Wasser

{ GRI ALP6, ALP7, 303-2 }

Unsere Hauptquelle für Ökostrom

Alperia Greenpower verwaltet die Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen in 34 Wasserkraftwerken, die der Leitung und Koordinierung des Unternehmens unterliegen, und fünf Wasserkraftwerken, an denen das Unternehmen beteiligt ist, sowie in 13 großen und 16 kleineren Stauanlagen. Die Wasserkraftwerke befinden sich in Südtirol entlang der wichtigsten Wasserläufe, die ein Territorium durchqueren, in dem der Trockenstress im Bereich zwischen 10 und 20 % liegt. Jedes Umfeld ist durch ein komplexes hydrografisches Oberflächennetz gekennzeichnet, das auf mehreren, sich überlappenden Einzugsgebieten basiert. Jedes Jahr werden rund 4.000 GWh Strom produziert: ein sauberer, nachhaltiger Strom, der jedoch spezifische Auswirkungen auf die Umwelt hat. Aus diesem Grund engagiert sich Alperia dafür, die Stauanlagen und Speicher bestmöglich zu verwalten, um die Wassermenge, die bei Hochwasser durch die Sperrwerke talwärts fließt, zu regulieren und die Verfügbarkeit von Wasser für andere Zwecke in Dürreperioden sicherzustellen, Fischtreppen an den Wasserfassungen zu bauen und Maßnahmen zur Konsolidierung des Fischbestands durchzuführen sowie die Auswirkungen der Ableitungen der Werke zu mindern. Zudem entwickelt Alperia mittels Ausgleichsfonds in Zusammenarbeit mit der Autonomen Provinz Bozen, den Anrainergemeinden und den Fischereiverbänden zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserläufe und zur Konsolidierung des Fischbestands, Fischtreppen an den Wasserfassungen sowie Maßnahmen zur Erhaltung und Verbesserung von Umwelt und Landschaft.
Zur Planung der Maßnahmen, die erforderlich sind, um ein ordnungsgemäßes Umweltmanagement während der verschiedenen Produktionsphasen zu gewährleisten, setzt Alperia Greenpower ein integriertes Managementsystem um, das mit dem der Gruppe übereinstimmt. So wurden die mit den Unternehmenstätigkeiten verbundenen Umweltrisiken identifiziert und entsprechende Korrektur- und/oder Präventionsmaßnahmen ausgelöst.

Nachhaltiges Management von Wasserressourcen

Unsere Projekte zur Unterstützung des Territoriums

Alperia ist in ständigem Kontakt mit den Landesämtern, die für den Schutz des Lebensraums Wasser und des Fischbestands zuständig sind. Zudem konsolidiert das Unternehmen verschiedene Vereinbarungen, darunter die mit dem Bonifizierungskonsortium Vinschgau unterzeichnete Abmachung, um die Wassermenge zu garantieren, die für den Schutz der Obstwiesen vor nächtlichem Frost während der Frühlingsblüte notwendig ist. Zu diesem Zweck werden die effizientesten Formen und Modalitäten zur Versorgung identifiziert und die zur Verfügung zu stellende Wassermenge erhöht. In den Nächten, in denen ein konkretes Nachtfrostrisiko besteht (im Durchschnitt sieben bis acht Nächte pro Jahr), stellt Alperia zirka 20.000 l/s zur Verfügung. Möglich ist diese kostenlose Bereitstellung dank der gespeicherten Wassermengen in den Stauseen Reschen und Zufritt sowie denen im Ulten- und Schnalstal. Das Wasser wird eine ganze Nacht lang abgelassen, wobei das Unternehmen auf mögliche Gewinnspannen verzichtet. Ziel ist es, eine mehrfache Nutzung des Wassers zugunsten der lokalen Landwirtschaft zu garantieren. Dies sind Beispiele, die das Engagement von Alperia zur Förderung einer bewussten Nutzung von Wasserressourcen zeigen, auch dank der Zusammenarbeit und des Dialogs zwischen Stakeholdern (öffentlichen Institutionen, Konsortien, Fachverbänden). Sowohl im Zusammenhang mit Entnahmen als auch dem Abwassermanagement handelt Alperia im Einklang mit den geltenden Vorschriften. Alperia ist sich bewusst, wie wichtig es ist, ein ordnungsgemäßes Wassermanagement durchzuführen und genaue Kriterien zu definieren, um etwaige kritische Punkte in Verbindung mit Klimarisiken zu identifizieren. Dieses Thema wird in Zukunft zunehmend an Bedeutung gewinnen und ist eng mit dem Trockenstress korreliert, der in Südtirol bei 10 bis 20 % liegt.

In diesem Zusammenhang wurde 2020 das Projekt Smart Land fortgesetzt, in dessen Rahmen Alperia Feuchtigkeitssensoren auf den Feldern von 60 Südtiroler Obstbauern und Winzern installierte. Diese Sensoren zeichnen Daten auf, die für den Bewässerungsprozess relevant sind, und liefern den Landwirten Messdaten in Echtzeit. Laut den erhobenen Daten können Wassereinsparungen zwischen 50 und 80 % erzielt werden. Das Projekt wird zusammen mit dem Versuchszentrum Laimburg und dem Südtiroler Beratungsring für Obst- und Weinbau entwickelt.

Mit Alperia Bartucci wurde schließlich ein Projekt zur Optimierung des von der Gesellschaft Novareti betriebenen Wasserversorgungsnetzes von Trient entwickelt. Alperia Bartucci konzipierte und realisierte einen erweiterten Algorithmus, der auf prädiktiven Modellen basiert und die Optimierung des aus den Schächten in die Tanks gepumpten Wassers und die Minimierung des Netzdrucks ermöglicht, was eine effizientere Betreibung mit weniger Verlusten und weniger Ressourcenverschwendung garantiert. Die Implementierung des Projekts mit der Formel Energy Performance Contract (E.P.C) Saving Sharings ermöglicht es Novareti, die effektiv durch die Maßnahme erzielten Vorteile zu messen und zu teilen. All dies ermöglicht nicht nur, Wasser nachhaltig zu verwenden, sondern auch wirtschaftliche Vorteile in Bezug auf die pro Jahr gesparten kWh an Strom zu generieren. So beläuft sich die durch das Projekt erzielte Stromeinsparung auf 240.000 kWh/Jahr (45 t RöE/Jahr, 74 t CO2e/Jahr), die erzielte Wassereinsparung auf 680.000 m3/Jahr. Auf finanzieller Ebene beträgt die erzeugte Einsparung durch die Optimierung des Pumpvorgangs, die Reduzierung der Verluste und die Herabsetzung der Störungen zirka 75.000 Euro/Jahr. Das Projekt startete im Frühling 2019 nach einigen strukturellen Maßnahmen an den Bauwerken, die von Novareti im Vorjahr durchgeführt worden waren, und wird von Alperia Bartucci während der gesamten Laufzeit des E.P.C.-Vertrags (fünf Jahre) überwacht.

Schutz der biologischen Vielfalt

Wir reduzieren die Auswirkungen von Wasserkraft

Flüsse sind eine Hauptquelle der Artenvielfalt und stellen einen wichtigen Teil unseres reichen Naturerbes dar. Ein wertvoller Lebensraum, den die Nutzung von Wasserkraft verändern kann. Die Auswirkungen können in jedem Stadium des Lebenszyklus eines Wasserkraftwerks auftreten: vom Bau bis zur Renovierung, vom Abbau bis zum täglichen Betrieb. Dafür ergreift Alperia Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen, die darauf abzielen, die von seinen Tätigkeiten betroffenen Arten und Lebensräume zu schützen. Wasserkraftwerke mit ihren Stauanlagen können beispielsweise die Verteilung und Migration von Fischen stören oder verhindern. Das Vorhandensein dieser Sperrwerke wirkt sich erheblich auf das Überleben vieler Fischpopulationen aus. Auch die Sedimente, die normalerweise als ein natürliches Element aquatischer Ökosysteme gelten und aufgrund ihrer hydrologischen, geomorphologischen und ökologischen Funktion unerlässlich sind, können durch Wehre oder Stauanlagen gestört werden. Unter natürlichen Bedingungen werden die Sedimente kontinuierlich zum Meer befördert, während große Speicher deren natürliche Bewegung beeinflussen. Auch die Instandhaltungsarbeiten, in deren Rahmen Segmente regelmäßig abgeleitet werden, können Lebensräume und Populationen schädigen, wenn sie nicht ordnungsgemäß gehandhabt werden. Darüber hinaus können die durch die Wasserkraftwerke verursachten Strömungsschwankungen ein weiteres Problem darstellen und insbesondere in kleinen Flüssen sowohl Populationen als auch Lebensräumen Schäden zufügen. Strömungsschwankungen belasten vor allem Organismen, die plötzlichen Schwankungen des Wasserspiegels nicht gewachsen sind, wie beispielsweise Jungfische. Was all diese Eventualitäten betrifft, setzt Alperia nicht nur präventive Verhaltensweisen um und hält sich an die Vorgaben der einschlägigen Vorschriften, sondern investiert auch in technologische Innovation, um die besten Lösungen zum Schutz der biologischen Artenvielfalt zu finden und in seinem Territorium verantwortungsvoll zu handeln. Wir sind bestrebt, die Auswirkungen der Wasserkraftwerke auf die Natur und die Umwelt zu minimieren und die biologische Vielfalt der Gewässer aktiv zu schützen. Aus diesem Grund führen wir Maßnahmen zur Renaturierung und Wiederherstellung der ursprünglichen Landschaft bei stillgelegten Anlagen durch. 2020 wurden insbesondere die Hilfswasserfassungen am Rio Bremè (angeschlossen an das Werk in Waidbruck) und am Valserbach (Werk Brixen) sowie die Wasserfassung St. Johann (Werk Laas) abgebrochen. Der Abbruch der Wasserfassungen Foltin (angeschlossen an das Werk in Laas) und am Rio Fonderia (Werk St. Walburg) wurden hingegen aufs Jahr 2021 verschoben.

Restwassermenge

Unter Restwassermenge (RWM) ist die Wassermenge zu verstehen, die talseits einer Wasserfassung vorhanden sein muss, um die Funktionsweise und Qualität der betroffenen Ökosysteme zu garantieren. Diese Restwassermenge ermöglicht kurz- und langfristig den Schutz der natürlichen Biozönose des Wasserlaufs. Bei einem Hochwasser und bei großen Wassermengen lassen die Anlagen je nach Beschaffenheit und Größe Wassermengen bis zu den in den Konzessionsbeschlüssen festgelegten Höchstmengen ab. Bei Niedrigwasserstand kann es in einigen Abschnitten der Wasserläufe zu einer erheblichen Reduzierung der Wassermenge kommen. In der Autonomen Provinz Bozen wird die Freisetzung von Restwassermengen aus Wasserkraftwerk-Abzweigern durch den neuen Gesamtplan für die Nutzung der öffentlichen Gewässer (WNP) geregelt. 2020 betrug die Restwassermenge 38.919 l/s.

Im Lauf des Jahres wurde die Überwachung für die Definition der RWM von drei Werken abgeschlossen, für die ein Landesversuch vorgesehen war: Waidbruck, St. Walburg und Brixen. Dieser Prozess dauerte zirka acht Jahre. Ziel des Experiments war es, eine Wassermenge freizusetzen, die in ökologischer Hinsicht als optimal erachtet wird, um einen guten Zustand des Wasserlaufs hinter der Ableitung zu gewährleisten. Das Experiment wurde 2020 abgeschlossen.
2020 wurde gegen Alperia eine Beschwerde wegen Missachtung der RWM-Freisetzung vorgebracht (siehe vorheriger Kasten).

Minimaler lebenswichtiger Wasserabfluss

Fischtreppen

Die Wasserfassungen von Wasserkraftwerken können ein Hindernis für die Migration von Fischen und ein Umweltproblem darstellen. Dafür baute Alperia einige künstliche Übergänge, sogenannte Fischtreppen. 2020 wurde die Ausführungsplanung der Fischtreppe Kastelbell an der Wasserfassung in Laas abgeschlossen und die Ausschreibung eingeleitet. Die Arbeiten beginnen im Frühjahr 2021. Die technische Abteilung von Alperia projektierte die Fischtreppe und nahm sich dafür den Bau der Fischtreppe Sarntal im Jahr 2018 zum Vorbild. Die Fischtreppe Laas wird größer sein, da sie an ihrem Standort von wesentlich mehr Fischen passiert werden wird und die Strömungsschwankungen besonders stark und nicht immer konstant sind. Aus diesem Grund wurde auch ein Beckensystem mit Schleusentoren konzipiert, die auf der Grundlage des Wasserstands geregelt werden.
Die an der Wasserfassung Rabenstein des Wasserkraftwerks Sarntal gebaute Fischtreppe wurde dagegen 2020 mit ausgezeichneten Ergebnissen überwacht. Die Fischtreppe wurde in Absprache mit dem Amt für Jagd und Fischerei und dem Wasserschutzamt des Landes realisiert und unterteilt das durch die Stauanlage entstandene Gefälle gleichförmig in 16 kleine Becken, was den Fischen und sonstigen Wasserlebewesen erlaubt, den Höhenunterschied problemlos zu überwinden. Beides sind wichtige Projekte, welche das ökologische Engagement von Alperia zum Schutz aquatischer Spezies unter Beweis stellen.
2020 wurde auch eine Machbarkeitsstudie für Bruneck weitergeführt, und 2021 installieren wir abgesehen vom Bau der Fischtreppe Laas eine „Fischvertreibungsanlage“ an der Stauanlage Weißbrunn in St. Walburg. Die Anlage wird vor der Wasserfassung montiert, sodass der Eintritt von Fischen in die Turbinen verhindert wird. Dieses Versuchsprojekt wird in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck durchgeführt.
Schließlich schloss Alperia einige Vereinbarungen mit lokalen Fischereivereinen über Fischereirechte, insbesondere mit dem Fischereiverein Martell hinsichtlich der Verwaltung der Fischereirechte für den Zufrittsee und den Reschensee sowie mit dem Fischereiverein des Hochpustertals. An die Bozner Angler wurde dagegen ein Areal im Eggental abgetreten, wo der Verein eine neue Anlage für die Zucht von marmorierten Forellen bauen wird.

Sedimentmanagement

Wasserläufe im Gebirge haben eine langsame, aber kontinuierliche Erosionswirkung auf den Boden und das Felsgestein. Diese Wirkung wird durch die Fließgeschwindigkeit, die Wassermenge und die chemisch-physikalischen Eigenschaften der umspülten Gesteine und Böden beeinflusst.
Die festen Schwebstoffe (Kies und Schlamm), die sich in den Stauanlagen absetzen, stören die Wasserbauten und die tiefen Ablassorgane. Daher müssen die Staubecken regelmäßig entschlammt werden, sowohl um das abgelagerte Material talwärts auszuschwemmen, als auch um das Nutzspeichervermögen des Staubeckens dauerhaft aufrechtzuerhalten, das sich tendenziell aufgrund des von den Wasserläufen mitgeführten Materials reduziert. Sedimentmaterial kann maschinell entfernt und/oder durch die Öffnung der tief liegenden Ablassorgane der Stauanlagen ausgeschwemmt werden.

Gegenwärtig gilt die kontrollierte Ausschwemmung als die vertretbarste Methode zur Entfernung von Sedimenten: Die Trübung des Wassers während dieser Vorgänge ist vergleichbar mit der, die bei natürlichem Hochwasser auftritt. Die Freisetzung von Schlick und Sand aus den Sperrwerken fördert die Wiederherstellung der optimalen Eigenschaften des Flussbetts. Die Techniken, Bedingungen und Zeitpläne, mit denen dieser Vorgang durchgeführt wird, werden von den zuständigen Landesbehörden genehmigt und kontrolliert. Die Ausschwemmung von Sedimenten aus Stauseen ist auf gesamtstaatlicher Ebene geregelt.23 Die gesamtstaatlichen Rechtsvorschriften wurden in Gesetzen der Autonomen Provinz Bozen umgesetzt24, wodurch ein von den zuständigen Behörden genehmigtes Führungsprojekt für den Stauraum zu erstellen ist.

In Hochwasserperioden führen die Flüsse Eisack und Rienz beispielsweise eine hohe Zahl fester Schwebstoffe mit, die sich in den Alperia Greenpower gehörenden Stauseen von Mühlbach und Franzensfeste (Werk Brixen) ablagern.
Die Entschlammung und das Ausspülen dieser beiden Stauseen ist in den Konzessionsbestimmungen und in den Bedingungen für die Führung und Instandhaltung der beiden Stauanlagen (erstellt von der staatlichen Überwachungsbehörde für Stauanlagen Registro Italiano Dighe) vorgesehen und erfolgt alle drei Jahre. Die entsprechenden operationellen Modalitäten (zulässige Höchst- und Durchschnittswerte für die Wassertrübung, Dauer der Maßnahmen, talwärts freigesetzte Höchstmengen usw.) wurden von den zuständigen Ämtern der Autonomen Provinz Bozen (Amt für Jagd und Fischerei und Wasserschutzamt) mittels des Führungsprojekts für Stauräume genehmigt und werden von Alperia Greenpower unter Befolgung eines entsprechenden internen Betriebsablaufs gehandhabt.

Die bei jeder Entschlammung talwärts ausgeschwemmte Sedimentmenge hängt vom Wasserlauf, vom hydrologischen Trend der Vorjahre und vom Zeitintervall zwischen zwei aufeinanderfolgenden Entschlammungen ab. Die Störung der benthischen Mikrofauna, die in der aquatischen Umwelt aufgrund des kontrollierten Ausschwemmens erzeugt wird, ist vorübergehend: Messungen im Eisack und in der Rienz infolge der Entschlammungen der Stauseen in Franzensfeste und Mühlbach beweisen, dass der vorherige Normalzustand in kurzer Zeit (zirka zwei oder drei Monate) wiederhergestellt wird. Alternativ zur Auswaschung des Stauraums, die in Franzensfeste alle vier bis fünf Jahre erfolgt, führte Alperia Greenpower 2020 eine experimentelle Ausbaggerung durch, um das Versandungsproblem zu beheben. Im Rahmen des Pilotprojekts wurden die Sedimente mit einer über eine Schwimmleitung gespeisten Pumpvorrichtung abgesaugt, wobei ungefähr 30.000 m³ Sediment entfernt werden konnten. Die Abteilung Engineering & Consulting von Alperia analysierte die durchgeführte Ausbaggerung durch Absaugen in Bezug auf Umweltverträglichkeit, Leistung und Kosten, um zu bewerten, ob diese Methode zu einem umweltverträglicheren Sedimentmanagement beitragen kann. Die Maßnahme wurde auch in den Stauseen in Graun und Kollmann mit positivem Ergebnis durchgeführt. Darüber hinaus werden an der Universität München numerische Simulationen der Strömungssituation im Vorkommen im Rahmen einer Diplomarbeit durchgeführt. Nach Abschluss der Maßnahmen legte Alperia Greenpower einen Abschlussbericht mit einer Bewertung der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit dieser Methode vor.

Es wird schließlich darauf hingewiesen, dass alle von Alperia Greenpower durchgeführten Sedimentmanagementmaßnahmen Gegenstand von EMAS-Bewertungen sind, eine Zertifizierung nach ISO 14001 aufweisen und jedes Jahr mit zunehmend effizienteren Rechenreinigungssystemen verbessert werden.
Alperia Greenpower ist auch nach ISO 9001 und ISO 45001 zertifiziert. Was die Anpassung an die neue Norm ISO 14001:2015 betrifft, führte das Unternehmen einen neuen Ansatz zur Beurteilung des Umweltrisikos ein, um der gleichen Logik wie beim betrieblichen ERM (Enterprise Risk Management) zu folgen und den internen und externen Kontext zu berücksichtigen.

Umweltpläne

Investitionen für die Anrainergemeinden

Im Einverständnis mit den zuständigen Behörden definierte Alperia einen Plan mit Maßnahmen zur Verbesserung und Erhaltung der Landschaft in Höhe von 400 Mio. Euro mit dreißigjähriger Laufzeit. Diese Umweltpläne stellen ein grundlegendes Element der 2011 gewährten Konzessionen für die großen Wasserkraftwerke dar. Umweltfonds werden auch für Anlagen gewährt, deren Konzession abgelaufen ist und deren Erneuerung ansteht.
Die Art der Maßnahmen, für welche die Ausgleichfonds in Anspruch genommen werden können, sind im Beschluss Nr. 199/2017 der Landesregierung definiert. Dabei handelt es sich um:

  • Maßnahmen zugunsten des Ökosystems Wasser;
  • Maßnahmen zur Verbesserung der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit der Energieversorgung;
  • Maßnahmen zugunsten der Natur, der Landschaft und des Ökosystems;
  • Präventions- und Schutzmaßnahmen im Hinblick auf Naturkatastrophen sowie die Sicherung der ländlichen Infrastruktur;
  • Präventions- und Anpassungsmaßnahmen zum Klimawandel;
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz;
  • Maßnahmen zum technischen Umweltschutz.
Bislang kamen 43 Anrainergemeinden in den Genuss der Umweltschutzfinanzierung, durch die einige Projekte abgeschlossen werden konnten, u. a.:
  • Verbesserung des Abwasserreinigungssystems;
  • Wiederherstellung oder Verbesserung von natürlichen Umgebungen;
  • Energieeinsparung;
  • Reduzierung der Umweltverschmutzung;
  • Erhaltung der alpinen Landschaft.
Jährlich stellt die Alperia Gruppe über 18 Mio. Euro für die Umsetzung von Umweltmaßnahmen zur Verfügung. Die Maßnahmen werden von den Anrainergemeinden, der Autonomen Provinz Bozen und dem Konzessionär durchgeführt.
Abgesehen von den bereits an den großen Wasserkraftwerken in St. Walburg-Kuppelwies, St. Pankraz, Lana, Sarntal, Kardaun, Waidbruck, Brixen, Lappach, Mühlen in Taufers, Bruneck, Marling, Töll, Pfitsch, Glurns, Kastelbell, Laas, St. Florian und Barbian durchgeführten Maßnahmen installierte Alperia Greenpower 2020 zwei neue Rechenreiniger in Töll an der Etsch, baggerte die Sedimente in Welsberg und Pfitsch aus und führte die direkte und indirekte Förderung der Aufstockung des Fischbestands weiter. Dazu kommen die Vorkehrungen zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit von Wasserkraftanlagen, beispielsweise die Errichtung von Fischübergängen oder die Überwachung von Wasserläufen, um die Restwassermenge zu garantieren und zu optimieren.

Strategisches Ziel: Wir sind bestrebt, die Auswirkungen unserer Wasserkraftwerke auf die Natur und die Umwelt zu minimieren und die biologische Vielfalt der Gewässer aktiv zu schützen.

Operative Ziele2020 durchgeführte MaßnahmenGeplante Maßnahmen(Neue) FristenKPIZielwertWert Jahr 2020Status
Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen in Bezug auf die Restwassermenge* 2020 durchgeführt:Übergabe des Antrags auf Komplettierung der Überwachung zur Definition der RWM für 3 Kraftwerke: Waidbruck, St. Walburg, Brixen.* Überwachung und Instandhaltung der Wasserfassungen der von AGP betriebenen KraftwerkejährlichEinhaltung der Bestimmungen bezüglich der Restwassermenge100 %100 % 
Bau von Fischtreppen und Durchführung von Ausgleichsmaßnahmen* 2020 durchgeführt:Fischtreppe an der Wasserfassung in Laas: Abschluss der Ausführungsplanung und Einleitung der Ausschreibung Überwachung der Funktionsweise der Fischtreppe an der Wasserfassung Rabenstein (Werk Sarntal) -- 
Anwendung neuer Technologien zur Verringerung der Umweltbelastung während des Sedimentmanagements* 2020 durchgeführt:Versuchsprojekt betreffend die Ausbaggerung des Stausees in Franzensfeste und die Einleitung in die Ableitungen; Dauer etwa 2 Monate mit Entfernung von 30.000 m³ Sediment. Abschlussbericht und Bewertungen zur Wirksamkeit und Nachhaltigkeit dieser Methode -- 
Renaturierung und Wiederherstellung der ursprünglichen Landschaft bei aufgegebenen Anlagen* 2020 durchgeführt:
  • Abbruch der Hilfswasserfassung Rio Bremè (Kraftwerk Waidbruck)
  • Abbruch der Hilfswasserfassung Valserbach (Kraftwerk Brixen)
  • Abbruch der Wasserfassung St. Johann (Kraftwerk Laas)
* verschoben auf 2021
  • Entfernung der Wasserfassung Foltin (Kraftwerk Laas)
  • Entfernung der Wasserfassung Rio Fonderia (Kraftwerk St. Walburg)
2021-- 
Reduzierung der Kontaminationsgefahr durch wiedergewonnenes Wasser aus einer Kühlung mit offenem Kreislauf -- 

Strategisches Ziel: Wir sind bestrebt, die effiziente und verantwortungsvolle Nutzung von Wasser zu fördern.

Operative Ziele2020 durchgeführte MaßnahmenGeplante Maßnahmen(Neue) FristenKPIZielwertWert Jahr 2020Status
Kontinuierlicher Dialog mit den betroffenen Zweigen (z. B. Landwirtschaft, künstliche Beschneiung, Fischerei) im Hinblick auf die mehrfache Nutzung der „Ressource Wasser“* Dialog mit den betroffenen Zweigen (z. B. Landwirtschaft, künstliche Beschneiung, Fischerei) im Hinblick auf die mehrfache Nutzung der „Ressource Wasser“* Dialog mit den betroffenen Zweigen (z. B. Landwirtschaft, künstliche Beschneiung, Fischerei) im Hinblick auf die mehrfache Nutzung der „Ressource Wasser“2023--Nachhaltigkeitspolitik
Einführung neuer Projekte und Dienstleistungen zur Förderung einer verantwortungsvollen Nutzung der Ressource Wasser* Covid-19-bedingt wurde das Produkt Tensiometer T360 2020 nicht vermarktet* Vermarktung des Produkts Tensiometer T360 im Jahr 20212021Anzahl der verkauften Sensoren-0 
Einführung neuer Projekte und Dienstleistungen zur Förderung einer verantwortungsvollen Nutzung der Ressource Wasser* Inbetriebnahme des Bereichs Smart Water zur digitalen Messung des Wasserverbrauchs Alle Sensoren wurden installiert und mit dem LoraWAN-Netzwerk verbunden. Inbetriebnahme der SPS, welche die Bewässerung der Beete mit Regenwasser steuert - 

23 Art. 114 Gv.D. 152/06 – Teil III
24 Gesetz Nr. 8 von 2002 und anschließende Durchführungsverordnung des Landeshauptmanns Nr. 6 vom 21. Jänner 2008