Ziele für eine nachhaltige Entwicklung

Gemeinsam für eine bessere Welt

Die von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedete Agenda 2030 repräsentiert den globalen Aktionsplan für eine nachhaltige Transformation von Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt. Ihre 17 Ziele (SDGs) und die 169 Einzelziele, in die diese unterteilt sind, balancieren die drei Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung (Soziales, Wirtschaft und Umwelt) sowie die institutionelle Dimension aus. Sie stehen für gemeinsame Ziele in einer Reihe von wichtigen Entwicklungsfragen: Dazu gehören u. a. „keine Armut“, „kein Hunger“ sowie „Maßnahmen zum Klimaschutz“. Diese Ziele betreffen alle Länder und alle Menschen: Niemand ist ausgeschlossen und niemand sollte auf dem Weg zurückgelassen werden, der eingeschlagen werden muss, um die Welt auf den Nachhaltigkeitskurs zu bringen.

Italien und die SDGs

Best Practices im Nordosten

Das Nationale Institut für Statistik (ISTAT) überwacht deren Entwicklung in Italien mit jährlichen Berichten. Die Herausgabe der dritten Ausgabe des Berichts 2020 über die Ziele für nachhaltige Entwicklung17 fand während der Covid-19-Pandemie statt, welche die Notwendigkeit einer einheitlichen Vision beschleunigte, die in der Lage ist, eine nachhaltigkeitsorientierte Strategie zu entwickeln und umzusetzen.
Die Analyse zeigt ein positives Bild: Im Vergleich zum Vorjahr verbesserten sich 48,1 % der Indikatoren, 29,7 % blieben unverändert und 22,2 % verschlechterten sich. Bei einer genaueren Betrachtung der Dynamik für jedes Ziel im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Indikatoren mit positiver Veränderung bei Ziel 2 (kein Hunger, 71,4 %) und bei Ziel 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz, 66,7 %) bemerkenswert hoch, während Ziel 12 (Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster) und Ziel 15 (Leben an Land) die höchsten Werte für sich verschlechternde Indikatoren aufweisen (54,5 % bzw. 41,7 %).

Der Bericht analysiert auch die Situation in den einzelnen Regionen und hebt besonders die autonomen Provinzen Bozen und Trient hervor, wo 48 % der Indikatoren im günstigsten Quintil liegen. Auch das Aostatal zeigt eine besonders günstige Verteilung (41,7 %). Abgesehen von diesen Territorien sind die Indikatoren für nachhaltige Entwicklung in den nordöstlichen Regionen und in der Lombardei günstiger als in Ligurien und im Piemont. In den zentralen Regionen sind die günstigsten Situationen in der Toskana und in Umbrien zu verzeichnen. In den südlichen Regionen sind die niedrigsten Indikatorenwerte zu verbuchen, vor allem in Sizilien, Kalabrien und Kampanien (jeweils 58,3 %, 52,2 % bzw. 48,5 %), während in den Abruzzen, in Molise und auf Sardinien die Verteilung weniger ungünstig erscheint.

Südtirol und die SDGs

An welchem Punkt sind wir angelangt?

Das Land Südtirol stellt eine Plattform18 zur Verfügung, auf der es seinen Beitrag zum Erreichen der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung veranschaulicht. Die wichtigste Datenquelle für Italien und die einzelnen Regionen ist das nationale Institut für Statistik ISTAT. Diese Daten werden, soweit vergleichbar und verfügbar, mit Daten aus Regionen der Nachbarländer ergänzt. Südtirol ist in der Lage, den Erfüllungsgrad verschiedener globaler Indikatoren der Ziele für nachhaltige Entwicklung anhand statistischer Daten zu messen.

Alperia und die SDGs

Unser konkretes Engagement

Alperia ist sich bewusst, dass die Energie bei all diesen globalen Herausforderungen eine wesentliche Rolle spielt, und engagiert sich daher dafür, seinen eigenen Beitrag zur Erreichung einiger der 17 UN-Ziele zu liefern. Um sein Engagement zu verstärken, hat das Unternehmen die SDGs in den Industrieplan 2020–2024 integriert, nach dem die Gruppe plant, 80 % ihrer Investitionen mindestens zehn UN-Nachhaltigkeitszielen zuzuführen. Dies betrifft insbesondere folgende Ziele:

SDG 3 – SICHERSTELLUNG VON GESUNDHEIT UND WOHLERGEHEN

Wir fördern eine gesunde und sichere Arbeitsumgebung und verpflichten uns, die Umweltbelastung mittels unserer Produkte und Dienstleistungen zu reduzieren
  • Unterziel 3.6: Bis 2020 die Zahl der Todesfälle und Verletzungen infolge von Verkehrsunfällen weltweit halbieren → Wir wirken darauf hin, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu fördern. Wir führen mit der HSE-Abteilung die Überwachung von Unfällen und Zwischenfällen durch, die sich in unseren Einrichtungen ereignen können, einschließlich Straßenverkehrsunfällen. Außerdem haben wir alle drei bis vier Jahre sowohl Off-Road- als auch On-Road-Fahrkurse bei Edyna GmbH veranstaltet, dem Unternehmen mit dem größten Fuhrpark innerhalb der Alperia Gruppe.
  • Unterziel 3.8: Die allgemeine Gesundheitsversorgung, den Zugang zu hochwertigen grundlegenden Gesundheitsdiensten und den Zugang zu hochwertigen Arzneimitteln für alle erreichen → Wir bieten unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Krankenzusatzversicherung und haben mit Care4u, einem Unternehmen, an dem wir eine Beteiligung halten, einen Prototyp für die Pflege von Menschen in Pflegeheimen und Kliniken entwickelt. Die Technologie basiert auf einem System von IoT-Sensoren und wurde bereits 2020 in einer Klinik in Bozen getestet, mit dem Ziel, die Technologie auch auf den Privatbereich auszuweiten.
  • Unterziel 3.9: Bis 2030 die Zahl der Todesfälle und Erkrankungen aufgrund der Verschmutzung und Verunreinigung von Luft, Wasser und Boden verringern → Wir engagieren uns dafür, Emissionen zu reduzieren, CO2 und Treibhausgase zu verringern, saubere Wärme mit Fernwärme zu erzeugen und Energieverschwendung zu reduzieren mit dem Endziel, 303 kt zusätzliches CO2e zu vermeiden.

SDG 5 – GESCHLECHTERGLEICHSTELLUNG ERREICHEN

Wir setzen uns für die Gleichstellung der Geschlechter und für die Befähigung von Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung ein
  • Unterziel 5.4: Unbezahlte Pflege- und Hausarbeit durch die Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen und Infrastrukturen, Sozialschutzmaßnahmen und die Förderung geteilter Verantwortung innerhalb des Haushalts und der Familie entsprechend den nationalen Gegebenheiten anerkennen und wertschätzen → Wir sind ein familienfreundlicher Betrieb, der mit dem „Audit Familie und Beruf“ zertifiziert ist, das von der Familienagentur der Autonomen Provinz Bozen und der entsprechenden Handelskammer vergeben wird. Wir setzen u. a. folgende Instrumente ein: verkürzte und flexible Arbeitszeiten, Vereinbarkeitsmaßnahmen und Homeoffice.
  • Unterziel 5.5: Die volle und wirksame Teilhabe von Frauen und ihre Chancengleichheit bei der Übernahme von Führungsrollen auf allen Ebenen der Entscheidungsfindung im politischen, wirtschaftlichen und öffentlichen Leben sicherstellen → Wir sind bestrebt, mehr Frauen für technische Berufe zu gewinnen und den Anteil an weiblichen Führungskräften zu erhöhen. Seit 2019 ist eine Frau Vorsitzende unseres Vorstands, und das Organ selbst besteht zu 50 % aus Frauen. Wir haben auch begonnen, Führungspläne speziell für Frauen zu entwickeln. Gegenwärtig sind 24 % der Alperia-Mitarbeiter Frauen, das geschlechtsspezifische Lohngefälle beträgt 8 % bei den Angestellten.

SDG 6 – VERFÜGBARKEIT UND NACHHALTIGE BEWIRTSCHAFTUNG VON WASSER UND SANITÄRVERSORGUNG FÜR ALLE GEWÄHRLEISTEN

Wir optimieren das Management von Wassernetzen, reduzieren die Auswirkungen unserer Tätigkeiten und setzen uns für den Schutz des Lebensraums Wasser ein
  • Unterziel 6.5: Bis 2030 auf allen Ebenen eine integrierte Bewirtschaftung der Wasserressourcen umsetzen,gegebenenfalls auch mittels grenzüberschreitender Zusammenarbeit → Wir arbeiten an der Modernisierung unserer Wasserinfrastrukturen und daran, dass unsere Anlagen stets zuverlässig und sicher sind. In diese Richtung gehen das von Alperia Bartucci mit der Gesellschaft Novareti aus Rovereto (Trient) entwickelte Projekt zur Optimierung des Wassernetzes durch den Einsatz eines fortschrittlichen Algorithmus, der auf prädiktiven Modellen basiert, und das Projekt Smart Land, das auf den Einsatz von IoT-Technologie in der Landwirtschaft abzielt, um einen effizienteren Wasserverbrauch bei der Bewässerung zu erreichen. Dieses Projekt führen wir mit der Konstruktion neuer Sensoren weiter, die stets auf der Wassereinsparung basieren.
  • Unterziel 6.6: Bis 2020 wasserverbundene Ökosysteme schützen und wiederherstellen, darunter Berge, Wälder, Feuchtgebiete, Flüsse, Grundwasserleiter und Seen → Wir sind bestrebt, die Auswirkungen unserer Wasserkraftwerke auf die Natur und Umwelt zu minimieren und die biologische Vielfalt der Gewässer aktiv zu schützen. Dafür wirken wir unter vollständiger Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen in Bezug auf die Restwassermenge, bauen neue Fischtreppen und setzen geeignete Ausgleichsmaßnahmen um, engagieren uns für die Renaturierung und die Wiederherstellung der ursprünglichen Landschaft bei aufgegebenen Anlagen, wachen über die Verringerung der Kontaminationsgefahr durch wiedergewonnenes Wasser aus Kühlungen mit offenem Kreislauf und aktivieren Innovationsprojekte zugunsten der lokalen Bevölkerung, darunter beispielsweise die Maßnahmen zur Reifbekämpfung, um die Nutzung von Wasser in der Landwirtschaft zu optimieren.

SDG 7 – ZUGANG ZU BEZAHLBARER, VERLÄSSLICHER, NACHHALTIGER UND MODERNER ENERGIE FÜR ALLE SICHERN

Wir gewährleisten den Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie
  • Unterziel 7.1: Bis 2030 den allgemeinen Zugang zu bezahlbaren, verlässlichen und modernen Energiedienstleistungen sichern → Wir sind bestrebt, eine sichere und effiziente Energieversorgung zu gewährleisten. Deshalb investieren wir in die Entwicklung nachhaltiger Energielösungen und die Modernisierung unserer Anlagen und Netze und beabsichtigen, über einen Zeitraum von fünf Jahren 400 Mio. Euro zu investieren, um unsere Anlagen widerstandsfähiger und zuverlässiger zu machen, auch was Notfälle oder Störungen angeht. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, Haushaltskundinnen und -kunden, die im Zeitraum vom 5. März bis 31. Mai ihren Arbeitsplatz verloren haben oder in Kurzarbeit geschickt wurden, zwei Monate lang kostenlos mit Strom zu beliefern.
  • Unterziel 7.2: Bis 2030 den Anteil erneuerbarer Energie am globalen Energiemix deutlich erhöhen → Wir setzen darauf, unsere Energie vorrangig aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen (heute sind wir bereits bei 95 %) und dabei auch unsere Lieferanten einzubeziehen, um eine nachhaltige Beschaffung zu fördern. Diesen Anteil wollen wir erhöhen durch gezielte Investitionen (z. B. den Bau der Biomasseanlage in Meran, die Inbetriebnahme der Fernkühlung im Kraftwerk Bozen); die Einführung neuer Geschäftsmodelle, Dienstleistungen und Produkte, wie z. B. Green Gas, die unseren Kundinnen und Kunden helfen, energieeffizienter zu sein; die Überwachung und Berichterstattung über die Menge der produzierten, gekauften und verbrauchten Energie nach Quelle. Darüber hinaus sind wir bestrebt, unseren Stakeholdern bei der Energiewende als Partner zur Seite zu stehen.
  • Unterziel 7.3: Bis 2030 die weltweite Steigerungsrate der Energieeffizienz verdoppeln → Wir sind bestrebt, unseren Energieverbrauch effizienter zu gestalten, und ergreifen daher Maßnahmen, um den Energieverbrauch unserer Gebäude und Anlagen durch gezielte Initiativen zu reduzieren (u. a. Einführung des Überwachungssystems von Alperia Bartucci am Green-Power-Standort in Waidbruck, Start des ISO-50001-Zertifizierungsprozesses für denselben Standort, Effizienzverbesserung der Wärmeerzeugung in Klausen, Einführung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen für den Eigenverbrauch in Klausen und Meran). Wir entwickeln neue Technologien und neue Dienstleistungen, welche die Energieeffizienz weiter verbessern und den Energiebedarf senken, sowie neue Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle, die unseren Kundinnen und Kunden helfen, den Energiebedarf zu verringern und die Effizienz zu verbessern, auch dank des Know-hows von Alperia Bartucci und der Gruppe Green Power. Mit Edyna, unserem Netzbetreiber, haben wir schließlich mit dem Austausch der herkömmlichen Zähler bei mehr als 200.000 Kundinnen und Kunden gegen Zähler der neuen Generation, sogenannte Smart Meter, begonnen, die ein effizienteres Management der Energieressourcen ermöglichen. Diese Tätigkeit beinhaltet eine Investition von über 41 Mio. Euro.

SDG 8 – MENSCHENWÜRDIGE ARBEIT UND WIRTSCHAFTSWACHSTUM

Wir fördern ein inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum und eine menschenwürdige und sichere Beschäftigung
  • Unterziel 8.5: Bis 2030 produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle Frauen und Männer einschließlich junger Menschen und Personen mit Behinderungen sowie gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit erreichen → Wir haben die Gewerkschaftsvereinbarungen der Alperia Gruppe und die HR-Strategien mit dem Ziel aufeinander abgestimmt, einheitliche und gleiche Rahmenbedingungen für all unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erreichen.
  • Unterziel 8.6: Bis 2020 den Anteil junger Menschen, die ohne Beschäftigung sind und keine Schul- oder Berufsausbildung durchlaufen, erheblich verringern → Wir möchten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ihrem Entwicklungsprozess unterstützen. Daher haben wir betriebsinterne Schulungen eingeführt und ein Programm für Talente sowie eines für die „Säulen“ von Alperia entwickelt. Zur Unterstützung des Generationenwechsels entwickeln wir Strategien, um neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und auszubilden. Wir haben die Entwicklung eines Nachfolgeplans mit der Identifizierung von „Ersatzpersonen“ eingeleitet.
  • Unterziel 8.8: Die Arbeitsrechte schützen und sichere Arbeitsumgebungen für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fördern, einschließlich der Wanderarbeitnehmer, insbesondere der Wanderarbeitnehmerinnen, und der Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen → Wir fördern aktiv die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und garantieren maximale Sicherheit am Arbeitsplatz und maximalen Schutz des Personals, der Bevölkerung und der Umgebung. Wir setzen Maßnahmen zur Überwachung und Instandhaltung der Anlagen um und fördern Initiativen zur Verbesserung des Wohlbefindens an all unseren Standorten. Wir haben damit begonnen, 30 halb automatische Defibrillatoren des Roten und Weißen Kreuzes zu installieren, die sowohl in den Innen- und Außenbereichen der Alperia-Standorte als auch in einigen Kundenbüros einsatzbereit sein werden. Um unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor einer Covid-19-Infektion zu schützen, richteten wir ein Emergency Board ein, das alle gesetzlich vorgesehenen und sonstige Maßnahmen, die als geeignet erachtet wurden, um die Risiken zu minimieren, umgesetzt hat.

SDG 9 – INDUSTRIE, INNOVATION UND INFRASTRUKTUR

Wir bauen und erhalten sichere und widerstandsfähige Infrastrukturen, fördern Innovationen und unterstützen eine gerechte, verantwortungsvolle und nachhaltige Entwicklung
  • Unterziel 9.1: Eine hochwertige, verlässliche, nachhaltige und widerstandsfähige Infrastruktur einschließlich einer regionalen und grenzüberschreitenden Infrastruktur aufbauen, um die wirtschaftliche Entwicklung und das menschliche Wohlergehen zu unterstützen, und dabei den Schwerpunkt auf einen erschwinglichen und gleichberechtigten Zugang für alle legen // Ziel 9.4: Bis 2030 die Infrastruktur modernisieren und die Industrien nachrüsten, um sie nachhaltig zu machen, mit effizienterem Ressourceneinsatz und unter vermehrter Nutzung sauberer und umweltverträglicher Technologien und Industrieprozesse, wobei alle Länder Maßnahmen entsprechend ihren jeweiligen Kapazitäten ergreifen → Wir möchten eine sichere und effiziente Energieversorgung garantieren. Dafür entwickeln wir zunehmend moderne Verteilungsnetze, warten unsere Infrastrukturen (Anlagen, Netze, Gebäude) und steigern ihre Effizienz, um ihre Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit zu erhöhen. In der Smart Region haben wir eigenfinanzierte Investitionen in Höhe von 88 Mio. Euro bis 2021 geplant (die sich bis 2024 auf 700 Mio. erhöhen), zu denen sich weitere Projekte zur Digitalisierung von Anlagen und Prozessen über 18 Mio. Euro gesellen. Nicht mehr zuverlässige MS- und NS-Leitungen haben wir stillgelegt, und wir nutzen Glasfasertechnik, um bei der Steuerung der Anlagen eine erhöhte Zuverlässigkeit zu erzielen. Wir haben spezifische Pläne für Smart City und E-Mobility initiiert und bauen neue Büros in der Claudia-Augusta-Straße in Bozen. Darüber hinaus beabsichtigen wir, die Qualität und Effizienz unserer einheitlichen Notfall-Hotline weiter zu verbessern, und entwickeln und testen Phasenwechseltanks für die Wärmespeicherung und Kühlung.
  • Unterziel 9.5.: Die wissenschaftliche Forschung verbessern und die technologischen Kapazitäten der Industriesektoren in allen Ländern und insbesondere in den Entwicklungsländern ausbauen und zu diesem Zweck bis 2030 unter anderem Innovationen fördern und die Anzahl der im Bereich Forschung und Entwicklung tätigen Personen sowie die öffentlichen und privaten Ausgaben für Forschung und Entwicklung beträchtlich erhöhen → Wir möchten aktiv an der Zukunft im Energiesektor mitwirken und neue technologische Lösungen dank innovativer Forschungsprojekte entwickeln. Unser Innovation Board arbeitet an der Entwicklung von innovativen, an Nachhaltigkeit orientierten Projekten, und wir unterstützen innovationsgebundene Projekte wie die Alperia Startup Factory. Die Innovationstätigkeit von Alperia im Bereich Wasserkraft wird zudem mittels des neuen Joint Venture mit dem vor Kurzem übernommenen Hydrodata und mit Alperia Innoveering vorangetrieben, was die Einführung neuer Lösungen in Bezug auf IoT, künstliche Intelligenz, Blockchain, Industrie 4.0 usw. in den Wasserkraftwerken der Gruppe ermöglicht.

SDG 11 – NACHHALTIGE STÄDTE UND GEMEINDEN

Wir möchten Städte inklusiver, sicherer und energieeffizienter gestalten
  • Unterziel 11.6: Bis 2030 die von den Städten ausgehende Umweltbelastung pro Kopf senken, unter anderem mit besonderer Aufmerksamkeit auf der Luftqualität und der kommunalen und sonstigen Abfallbehandlung → Mit Smart Region widmet sich Alperia der Schaffung einer nachhaltigen, integrierten und effizienten Gemeinschaft. All seine Investitionen, die sich bis 2024 auf 700 Mio. Euro belaufen, sind darauf ausgerichtet, die Umsetzung von Hightech-Initiativen für Städte und Bürger zu fördern, wie die Steigerung der Gebäudeeffizienz, den Ausbau der Photovoltaik in Privathaushalten, das Facility Management für die öffentliche Verwaltung und die Entwicklung nachhaltiger Mobilität mit der dazugehörigen lokalen Infrastruktur. Bezüglich der stadtbezogenen Projekte weisen wir insbesondere auf das europäische Projekt Smart City Brixen hin. Weitergeführt werden zudem folgende Initiativen: der nachhaltige Ausbau der Fernwärmenetze; das Projekt Smart Land, bei dem wir auf den Feldern von 60 Südtiroler Landwirten intelligente Feuchtigkeitssensoren installiert haben, die Daten aufzeichnen und überwachen, um den Bewässerungsprozess effizienter zu gestalten; die Investitionen in Green Mobility und das Projekt Regalgrid, das sich Energiegemeinschaften und virtuellen Aggregationseinheiten widmet, mit denen Verbraucher zu Prosumenten, d. h. Verbrauchern, die gleichzeitig Produzenten sind, werden.

SDG 12 – NACHHALTIGE KONSUM- UND PRODUKTIONSMUSTER

Wir fördern nachhaltige Produktions- und Konsummuster
  • Unterziel 12.6: Die Unternehmen, insbesondere große und transnationale Unternehmen, dazu ermutigen, nachhaltige Verfahren einzuführen und in ihre Berichterstattung Nachhaltigkeitsinformationen aufzunehmen → Wir haben ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit in unserer Unternehmensführung und in unseren Managementprozessen verankert. Wir haben einen Nachhaltigkeitsplan und eine neue Nachhaltigkeitspolitik19 erstellt, mindestens ein Nachhaltigkeitsziel in das Management by Objectives (MBO) der Führungskräfte der Gruppe aufgenommen sowie die Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt des neuen Industrieplans gestellt und mit den UN-SDGs verknüpft. Zudem möchten wir unsere externe wie interne Kommunikation zunehmend transparenter, aktueller, stakeholderorientierter sowie sozial und wirtschaftlich nachhaltiger gestalten. Was die im Umweltbereich ergriffenen Maßnahmen betrifft, legen wir jedes Jahr die EMAS-Erklärungen vor und entwickeln mit der Autonomen Provinz Bozen und den Anrainergemeinden abgestimmte Umweltpläne. Darüber hinaus fördern wir mit Alperia Bartucci einen effizienteren und nachhaltigeren Verbrauch durch Beratung und Ad-hoc-Maßnahmen. Durch gezielte Marketingmaßnahmen und Informationskampagnen möchten wir auch unsere Kundinnen und Kunden für ein nachhaltigeres Konsumverhalten sensibilisieren. Unser Leistungsspektrum ergänzen wir mit grünen Produkten und Dienstleistungen.
  • Unterziel 12.7: In der öffentlichen Beschaffung nachhaltige Verfahren fördern, im Einklang mit den nationalen Politiken und Prioritäten → Wir sind bestrebt, unsere Beschaffungen möglichst lokal und in ökologischer und sozialer Hinsicht nachhaltig zu tätigen. Mit unserem Verfahren zur Lieferantenauswahl gewährleisten wir, dass alle Nachhaltigkeitsstandards aufrechterhalten und die beschafften Produkte diesem Aspekt gerecht werden.

SDG 13 – UMGEHEND MASSNAHMEN ZUR BEKÄMPFUNG DES KLIMAWANDELS UND SEINER AUSWIRKUNGEN ERGREIFEN

Wir ergreifen gezielte Maßnahmen, um den Klimawandel und seine Folgen zu bekämpfen
  • Unterziel 13.1: Die Widerstandskraft und die Anpassungsfähigkeit gegenüber klimabedingten Gefahren und Naturkatastrophen in allen Ländern stärken // Unterziel 13.2: Klimaschutzmaßnahmen in die nationalen Politiken, Strategien und Planungen einbeziehen // Unterziel 13.3: Die Aufklärung und Sensibilisierung sowie die personellen und institutionellen Kapazitäten im Bereich der Abschwächung des Klimawandels, der Klimaanpassung, der Reduzierung der Klimaauswirkungen sowie der Frühwarnung verbessern → Die Alperia Gruppe wird bis 2024 klimaneutral sein und damit einen wichtigen Beitrag zu den Zielen des Klimaplans Energie Südtirol 2050 leisten. Wir bewerten und aktualisieren unsere Risiken und Chancen angesichts der Klimaveränderungen (Wasserknappheit, Stürme, Extremereignisse, Regulierung usw.), investieren in die Produktion und die Nutzung von Produkten mit geringeren Treibhausgasemissionen und fördern die Entwicklung von internen und externen E-Mobility-Lösungen. Im Mittelpunkt von Alperia Smart Region steht die Bekämpfung des Klimawandels. Darüber hinaus entwickeln wir ständig Initiativen zur Überwachung der Hänge, erstellen Beeidigungen bezüglich der Druckleitungen, zertifizieren Personal für das SF6-Gasmanagement und absolvieren Übungen mit dem Zivilschutz. Wir haben ein Videoüberwachungssystem für die Wasserbauten eingerichtet sowie Technologien, die Frühwarnungen und das sofortige Notfallmanagement ermöglichen. Bei all dem engagieren wir uns dafür, das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger sowie unserer Stakeholder in Bezug auf Umweltthemen zu schärfen.

SDG 15 – LEBEN AN LAND

Wir sorgen für den Erhalt von Ökosystemen und den Schutz der biologischen Vielfalt auch durch den Einsatz innovativer Technologien
  • Unterziel 15.1: Bis 2020 im Einklang mit den Verpflichtungen aus internationalen Übereinkünften die Erhaltung, Wiederherstellung und nachhaltige Nutzung der Land- und Binnensüßwasser-Ökosysteme und ihrer Dienstleistungen, insbesondere der Wälder, der Feuchtgebiete, der Berge und der Trockengebiete, gewährleisten // Unterziel 15.4: Bis 2030 die Erhaltung der Bergökosysteme einschließlich ihrer biologischen Vielfalt sicherstellen, um ihre Fähigkeit zur Erbringung eines wesentlichen Nutzens für die nachhaltige Entwicklung zu stärken // Unterziel 15.5: Umgehende und bedeutende Maßnahmen ergreifen, um die Verschlechterung der natürlichen Lebensräume zu verringern, dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende zu setzen und bis 2020 die bedrohten Arten zu schützen und ihr Aussterben zu verhindern // Unterziel 15.6: Die ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus der Nutzung der genetischen Ressourcen ergebenden Vorteile und den angemessenen Zugang zu diesen Ressourcen fördern, wie auf internationaler Ebene vereinbart → Wir setzen uns dafür ein, die Umwelt und ihre Artenvielfalt zu schützen und die von der Autonomen Provinz Bozen vorgesehenen Ausgleichsmaßnahmen zu wahren. Dafür führen wir verschiedene Maßnahmen zur Konsolidierung des Fischbestands durch, bauen Fischtreppen an den Wasserfassungen, führen Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässer durch und kümmern uns um die Überwachung und das Management der Restwassermenge. Zudem haben wir begonnen, Maßnahmen durchzuführen, um die nachhaltige Verwendung von Wasser in Zusammenarbeit mit den lokalen Landwirten und den Gemeinden zu fördern.