Energieverbrauch

{ GRI 302-1 }

Ein neuer Prozess für das Energy Management

2020 besetzte Alperia die Stelle eines Energy Manager, mit dem der Weg zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung von Emissionen gestärkt werden soll. Im Lauf des Jahres wurden die bereits von den Business Units und den einzelnen Gesellschaften durchgeführten Energieeffizienzprojekte durch die Befragung der Verantwortlichen bewertet. Die Daten wurden systematisiert und strukturiert analysiert, um ein Programm zur Verbesserung des Energiemanagements der Gruppe zu definieren.

Alperia verbraucht direkt und indirekt Energie. Als direkter Energieverbrauch gilt der Einsatz von Brennstoffen zur Strom- und Wärmeerzeugung in den Anlagen (Kraftwärmekopplung, Heizkraftwerke, Heizkessel) sowie von primären, nicht erneuerbaren Energiequellen, die nicht direkt mit der Energieerzeugung in Verbindung stehen (z. B. Heizung, Transportkraftstoffe usw.) und die zur Durchführung der Tätigkeiten erforderlich sind. Der indirekte Energieverbrauch bezieht sich dagegen auf die Energie, welche die Gruppe für ihre Anlagen und Niederlassungen erwirbt und verbraucht. Diese Energie wird teilweise selbst produziert, und die entsprechenden Werte fließen in den direkten Brennstoffverbrauch ein.

Wenn Alperia dagegen bei hohem Bedarf Energie von Dritten erwirbt, wird diese in den indirekten Verbrauch eingerechnet. 2020 belief sich der direkte und indirekte Energieverbrauch der Gruppe, der sich auf die Betriebsgesellschaften, die Kundenbüros und die Vertretungsstandorte der Gruppe bezieht, auf 3.646 TJ. Der Energieverbrauch wurde zu 32 % aus nicht erneuerbaren Energiequellen gedeckt, die übrigen 68 % durch erneuerbare Energien. Bei den erneuerbaren Quellen ist eine Erhöhung des Stroms für den Eigenbedarf (+9 %) zu verzeichnen, die auf einer genaueren Messung der Daten von 2020 basiert.

Für seine Niederlassungen und Produktionsbereiche nutzt Alperia vorzugsweise Energie aus erneuerbaren Quellen. Zwei von fünf Fernheizwerken sind mit Photovoltaikmodulen ausgestattet. Darüber hinaus führte Alperia im Lauf des Jahres das 2019 festgelegte Energieeffizienzprogramm weiter und ergänzte dieses durch einige Maßnahmen, die dank der Bewertung durch Alperia Bartucci identifiziert wurden. Die Einführung eines Transformators zur Verringerung von Verlusten und zur Erleichterung einer möglichen Wärmerückgewinnung ist Teil dieser Maßnahmen (zum Schluss werden drei Transformatoren in Betrieb sein). Für 2021/2022 ist mit der Unterstützung von Alperia Bartucci auch Folgendes geplant:

  • Installation von Motoren mit hoher Energieeffizienz (2021 erfolgt der komplette Ersatz der Pumpen für zwei Produktionsgruppen und 2022 der komplette Ersatz der Pumpen für drei Produktionsgruppen);
  • Ersatz eines Röhrenventilators beim Werk in Brixen;
  • Installation eines erweiterten Steuerungssystems für die Wärmeproduktion und an den Biomassekesseln;
  • Überarbeitung der Steuerungslogiken des Heiz- und Kühlsystems.

Grundlegend für die kommenden Jahre wird es sein, ein integriertes Managementsystem umzusetzen, das sowohl das Umweltmanagement als auch die Energieeffizienz und die Nachhaltigkeit umfasst.

Alperia erhielt auch die Zertifizierung nach UNI 11352, welche die von Gesellschaften, die Energiedienstleistungen im Industriebereich erbringen, erzielten Ergebnisse in Bezug auf Energieeinsparungen bestätigt. Nächstes Ziel ist es, auch die Zertifizierung nach ISO 50001 zu erlangen, welche die Anforderungen zu Erstellung, Umsetzung, Pflege und Verbesserung eines Energiemanagementsystems festlegt. Dieses Ziel wird Alperia zunächst mit zwei Pilotstandorten erreichen, deren Zertifizierung für Anfang 2022 ansteht, um den Prozess anschließend auf die gesamte Gruppe auszudehnen.

Strategisches Ziel: Wir sind bestrebt, unseren Energieverbrauch effizienter zu gestalten.

Operative Ziele2020 durchgeführte
Maßnahmen
2020 geplante
Maßnahmen
(Neue)
Fristen
KPIZielwertWert
Jahr 2020
Status
Einrichtung eines Energiemanagementsystems auf Gruppenebene* Überarbeitung des Systems zur Erhebung und Aggregation von Daten der verschiedenen BUs auf der Grundlage der Überwachungsergebnisse* Erhöhung der Frequenz der Energieüberwachung* Überarbeitung des Systems zur Erhebung und Aggregation von Daten der vom Facility Management verwalteten Standorte* Installation von Messgeräten* Implementierung des Energiemanagementsystems (ISO 50001) an Pilotstandorten* Verbesserung des Verbrauchsüberwachungssystems: Identifizierung des Umfangs der Überwachungsdaten für die zukünftige Implementierung einer Software* Realisierung von Energie-„Dashboards“ für zivile Pilotstandorte, um die Messpunkte zu erweitern und die Gebäudeleistungen zu überwachen2022--Laufend
Reduzierung des Energieverbrauchs von Gebäuden und Anlagen über gezielte Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz* Weiterführung des Energie-Audit-Prozesses* Start von Energieeffizienzprojekten* Identifizierung neuer Energieeffizienzprojekte* Beginn der Umsetzung der Überwachung von Energieeffizienzprozessen* Weiterführung der Umsetzung von Energieeffizienzprojekten und Tätigkeiten zur Energiediagnose2021Energieverbrauch (TJ)-3.646 TJLaufend