Energieverbrauch

{ GRI 302-1 }

Alperia verbraucht direkt und indirekt Energie.
Der direkte Energieverbrauch betrifft Brennstoffe zur Strom- und Wärmeerzeugung in den Anlagen (Kraftwärmekopplung, Heizkraftwerke, Heizkessel) sowie primäre, nicht erneuerbare Energiequellen, die nicht direkt mit der Energieerzeugung in Verbindung stehen (z. B. Heizung, Transportkraftstoffe usw.) und die zur Durchführung der Tätigkeiten erforderlich sind.

Risikomanagement

RisikoManagementmethode
Risiko in Bezug auf die nicht angemessene Überwachung des Energieverbrauchs und der Energieeffizienz von Gebäuden und Anlagen mit potenziellen Auswirkungen auf die Planung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz.Wir sind bestrebt, den Energieverbrauch der Gebäude und Anlagen durch gezielte Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz zu reduzieren. Dies erfolgt auch durch Alperia Bartucci AG, dem ESCo-Unternehmen, das sich mit der Realisierung von Energieeffizienzprojekten und innovativen Energiedienstleistungen im Einklang mit den Zielen des Strategieplans der Gruppe hinsichtlich der Steigerung der Energieeffizienz beschäftigt. Unser Ziel ist es, möglichst erneuerbare Energiequellen für den Betrieb unserer Anlagen und unserer Gebäude zu nutzen.

Der indirekte Energieverbrauch bezieht sich auf die Energie, die die Gruppe für ihre Anlagen und Niederlassungen erwirbt und verbraucht. Diese Energie ist teilweise selbst produziert, die entsprechenden Werte fließen mit in den direkten Brennstoffverbrauch ein. Ist eine höhere Energiemenge erforderlich, beschafft Alperia diese von Dritten und verbucht sie unter dem indirekten Energieverbrauch der Gruppe. 2019 lag der direkte und indirekte Energieverbrauch der Gruppe, der sich auf die Betriebsgesellschaften, die Kundenbüros und die Vertretungen der Gruppe bezieht, bei 3.544 TJ. Der Energieverbrauch wurde zu 34 % aus nicht erneuerbaren Energiequellen gedeckt, die übrigen 66 % durch erneuerbare Energien. Bei den nicht erneuerbaren Energiequellen war ein erheblicher Anstieg der Nutzung von Dieselkraftstoff (+117 %) zu verzeichnen, der auf den Schneefall im November zurückzuführen ist, bei dem viele Südtiroler Gebiete isoliert wurden. Bei den erneuerbaren Quellen ist dagegen die Erhöhung des Stroms für den Eigenbedarf (+61 %) zu verzeichnen, die auf einer genaueren Messung der Daten von 2019 basiert. 2018 belief sich der Energieverbrauch insgesamt auf 3.099 TJ (36 % aus nicht erneuerbaren Quellen, 64 % aus erneuerbaren Quellen).

Energieverbrauch im Unternehmen

Energieverbrauch im Unternehmen

Alperia nutzt vorzugsweise Energie aus erneuerbaren Quellen, sowohl in den Produktionsanlagen als auch in den Niederlassungen. 2 von 5 Fernheizwerken sind mit Fotovoltaikmodulen ausgestattet. Darüber hinaus wird von Alperia Bartucci die Steigerung der Energieeffizienz der Gebäude, Anlagen und des gesamten Systems über ein strukturiertes Reportingsystem auf Gruppenebene mit einem globalen Managementansatz gefördert. Im Lauf des Jahres 2019 wurden Audits an allen Standorten durchgeführt, anhand derer ein Plan zur Steigerung der Energieeffizienz definiert wurde. Dieser umfasst u. a. folgende Maßnahmen: 

  • Austausch der Türen und Fenster am Standort in der Zwölfmalgreiener Straße in Bozen (2019 durchgeführt);
  • Anbindung an die Edyna-Fernwärme (2019 durchgeführt);
  • Sanierung der 2 Scheinwerfertürme und des Parkplatzes von Edyna (2019 durchgeführt);
  • Implementierung eines Systems nach ISO 50001;
  • Installation von Motoren mit hoher Energieeffizienz (2021 erfolgt der komplette Ersatz der Pumpen für 2 Produktionsgruppen und 2022 der komplette Ersatz der Pumpen für 3 Produktionsgruppen);
  • Montage von LED-Leuchten;
  • Ersatz eines Röhrenventilators beim Werk in Brixen (geplant für 2021/2022);
  • Installation eines erweiterten Steuerungssystems für die Wärmeproduktion und an den Biomassekesseln;
  • Überarbeitung der Steuerungslogiken des Heiz- und Kühlsystems;
  • Reduzierung der Verluste mit Aufwärtstransformatoren und etwaiger Wärmerückgewinnung (ein Transformator ist bereits in Betrieb, ein weiterer Transformator wird Anfang 2020 ersetzt und ein dritter bis Ende 2021);
  • Bewertung des Ersatzes von heizölbefeuerten Kesseln und Elektrokesseln (2020);
  • sonstige Maßnahmen, die noch ausgearbeitet werden. 

Nachdem die Energieeinsparungspotenziale identifiziert wurden, wird die Verpflichtung gemäß Gv.D. 102/2014 betreffend die Energiediagnose erfüllt, und die Diagnosedaten werden ENEA übermittelt. 

Alperia wurde zudem nach UNI 11352 zertifiziert, was die erzielten Ergebnisse in puncto Energieeinsparung von Gesellschaften, die Energiedienstleistungen im Industriebereich erbringen, bestätigt. 

Alperia verfügt außerdem über 2 Wärmespeicher: einen in Sexten und einen in Bozen. Das Speicherbecken in Bozen besitzt eine Kapazität von 5.800 m3 und nutzt die aus der Müllverbrennungsanlage in Bozen stammende Wärmeenergie (wo feste Siedlungsabfälle verbrannt werden), wodurch der Verbrauch an fossilen Brennstoffen und die CO2-Emissionen in der Stadt reduziert werden. Durch die Nutzung von Sekundärrohstoffen (Abfällen) erzielte Alperia dank des Speichers von 2015 bis 2019 eine Einsparung von 11.000 t CO2 (2018 waren es 5.000 t). Es wird darauf hingewiesen, dass die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr darauf zurückzuführen sind, dass die Datenerhebung verbessert wurde, was einen umfassenderen Überblick ermöglicht.

Strategisches Ziel: Wir sind bestrebt, unseren Energieverbrauch effizienter zu gestalten.

Operative Ziele2019 durchgeführte
Maßnahmen
2019 geplante
Maßnahmen
(Neue)
Fristen
KPIZielwertWert 2019

Anweisungen für das Energiemanage-ment auf Gruppenebene
  • Verbesserung der regulären Energieüberwachung und eines regulären Energiemanagements
  • Verbesserung der regulären Energieüberwachung und eines regulären Energiemanagements
2021
(laufend)
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Reduzierung des Energieverbrauchs von Gebäuden und Anlagen über gezielte Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz
  • Durchführung eines Energie-Audits und Identifizierung von Einsparungsmöglichkeiten bei den Anlagen
  • Start von Projekten zur Steigerung der Energieeffizienz an den Standorten Zwölfmalgreien und Reschen und des Kraftwerks in Kardaun mit den Business Units Produktion, Netze und Corporate (Gebäudemanagement) 
  • Durchführung eines Energie-Audits und Identifizierung von Einsparungsmöglichkeiten bei den Anlagen
  • Einrichtung eines Systems zur Überwachung des Verbrauchs beim Gebäudemanagement
  • Installation von Messgeräten an allen Anlagen/Gebäuden zur Erhebung der Verbrauchsdaten 
  • Start von Projekten zur Steigerung der Energieeffizienz 
2018-2021
(laufend)
Energie-
verbrauch
(TJ)
tbd3.544