen, zum Beispiel mit einem Video zur Veranschaulichung der unternehmerischen Sozialverantwortung bei AlperiaErstellung eines Plans für die Einbeziehung von ESG-Themen in die Corporate Training Programs2021---Neu

Wesentlichkeitsmatrix

Die wesentlichen Themen von Alperia

Um die Nachhaltigkeitsleistung innerhalb des Betriebs zu verbessern, setzt Alperia ein Berichtssystem um, das auf den von der Global Reporting Initiative (GRI) definierten „Sustainability Reporting Standards“ basiert. Zentrales Element der Standards ist die Wesentlichkeitsanalyse, welche die für Alperia wesentlichen Themen und Nachhaltigkeitsindikatoren identifiziert. Für das Jahr 2020 wurden die im Jahr 2017 durchgeführte Wesentlichkeitsanalyse und die im Jahr 2020 durchgeführte Medien- und Kontextanalyse herangezogen, auf deren Basis die wesentlichen Themen genehmigt werden. Die Aktualisierung der Matrix ist für 2021 geplant. Um diese wesentlichen Themen zu definieren, haben wir folgende Maßnahmen ergriffen:

  1. Es wurde eine „Long List“ an mit Nachhaltigkeit verbundenen Themen auf der Grundlage der Analyse der Konkurrenz, der Megatrends, der Medien, der Stakeholder-Feedbacks und der Tätigkeiten von Alperia erstellt. So konnten wir 30 Themen identifizieren.
  2. Intern wurden im Rahmen eines Workshops mit den betroffenen Abteilungen und Tochtergesellschaften die Prioritäten identifiziert und die Auswirkungen unserer Tätigkeiten (je nach deren Ausmaß von 1 bis 10) bewertet. Es ergaben sich 20 Themen.
  3. Mit den Stakeholdern wurden die Prioritäten im Hinblick auf die 20 ausgewählten Themen mittels einer anonymen Online-Umfrage definiert, an der 176 Personen teilnahmen.
  4. Es folgte die Ausarbeitung der Wesentlichkeitsmatrix mit der Klassifizierung der Themen je nach ihrer Bedeutung.
Ein Thema gilt als wesentlich, wenn
  • es unter die zehn Topthemen der Stakeholder-Umfrage fällt oder
  • es zu den zehn wichtigsten signifikanten Auswirkungen gehört und/oder
  • es sowohl bei der Stakeholder-Umfrage als auch bei der Bewertung der Auswirkungen mit mehr als sieben Punkten bewertet wurde.

So ergaben sich die 15 für Alperia relevanten Themen.

Nachhaltigkeitsplan 2017–2021

Unser Aktionsplan für bessere Leistungen

Der Nachhaltigkeitsplan, der bis 2021 läuft, wurde 2017 erstellt. Darin sind die zu erreichenden Ziele auf ökologischer, sozialer und ökonomischer Ebene festgelegt. Seit 2018 überwacht Alperia diese Ziele mittels des Nachhaltigkeitsberichts, der vom Vorstand und vom Aufsichtsrat verabschiedet wird.

Basierend auf der Wesentlichkeitsanalyse wurden 15 Themen identifiziert, die für Alperia als am relevantesten erachtet werden: Versorgungssicherheit, Innovation, Forschung und Entwicklung, Mitarbeiterentwicklung, Kundenzufriedenheit, Gesundheit und Arbeitssicherheit, Asset Integrity, Emissionen, Energieverbrauch, Wasser, Marketing und transparente Kommunikation, Cyber Security, Vielfalt und Chancengleichheit, nachhaltige Energieprodukte und -dienstleistungen, Lieferantenmanagement und Wirtschaftsentwicklung. Diese Themen definieren auch die fünf Aktionsbereiche mit den Schlüsselaspekten, die wir zur Messung des Fortschritts bei der Umsetzung unserer Strategie heranziehen. Mit Bezug darauf legen wir in Einvernahme mit der Direktion Ziele und Maßnahmen fest. Insbesondere handelt es sich bei den fünf identifizierten Bereichen um Territorium, Green Mission, Mitarbeiter, Kunden, Entwicklung und Innovation.

Mit unserer Strategie verfolgen wir die folgenden Ziele: Reduzierung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen, Stärkung der Smart Region Südtirol, Erhöhung der Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, Steigerung des Umsatzanteils aus dem Verkauf nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen und Schaffung eines Mehrwerts von 1,2 Mrd. Euro für das Land innerhalb von fünf Jahren. Ökonomische Interessen gehen also Hand in Hand mit ökologischen und sozialen Interessen, wobei der Schutz des Territoriums und das Wohlergehen der Gemeinschaft immer im Mittelpunkt stehen, auch durch Investitionen in Forschung und Entwicklung, die es ermöglichen, hochmoderne Energiemodelle zu entwickeln, die Verbrauch, Verschwendung und Emissionen reduzieren.

Im Einklang mit dieser Mission haben wir den Strategieplan 2020–2024 in unsere Nachhaltigkeitsstrategie integriert. Den Ergebnissen des jährlichen Audits zufolge wurden 70 % der operativen Ziele, die im Jahr 2020 fällig waren, erreicht. Der Grad der Zielerreichung wirkt sich auch auf die Betriebsprämie aus. Von den 27 Zielen, die wir uns für 2020 gesetzt haben, haben wir 19 erreicht. Nicht erreichen konnten wir folgende:

  • Reduzierung der Stromausfälle und Verkürzung der Dauer der Unterbrechungen: Die Häufigkeit der Kundenversorgungsunterbrechungen im Jahr 2020 betrug 1,91 mit einer Erhöhung des SAIFI (System Average Interruption Frequency Index) von 26 % im Vergleich zu 2019. Die Dauer der im Jahr 2020 erfassten Kundenversorgungsunterbrechungen betrug 29,82 Minuten mit einem Anstieg des SAIDI (System Average Interruption Duration Index) von 6 % im Vergleich zu 2019. Diese Erhöhungen betreffen hauptsächlich die hohe Konzentration und wurden durch die in der Stadt Bozen durchgeführten Arbeiten zur Verlegung verschiedener Infrastrukturen wie Fernwärme- und MS-Leitungen verursacht. Diese Arbeiten führten zu mehr Kabelschäden als in den Vorjahren.
  • Null Unfälle von eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und solchen von mit uns zusammenarbeitenden externen Unternehmen: Im Jahr 2020 gab es 14 Zwischenfälle, in die Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter verwickelt waren, und 16, an denen externe Unternehmen beteiligt waren.
  • 100 % der signifikanten Ausschreibungen weisen Mindestnachhaltigkeitsanforderungen auf: 2020 erreichten wir 80 %.
  • Zeitnahe Bearbeitung von 100 % der Beschwerden: Im Jahr 2020 bearbeiteten wir zeitnah 99 %.
  • Beantwortung von 99 % der Anrufe bei der Hotline: Wir konnten einen Anteil von 96 % erreichen, denn es war ein Anstieg von +65 % aufgrund der Coronakrise zu verzeichnen.
  • Regelmäßige Feedback-Gespräche mit 100 % der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: 2020 erreichten wir 82,75 %.
  • Senkung der Mitarbeiterausfallrate: 2020 stieg die Ausfallrate von 6,01 % auf 8 %, weil sich die verlorenen Arbeitstage aufgrund von Fehlzeiten erhöhten, die zu 42 % auf Covid-19 zurückzuführen waren.

Unser Nachhaltigkeitsbericht ist nach diesen Aktionsbereichen und ihren jeweiligen wesentlichen Themen gegliedert. Am Ende eines jeden Kapitels ist eine detaillierte Auflistung der strategischen und operativen Ziele, der Maßnahmen zu deren Erreichung und des Fortschritts zu finden.

Strategisches Ziel: Wir sind bestrebt, unsere Nachhaltigkeitsrisiken zu identifizieren und aktiv zu lenken.

Operative Ziele2020 durchgeführte MaßnahmenGeplante Maßnahmen(Neue) FristenKPIZielwertWert Jahr 2020Status
Integration der Nachhaltigkeitsstrategie in den Strategieplan 2017–2021Veröffentlichung des neuen Industrieplans 2020–2024 mit der strukturiert integrierten NachhaltigkeitsstrategieAktualisierung der Ziele im Nachhaltigkeitsplan 2017–2021 mit dem Industrieplan 2020–2024Definition eines Prozesses/Systems zur Überwachung der im Industrieplan festgelegten Ziele2021--- 
80 % der im Industrieplan 2020–2024 vorgesehenen Investitionen bereitstellen, um mindestens 10 UN-Nachhaltigkeitsziele zu erfüllenEinen Prozess zur Überwachung der Investitionen festlegen2020–2024% der Investitionen, die mit den SDGs verbunden sind80Laufend

An Nachhaltigkeitsziele gekoppelte Entlohnung

Mit dem Ziel, alle Alperia-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter in die Verfolgung dieser Ziele mit einzubeziehen, verknüpfen wir seit 2020 ihre Leistungsprämie und das Management by Objectives (MBO) des Topmanagements des Unternehmens mit der Erreichung von Nachhaltigkeitszielen.

  • Leistungsprämie: Das Erreichen von mindestens 60 % der Ziele, die jedes Jahr im Nachhaltigkeitsplan definiert werden, wirkt sich auf die Leistungsprämie aus.
  • Management by Objectives (MBO): Unser Topmanagement muss mindestens ein Nachhaltigkeitsziel in sein MBO aufnehmen.

Stakeholdermanagement

Wie wir mit unseren Stakeholdern kommunizieren

Der Dialog mit den Stakeholdern ist für Alperia eine Priorität. Wir sind davon überzeugt, dass wir zusammenarbeiten müssen, um eine wirklich nachhaltige Zukunft zu schaffen, mit der Beteiligung aller. Dafür kommunizieren wir mit Aktionären, Investoren, Kunden, Mitarbeitern, Anrainergemeinden und Gemeinden, auf deren Territorium sich die Kraftwerke befinden, Lieferanten, Forschungsinstituten und Interessengruppen wie Umwelt-, Wirtschafts- und Fischereiverbänden, Gewerkschaften und Verbraucherverbänden über verschiedene Kanäle und beziehen sie zu unterschiedlichen Themen ein. Die Einbeziehung der Stakeholder gewinnt für uns zunehmend an Bedeutung. Bereits für 2020 hatten wir geplant, Stakeholder-Roundtables zu starten, aber aufgrund der Pandemie wurde dies auf 2021 verschoben.

Kunden

Wie geplant, begann Edyna 2020 bei seinen Kundinnen und Kunden mit der Installation von Smart Meters, Zählern der jüngsten Generation. Diese Aktion wurde von einer gezielten Kommunikationskampagne begleitet, der mehrere Informationsabende vorausgingen, bei denen die neuen Funktionen der Geräte und der Plan für ihren Austausch vorgestellt wurden. Darüber hinaus präsentierte Edyna den am stärksten von extremen Witterungsereignissen betroffenen Gemeinden direkt den Plan, mit dem zukünftig derartige Ereignisse bewältigt werden sollen. Ebenfalls im Jahr 2020 wurde Alperia im Rahmen des International Charge Energy Branding Award 2020 als beste „Green Brand“5 ausgezeichnet und belegte den ersten Platz im Ranking der Stromanbieter, das von Altroconsumo6, Italiens führendem Verbraucherschutzverband, erstellt wurde.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

2020 startete Alperia eine Umfrage unter seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Thema Homeoffice, einer Arbeitsmethode, die infolge der Coronakrise deutlich ausgebaut wurde. Die meisten Befragten gaben ein positives Feedback: Mehr als 87 % sind der Meinung, dass die Arbeit im Homeoffice die Work-Life-Balance verbessern kann, 55 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer möchten auch nach Beendigung der Gesundheitskrise weiterhin mindestens zwei bis drei Tage pro Woche im Homeoffice arbeiten, und 33 % der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gaben sogar eine Steigerung des Zugehörigkeitsgefühls zum Betrieb an. Darüber hinaus wurden trotz der Pandemie die Schulungsaktivitäten (in digitaler Form) fortgesetzt, einschließlich Workshops zu Soft Skills und Leadership. Zudem nahmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Alperia 2020 auch an einer Umfrage zum Intranet myAlperia teil, da dieses erneuert werden soll. Die Umfrageteilnehmer wurden gebeten anzugeben, welche Verbesserungen im neuen Netzwerk vorgenommen werden könnten und welche ihrer Meinung nach die effektivsten und interessantesten Aspekte des aktuellen Netzwerks sind. Geäußert wurde der Wunsch nach einem Netzwerk, das mehr auf Geselligkeit, Informationsaustausch und wechselseitige Kommunikation ausgerichtet ist.

Lieferanten

Auch im Jahr 2020 bezog Alperia seine Lieferanten in die Suche nach ökologisch nachhaltigen Lösungen ein, insbesondere mit der Ausschreibung für Getränke- und Snackautomaten, innerhalb derer spezifische Kriterien für die Auswahl der einzufügenden Produkte definiert wurden (Bio, Fair Trade, Vollkorn, vegan, keine PET-Flaschen usw.)

Aktionäre und Investoren

Der Nachhaltigkeitsbericht von Alperia wird auf der Gesellschafterversammlung vorgestellt. In regelmäßigen Besprechungen mit dem Aufsichtsrat werden die wesentlichen Aspekte der Nachhaltigkeit dargelegt und erörtert. Ein wichtiger Aspekt im Jahr 2020 war die Integration von Nachhaltigkeit in den Industrieplan 2020–2024.

Interessengemeinschaften

Alperia engagiert sich in Organisationen und Verbänden, die sich mit Energiefragen und Innovation befassen, und fungiert mit der Verteilungsgesellschaft Edyna als Vermittler zwischen der Autonomen Provinz Bozen und dem nationalen Netzbetreiber TERNA mit der Aufgabe, die Forderungen des Territoriums weiterzubringen.

Bürger

Da die traditionellen „Tage der offenen Tür“ aufgrund der Coronakrise nicht veranstaltet werden konnten, organisierte Alperia über seine Facebook-Seite und auf der Website www.alperiagroup.eu eine virtuelle Tour durch seine Wasserkraftwerke. Ein innovativer Weg, den Menschen diese außergewöhnlichen Technologien auch von zu Hause aus näherzubringen.

Schulen

2020 haben wir Projekte für Schüler der Grund- und Mittelschulen gestartet. Für die Grundschulkinder erstellten wir das Heft „Energiesparen und Klimaschutz“, in dem wir ihnen erklärten, wie sie zur Aufhaltung des Klimawandels beitragen können, und mit der Geschichte des Glühwürmchens Lucy, das gegen den Klimawandel kämpft, vermittelten wir die Konzepte des Energiesparens. Alle Broschüren wurden in Italienisch und Deutsch verfasst und mit einem #Alperiaforschools-Block mit Bleistift versehen. Der gleiche Block wurde auch den Schülerinnen und Schülern der Mittelschulen übergeben, denen Alperia zudem die Möglichkeit gab, seine Kraftwerke auf einer Virtual-Reality-Tour zu entdecken. Jede Schule konnte sich kostenlos eine VR-Box mit zehn Viewern ausleihen. Die Schülerinnen und Schüler konnten direkt von ihrem Klassenzimmer aus ein Wasserkraftwerk, u. a. das in Brixen, oder eine Stauanlage besuchen. Ein unvergessliches Bildungserlebnis.

Forschungsinstitute

Alperia investiert in Forschung und Innovation, indem es mit einigen der wichtigsten Forschungsinstitute in den Alpen zusammenarbeitet, darunter der Freien Universität Bozen, mit der es das Siegerprojekt des Wettbewerbs „Fusion Grant“ für eine nachhaltigere Bewirtschaftung von Flusssedimenten teilt, und Eurac Research, mit dem es das Projekt LIFE4HeatRecovery vorantreibt, das sich der Entwicklung einer neuen Generation intelligenter Fernwärmenetze widmet, in die eine große Anzahl von im Stadtgebiet verfügbaren Niedertemperatur-Wärmequellen (10—40°C) integriert werden kann.

Umfeld

Seit Beginn der Pandemie startete die Alperia Gruppe weitreichende Initiativen zur Unterstützung des Territoriums. So spendete sie 1 Mio. Euro an lokale Vereine, erneuerte bestehende Sponsoringaktionen, gab allen Alperia-Kundinnen und -Kunden, die zwischen dem 5. März und dem 31. Mai 2020 in Kurzarbeit geschickt wurden oder in die Arbeitslosigkeit gerieten, die Möglichkeit, zwei Monate lang kostenlos Strom zu beziehen, und gewährte Südtiroler KMUs ein dreimonatiges Moratorium für Strom- und Gaszahlungen. Diese Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, einen konkreten Beitrag und ein wichtiges Signal der Solidarität für das gesamte Umfeld zu liefern.

Von der Gruppe erlangte Zertifizierungen

  • ISO 9001 für das Qualitätsmanagement
  • ISO 14001 für das Umweltmanagement
  • ISO 45001 für das Management von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
  • ISO 27001 für die Datensicherheit und den Datenschutz
  • UNI CEI 11352 für Energy Services Companies (ESCOs), d. h. Gesellschaften, die Maßnahmen durchführen, um die Energieeffizienz ihrer Kundinnen und Kunden zu verbessern, mit der direkten Übernahme von Risiken und der Erfolgsgarantie der Initiative
  • Audit Familie und Beruf