Unsere Gesellschaftsstruktur

{ GRI 102-1, 102-2, 102-6, 102-12, 102-13 }

Neue Akquisitionen für ein nachhaltiges Wachstum

Alperia AG ist in 5 Business Units unterteilt: Produktion, Verkauf & Trading, Netze, Wärme & Services sowie Smart Region. In diese sind die 32 Gesellschaften eingebunden, die unmittelbar oder mittelbar von Alperia AG beherrscht werden bzw. an denen diese direkt oder indirekt beteiligt ist (Stand 31. Dezember 2020).

Das Jahr 2020 war von mehreren Unternehmenstransaktionen geprägt, die mit den Vorgaben des neuen, Ende November 2020 verabschiedeten Industrieplans „One Vision“ 2020–2024 der Alperia Gruppe („Industrieplan“) sowie dem vorherigen im Einklang stehen.

Mit Blick auf das wichtige Ziel, sowohl einige in Südtirol gewährte Konzessionen für Wasserkraftwerke, die gegenwärtig am 31. Dezember 2023 ablaufen, als auch im übrigen Staatsgebiet gewährte Konzessionen, die zum Teil erst später ablaufen, zu erneuern, unterzeichnete Alperia im August 2020 mit Intecno AG einen Vertrag über den Kauf von 50,51 % der Anteile an Hydrodata AG, eines auf nationaler Ebene führenden technischen Beratungsunternehmens mit Sitz in Turin, das sich auf die Entwicklung und das Angebot von Engineering-Dienstleistungen, technisch-wirtschaftlicher Beratung und angewandter Forschung im Bereich Wassermanagement spezialisiert hat. Die Akquisition von Hydrodata AG reiht sich in die Initiativen ein, welche das Erreichen der wichtigen Unternehmensziele, die im Industrieplan festgelegt sind, unterstützen sollen.

Mit Hydrodata AG wurde dann im November 2020 ein Joint Venture namens Alperia Innoveering GmbH gegründet (zu 99 % im Besitz von Hydrodata AG und zu 1 % im Besitz von Alperia AG). Dieses Unternehmen erbringt Engineering-Dienstleistungen für die Gesellschaften der Gruppe und ermöglicht u. a. die Einführung neuer Lösungen in den Bereichen Internet der Dinge, künstliche Intelligenz, Blockchain und Industrie 4.0 in den Wasserkraftwerken der Gruppe.

INSERIRE IMMAGINE

Hydrodata – Gründe für die Übernahme

Die Alperia Gruppe verwaltet einen riesigen Bestand an Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie. Die nachhaltige Instandhaltung und Modernisierung dieser Anlagen nach den höchsten Standards der Energieeffizienz, Umweltverträglichkeit und Sicherheit bedeutet einen starken technischen Aufwand. Seit jeher war es für Alperia ein organisatorisches und die Entwicklung von Humankapital betreffendes Ziel, gruppenintern über ein solches Know-how zu verfügen, was auch die unternehmensinterne Abteilung Engineering & Consulting beweist, die auf Energiefragen spezialisiert ist. Aus diesem Grund erwies sich die Übernahme von Hydrodata, einem Engineering-Unternehmen mit Erfahrungen im Energie-, Hydraulik- und Umweltsektor, das seit mehr als 40 Jahren tätig ist, als strategisch, auch angesichts der neuen im Industrieplan 2020–2024 vorgesehenen Transaktionen, insbesondere was die Erneuerung der nachhaltigkeitspolitischen Konzessionen für Wasserkraftwerke betrifft. Hydrodata AG wurde 1976 in Turin gegründet und ermöglicht Alperia, seine interne Struktur im Bereich technische Dienstleistungen sowohl in Verbindung mit der Entwicklung seiner Wasserkraftanlagen in Südtirol als auch mit dem Start eines neuen Innovations- und Forschungsprojekts, in dessen Mittelpunkt Wasser steht, zu stärken. Mit Hydrodata ist Alperia in der Lage, an zukünftigen Ausschreibungen für die Neuvergabe von Konzessionen für Wasserkraftwerke teilzunehmen, mit der Unterstützung eines Teams von Fachleuten mit umfangreichen Erfahrungen und Kompetenzen, die imstande sind, innovative Hightech-Projektlösungen sowohl in technischer Hinsicht als auch was die Umweltnachhaltigkeit betrifft, zu entwickeln. Darüber hinaus unterstreicht die Akquisition von Hydrodata AG die Entscheidung, für das Unternehmen wichtige Engineering-Dienstleistungen gruppenintern zu erbringen.

Nachdem Alperia AG zudem 2019 den Mehrheitsanteil an der Gruppe Green Power GmbH, einem Unternehmen, das sich mit Dienstleistungen zur Steigerung der Energieeffizienz im häuslichen Bereich beschäftigt, übernommen hatte, führte es 2020 eine Reihe von Rationalisierungsmaßnahmen durch, welche den Kauf des gesamten Gesellschaftskapitals, das Delisting der Gesellschaft von der italienischen Börse und die Eingliederung seiner Beteiligungen beinhaltete, die bis Jänner 2021 von ursprünglich vier auf eine „Bluepower Connection GmbH“ reduziert wurden.

Gruppe Green Power

Neues Management, neue Vision

Die Übernahme der Gruppe Green Power durch Alperia ist Teil der Unternehmensstrategie, um die Präsenz auf dem Markt zur Steigerung der Energieeffizienz auszubauen, das Kerngeschäft des Unternehmens zu diversifizieren und den Kundenstamm zu erweitern, mit einer signifikanten wirtschaftlichen Rendite und einem hohen Mehrwert, auch im Hinblick auf die Beschäftigung. Vor diesem Hintergrund erstellte die Gruppe Green Power 2020 ihren eigenen Industrieplan mit einem Zeithorizont bis 2024, der auf mehreren strategischen Säulen basiert: die vollständige Integration der Gruppe Green Power in die Alperia Gruppe, wodurch im Unternehmen die Werte Fairness und Transparenz, die das Handeln von Alperia seit jeher prägen, gestärkt werden, und natürlich die Entwicklung des Umsatzes im Einklang mit dem Wirtschaftsplan der Gruppe. Die Gruppe Green Power wirkte daher in verschiedenen Richtungen: Zunächst wurde die Phase des Übergangs zu einem neuen Geschäftsmodell mit dem direkten Management der externen Callcenter und des Vertriebsnetzes, das nun mehr als 170 Vertreter umfasst, eingeleitet. Zudem werden verschiedene externe technische Büros in Anspruch genommen, dank derer ein weiterer Qualitätssprung bei der Verwaltung der Planungsphasen der Anlagen möglich ist. Darüber hinaus werden eine Reihe von Geschäftsvereinbarungen mit Baufirmen und Herstellern von Türen und Fenstern geschlossen. Die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells geht Hand in Hand mit der Stärkung der Unternehmensstruktur und der Komplettierung der Integration in die Alperia Gruppe, angefangen vom System-, Verwaltungs- und Finanzbereich bis hin zum Personalbereich. Ziel ist es, der Gruppe Green Power zu ermöglichen, das ehrgeizige Ziel zu erreichen, den vor 2020 erzielten Umsatz von 17 Mio. Euro im Jahr 2021 auf zirka 50 Mio. Euro zu erhöhen, vor allem dank der Maßnahmen in Verbindung mit dem Superbonus 110 %.

Eine Auswahl unserer externen Initiativen

  • KlimaFactory: Die Alperia-Geschäftskunden haben die Möglichkeit, ein Energy-Audit anzufordern, mit dem sie am KlimaFactory-Programm teilnehmen können, einer Initiative der KlimaHaus-Agentur zur Verbesserung der Energieeffizienz in Unternehmen. Nach absolviertem Audit erhält das Unternehmen das Logo und die Teilnahmebestätigung am Programm.
  • MOTUS-E: Johann Wohlfarter, Alperia-Generaldirektor, sitzt im Direktivrat der Vereinigung, welche die am Erfolg der Elektromobilität interessierte Welt vereint und vertritt. Deren Aufgabe ist es, Normen zu erstellen, Networking-Tätigkeiten durchzuführen und Best Practices zu definieren, um das Thema in Italien auch zur Unterstützung der Regierungspolitik voranzutreiben.
  • IEA DHC: Alperia ist Mitglied von IEA DHC, einem internationalen Forschungszentrum für umweltfreundliche Fernwärme- und Fernkältesysteme. Am Programm beteiligt ist die Internationale Energieagentur (engl. International Energy Agency, IEA), eine autonome Agentur, die 1974 gegründet wurde und an der mittlerweile 28 Industrienationen mitwirken.

Alperia in Verbänden und Vereinigungen

Utilitalia

Mit seinem Vize-Generaldirektor Paolo Acuti ist Alperia im Vollzugsausschuss und im Direktivrat Energie von Utilitalia vertreten, dem italienischen Verband der Energie-, Wasser- und Umweltunternehmen. Alperia ist zudem Mitglied der Kommunikationskommission des Verbands und der Arbeitsgruppe zur „unternehmerischen Sozialverantwortung und Nachhaltigkeit“ sowie der Arbeitsgruppe zur „nachhaltigen Finanz“. Der Verband zählt insgesamt über 500 Mitglieder, die in den Bereichen Wasser, Umwelt, Strom und Gas tätig sind. Alperia und andere Mitglieder unterzeichneten den „Pakt für die Entwicklung des Lands“, ein Dreijahres-Programm, das Staat, Behörden, lokale Gemeinschaften, Unternehmen und Bürger einbezieht und auf vier Punkten basiert: dem Management der Energie- und Umweltwende hin zur Green Economy, der Entwicklung eines effizienten Infrastruktursystems, der wirtschaftlichen, sozialen und umweltbezogenen Nachhaltigkeit, der Aufwertung der bedienten Territorien und Gemeinschaften.

AGAW (Arbeitsgemeinschaft Alpine Wasserkraft)

Die Tätigkeiten der AGAW sind darauf ausgerichtet, die Nutzung von Wasserkraft gemäß höchsten technischen und ökologischen Standards zu fördern. Abgesehen von konkreten Projekten im Bereich Wasserkraft setzt sich die Arbeitsgemeinschaft das Ziel, das kollektive Bewusstsein in Bezug auf den unverzichtbaren Beitrag der Wasserkraft zu erhöhen, die als saubere Energiequelle von grundlegender Bedeutung ist, um die europäischen Klimaziele zu erreichen.

Comitato Nazionale Italiano per le Grandi Dighe (ITCOLD)

ITCOLD ist das nationale italienische Komitee von ICOLD (International Commission On Large Dams) und setzt sich mit den internationalen Partnern dafür ein, dass Stauanlagen sicher, effizient, wirtschaftlich vorteilhaft und ohne schädliche Einflüsse auf die Umwelt gebaut werden. Außer Alperia gehören zum Komitee ITCOLD einige der wichtigsten Konzessionäre Italiens wie A2A, Edipower, Edison und Enel.

Euroheat & Power

Alperia ist Mitglied bei Euroheat & Power, einem internationalen Verband, der die Sektoren Fernwärme und Fernkühlung in Europa vertritt. Durch die Vernetzung von Wirtschaftsteilnehmern der Branche, politischen Entscheidungsträgern und der akademischen Welt fördert Euroheat das nachhaltige Heizen und Kühlen.

Assoesco

Dabei handelt es sich um den italienischen Verband der Energiedienstleistungsunternehmen, bei dem Alperia Bartucci Mitglied ist, das Alperia-Unternehmen, das auf Energieeffizienz spezialisiert ist. Bartucci ist auch Mitglied von Assolombarda und führte Projekte in Zusammenarbeit mit der Sparkasse durch. Zudem kooperierte es bei Projekten für Abschlussarbeiten mit dem Polytechnikum Mailand, dem Polytechnikum Turin, der Universität Padua, der Polytechnischen Universität der Marken und der Universität Verona.

Elettricità Futura

Dabei handelt es sich um den wichtigsten italienischen Verband von Unternehmen, die im Strombereich tätig sind. Er wurde gegründet, um die Grundlagen für einen Strommarkt zu schaffen, der in der Lage ist, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Alperia ist Mitglied dieses Verbands, und seit 2019 gehört Direktor Johann Wohlfarter zum Strategieausschuss. Der Verband besteht aus 600 Wirtschaftsteilnehmern, die mehr als 75.000 MW installierte elektrische Leistung aus konventionellen und erneuerbaren Quellen und zirka 1.150.000 km Leitungen besitzen.

CSR Manager Network

Dieser nationale Verband vereint Experten, die sich in verschiedenen Einrichtungen (Unternehmen, Unternehmensstiftungen, Fachgesellschaften, öffentliche Verwaltung, Non-Profit-Organisationen) mit der Lenkung von Sozial-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsproblemen in Verbindung mit den Betriebstätigkeiten beschäftigen.