Wasser

{ GRI ALP6, ALP7, 303-2 }

Energie aus Wasserkraft ist eine der wichtigsten erneuerbaren Energiequellen: Alperia produziert diese mit 34 Wasserkraftwerken, 14 großen Stauanlagen und 17 kleineren Anlagen, die sich alle in Südtirol befinden. Mit einer durchschnittlichen Produktion von circa 4.000 GWh sauberer Energie pro Jahr garantieren wir eine nachhaltige Energieversorgung. Mit Wasserkraft wird die Stromproduktion durch Heizkraftwerke vermieden, und die CO2-Emissionen werden erheblich reduziert.

Wenngleich es sich bei Wasserkraft um eine saubere Energiequelle handelt, kann auch sie die Umwelt belasten. Denn ein Wasserkraftwerk kann den natürlichen Modellierungsprozess eines Wasserlaufs beeinträchtigen. Insbesondere: 

  • halten die Stauanlagen und Speicher einen Teil der vom Wasser transportierten Feststoffe zurück, die angemessen gehandhabt und möglichst wieder in das talseitig der Stauanlage gelegene Flussbett eingeleitet werden müssen;
  • regeln wir mittels der Stauanlagen, die uns ermöglichen, die Energieproduktion bei erhöhtem Bedarf zu garantieren, auch die Wassermenge, die während eines Hochwassers talwärts fließt. Dadurch werden die Höchstmenge und die zerstörerische Kraft des Wassers reduziert und wir garantieren bis zu einem gewissen Grad die Verfügbarkeit von Wasser für andere Verwendungen in Dürrezeiten;
  • mindern wir mit dem Bau von Fischtreppen an den Wasserfassungen sowie mit Maßnahmen zur Konsolidierung des Fischbestands die Belastung durch die Ableitungen unserer Werke;
  • werden mittels Ausgleichsfonds in Zusammenarbeit mit der Autonomen Provinz Bozen, den Anrainergemeinden und den Fischereiverbänden zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserläufe, Maßnahmen zur Konsolidierung des Fischbestands, Fischtreppen an den Wasserfassungen sowie Maßnahmen zur Erhaltung und Verbesserung von Umwelt und Landschaft durchgeführt.

Risikomanagement

RisikoManagementmethode
Risiko in Bezug auf die nicht erfolgte Lenkung von Klimaveränderungen und des Anstiegs von Witterungsphänomenen (z. B. Überschwemmungen, Dürre) mit Auswirkungen auf den Wasserkreislauf und die Stauanlagen und in weiterer Folge auf die Produktivität der Anlagen.Wir investieren in die Sicherheit und Widerstandsfähigkeit unserer Anlagen, um auf die möglichen Auswirkungen durch den Klimawandel vorbereitet zu sein. Darüber hinaus fördern wir Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten (z. B. mit dem Projekt Alperia Startup Factory und durch die Zusammenarbeit mit Universitäten und innovativen Unternehmen aus der ganzen Welt), um die Sicherheit unserer Infrastrukturen zu erhöhen.
Risiko in Bezug auf die Nichteinhaltung von gesetzlichen Bestimmungen.Wir sind bestrebt, höchste Normenkonformität in Bezug auf Umweltbestimmungen zu garantieren. Dafür halten wir uns an die Bestimmungen und setzen uns mit den zuständigen Behörden in Verbindung, um alle notwendigen Genehmigungen zu erwirken. Wir erfüllen die gesetzlichen Bestimmungen über die Restwassermenge, sodass die lokale Flora und Fauna nicht geschädigt werden. Wir sind zudem nach ISO 45001, ISO 14001 und ISO 9001 zertifiziert und verfügen über die EMAS-Registrierung.
Risiko in Bezug auf eine mögliche Kontamination durch das Wasser aus den Kühlanlagen mit offenem Kreislauf.Wir sind bestrebt, die Umweltbelastung durch das aus unseren Anlagen wieder in die Flüsse geleitete Wasser zu reduzieren. Dafür ersetzen wir u. a. nach und nach die Anlagen mit offenem Kreislauf durch Anlagen mit geschlossenem Kreislauf.
Risiko in Bezug auf die nicht erfolgte Umsetzung von Ausgleichsmaßnahmen (z. B. Fischtreppen, Renaturierung/Wiederherstellung der ursprünglichen Landschaft bei aufgegebenen Anlagen) und den Verlust der biologischen Vielfalt.Wir schützen aktiv die Umwelt sowie die biologische Vielfalt der Gewässer. Dafür verwenden wir die vom Umweltfonds vorgesehenen Finanzierungen zur Durchführung mehrerer Maßnahmen, um die von den Wasserableitungen zur Stromerzeugung betroffenen Gewässer morphologisch zu verbessern. Zur Definition der am besten geeigneten Ausgleichsmaßnahmen organisieren wir zudem Round-Table-Diskussionen unter Einbeziehung verschiedener Stakeholder.

Wasser – Primärressource und nachhaltige Bewirtschaftung

Wasser ist ein grundlegendes Gut und steht an der Basis der meisten unserer Tätigkeiten. Deshalb haben wir eine Methode zur nachhaltigen Bewirtschaftung dieser Primärressource entwickelt. Abgesehen davon, dass wir an Diskussionsrunden mit den für den Schutz von Wasser und Fischbestand zuständigen Landesämtern teilnehmen und uns regelmäßig um die Säuberung der Flüsse kümmern, treiben wir auch neue Initiativen voran. So haben wir Ende 2019 mit dem Bonifizierungskonsortium Vinschgau eine Vereinbarung unterzeichnet, deren  Ziel es ist, die notwendige Wassermenge zu garantieren, um die Obstplantagen während der Frühlingsblüte vor nächtlichem Frost zu schützen. Zu diesem Zweck werden die effizientesten Formen und Modalitäten zur Versorgung identifiziert und die zur Verfügung zu stellende Wassermenge erhöht. Da es sich um die gesamte mit Obstbäumen bestandene Fläche im Vinschgau handelt, geht es um äußerst relevante Größenordnungen: Zu schützen ist eine Obstplantagenfläche von circa 1.600 ha, die auf 2.200 ha erweitert wird. Alperia hat sich bereit erklärt, in den Nächten, in denen eine konkrete Gefahr durch nächtlichen Frost besteht (im Durchschnitt 7–8 Nächte pro Jahr), eine Menge von circa 20.000 l/s bereitzustellen (was dem gesamten natürlichen Ablauf eines großen Wasserlaufs wie der Etsch im Landesgebiet im Monat April entspricht). Möglich ist diese Bereitstellung dank der in den Stauseen Reschen und Zufritt gespeicherten Mengen; sie erfolgt kostenlos. Das Wasser wird eine ganze Nacht lang abgelassen, wobei der Betrieb auf mögliche Gewinnspannen verzichtet. Ziel ist es, eine mehrfache Nutzung des Wassers zugunsten der lokalen Landwirtschaft zu garantieren. Eine ähnliche Vereinbarung wurde auch mit dem Konsortium Piazzadella in Bozen geschlossen.

Darüber hinaus hat Alperia im Rahmen des Projekts Smart Land mehr als 120 Feuchtigkeitssensoren auf den Feldern von 60 Südtiroler Obst- und Weinbauern installiert. Diese Sensoren sind in der Lage, die für den Bewässerungsprozess relevanten Daten aufzuzeichnen und zu überwachen, und melden den Landwirten die Messwerte in Echtzeit. Wir sind der Meinung, dass die Bewässerung der landwirtschaftlichen Flächen ein Schlüsselthema bei der nachhaltigen Bewirtschaftung der Ressourcen ist. Das Projekt wird gerade zusammen mit dem Versuchszentrum Laimburg und dem Südtiroler Beratungsring für Obst- und Weinbau entwickelt.

Mit Alperia Bartucci wurde schließlich ein Projekt zur Optimierung des von der Gesellschaft Novareti betriebenen Wasserversorgungsnetzes von Trient entwickelt. Alperia Bartucci hat einen erweiterten Algorithmus projektiert und realisiert, der auf prädiktiven Modellen basiert und die Optimierung des aus den Schächten in die Tanks gepumpten Wassers und die Minimierung des Netzdrucks ermöglicht, was eine effizientere Betreibung mit weniger Verlusten und weniger Ressourcenverschwendung garantiert. Die Implementierung des Projekts mit der Formel Energy Performance Contract (E.P.C) Saving Sharings ermöglicht es Novareti, die effektiv durch die Maßnahme erzielten Vorteile zu messen und zu teilen. All dies bedeutet nicht nur, Wasser nachhaltig zu verwenden, sondern auch wirtschaftliche Vorteile in Bezug auf die pro Jahr gesparten kWh an Strom zu generieren. So beläuft sich die durch das Projekt erzielte Stromeinsparung auf 240.000 kWh/Jahr (45 t RöE/Jahr, 74 t CO2/Jahr), die erzielte Wassereinsparung auf 680.000 m3/Jahr. Auf finanzieller Ebene beträgt die erzeugte Einsparung durch die Optimierung des Pumpvorgangs, die Reduzierung der Verluste und die Herabsetzung der Störungen circa 75.000 Euro/Jahr. Das Projekt startete im Frühling 2019 nach einigen strukturellen Maßnahmen an den Bauwerken, die von Novareti im Vorjahr durchgeführt worden waren, und wird von Alperia Bartucci während der gesamten Laufzeit des E.P.C.-Vertrags (5 Jahre) überwacht.

Sedimentmanagement 

Wasserläufe im Gebirge haben eine langsame, aber kontinuierliche Erosionswirkung auf den Boden und das Felsgestein. Beeinflusst wird diese Wirkung von der Fließgeschwindigkeit und der Menge des Wassers, den chemisch-physikalischen Eigenschaften der umspülten Felsgesteine und Böden sowie von der Qualität und Menge des transportierten Materials. Die Belastung durch das an die Flussufer angeschwemmte oder auf dem Flussbett abgelagerte Material kann die erosive Kraft des Stroms bedeutend verstärken. Ein Wasserkraftwerk kann mit diesen natürlichen Modellierungsprozessen eines Wasserlaufs interferieren, da Stauanlagen und Stauseen einen Teil der transportierten Feststoffe zurückhalten. Die suspendierten Feststoffe (Kies, Sand und Schlick), die sich in den Stauanlagen ablagern, können die Funktionsweise der Wasserbauten und der tief liegenden Ablassorgane beeinträchtigen. Einige Stauseen unterliegen einer fortschreitenden Verschlammung, die zu einer Verringerung des Fassungsvermögens führt. Diese Verschlammung kann mithilfe von Managementmethoden und maschinellen Maßnahmen reduziert werden, indem der Übergang der Sedimente vor allem bei Hochwasser gefördert wird. Insbesondere besteht die Möglichkeit, Sedimentmaterial maschinell zu entfernen und/oder durch die Öffnung der tief liegenden Ablassorgane der Stauanlagen auszuschwemmen. In kleinen Stauanlagen wie beispielsweise in den Speicherbecken mit relativ geringen Sedimentmengen erfolgt vorwiegend die maschinelle Entfernung. In den großen Stauanlagen ist hingegen die kontrollierte Ausschwemmung die beste Methode zur Entfernung der Sedimente. Die regelmäßige Entschlammung der Staubecken ist aus mehreren Gründen notwendig: Sie ermöglicht die Ausschwemmung des abgelagerten Materials talwärts, die Ausführung von Arbeiten an den Absperrwerken, die dauerhafte Aufrechterhaltung des Nutzspeichervermögens des Staubeckens und die Regenerierung des Wasserlaufs. Die Verschlammung künstlicher Stauanlagen ist Gegenstand spezifischer Wasserschutzvorschriften und -richtlinien. Das von den Rechtsvorschriften gesteckte allgemeine Ziel ist die Gewährleistung der hydraulischen Sicherheit von Stauanlagen, die Aufrechterhaltung der Stauanlagenkapazität und die Wahrung sowohl der Qualität des gestauten Wassers als auch des aufnehmenden Körpers. Der Managementplan zielt auf die Bewahrung und schrittweise Wiederherstellung der nutzbaren Kapazität von Stauanlagen sowie auf die Gewährleistung der Funktionstüchtigkeit der Wasserabläufe und -fassungen ab. 

Auf der Grundlage des genehmigten Managementprojekts und der weiteren Vorgaben der Autonomen Provinz Bozen entfernte Alperia 2019 die Sedimente aus dem Stausee in Mühlbach an der Rienz durch Ausschwemmung. Nach den Angaben des Fischereiverbands sollen diese Tätigkeiten das Ökosystem des Flusses beeinträchtigt und dem Fischbestand Schaden zugefügt haben.

Alperia Greenpower hat die Ausschwemmung gemäß den genehmigten Modalitäten durchgeführt, die von den zuständigen Landesämtern überwacht und validiert wurden. Mit diesen wurden bereits 2013 Managementprojekte unterzeichnet, welche die Belastung des Fischbestands durch die Entschlammung/Ausschwemmung begrenzen. Auch was die Entschlammung 2019 betrifft, gingen bei Alperia Greenpower keine Beschwerden seitens der für die Kontrolle zuständigen Behörden ein. Dies vorausgeschickt, steht zweifelsfrei fest, dass die Ausschwemmung der Sedimente eine vorübergehende Belastung des Wasserlaufs darstellt und den Verlust eines Großteils der Jungfische, die im Jahr der Ausschwemmung geboren wurden, nach sich zieht. In diesem Kontext ist für das Jahr 2020 ein Versuch am Franzensfester Stausee mit der Ausbaggerung der Sedimente aus dem Stausee und der kontrollierten Einleitung in die Ableitungen des Brixner Kraftwerks vorgesehen. Anhand dieses Versuchs soll geklärt werden, ob die Ausbaggerung geeignet ist, um die Ausschwemmung der Sedimente völlig oder teilweise zu ersetzen. 

2019 entfernte Alperia durch Ausbaggerung auch die Sedimente aus dem Olanger Stausee.

Es wird schließlich darauf hingewiesen, dass alle von Alperia Greenpower durchgeführten Sedimentmanagementmaßnahmen Gegenstand von EMAS-Bewertungen sind, eine Zertifizierung nach ISO 14001 aufweisen und jedes Jahr mit zunehmend effizienteren Rechenreinigungssystemen verbessert werden. Hierfür wurden 2019 zwei neue Rechenreiniger in Villnöß am Eisack und in Töll an der Etsch installiert. 

Restwassermenge 

Unter Restwassermenge (RWM) ist die Wassermenge zu verstehen, die talseits einer Wasserfassung vorhanden sein muss, um die Funktionsweise und Qualität der betroffenen Ökosysteme zu garantieren. Diese Restwassermenge ermöglicht kurz- und langfristig den Schutz der natürlichen Biozönose des Wasserlaufs. Bei einem Hochwasser und bei großen Wassermengen lassen die Anlagen je nach Beschaffenheit und Größe Wassermengen bis zu den in den Konzessionsbeschlüssen festgelegten Höchstmengen ab. Bei Niedrigwasserstand kann es in einigen Abschnitten der Wasserläufe zu einer erheblichen Reduzierung der Wassermenge kommen. In der Autonomen Provinz Bozen wird die Freisetzung von Restwassermengen aus Wasserkraftwerk-Abzweigern durch den neuen Gesamtplan für die Nutzung der öffentlichen Gewässer (WNP) geregelt. Im Jahr 2019 betrug die Restwassermenge 38.926 l/s. Im Lauf des Jahres wurde zudem das mit dem Land vereinbarte Programm zur Restwassermengenüberwachung für große Abzweiger weitergeführt (für 4 davon – Mühlen in Taufers, Lappach, Sarntal und St. Pankraz – war das Programm 2018 abgeschlossen worden). Ein externer Berater beschäftigte sich mit den limnologischen Messungen sowie der Analyse der Ergebnisse und bot Unterstützung bei der Erstellung der Abschlussberichte. Abschließend wurden die Ergebnisse der Überwachungen dem Land präsentiert.

Restwassermengenausgabe (l/s)

Restwassermengenausgabe (l/s)

In diesem Kontext sei darauf hingewiesen, dass die bei der Traverse des Kraftwerks in Töll entnommene Restwassermenge energietechnisch verwertet wird: 2021–2022 ist der Bau eines Wasserkraftwerks vorgesehen, um die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen auszubauen. 

Fischtreppen 

Ein weiteres Umweltproblem betrifft die für Fische unüberwindbaren Hindernisse, welche die Unterbrechung der Wanderungen zu den Fortpflanzungs- und Nahrungsgründen dieser Tiere nach sich ziehen können. Auch die Wasserfassungen der Wasserkraftwerke können ein Hindernis für die Fischwanderung darstellen. Um die Lebensumstände für Wasserlebewesen zu verbessern, ist für einige Anlagen die Einführung künstlicher Übergänge (Fischtreppen) an den Wasserfassungen vorgesehen. 2019 wurde eine Überwachung der Funktionalität des Fischübergangs auf der neuen im Sarntal in Rabenstein gebauten Fischtreppe durchgeführt. Die Fischtreppe wurde in Absprache mit dem Amt für Jagd und Fischerei und dem Wasserschutzamt des Landes realisiert und trennt das durch die Stauanlage entstandene Gefälle gleichförmig in 16 kleine Becken, was den Fischen und sonstigen Wasserlebewesen erlaubt, den Höhenunterschied problemlos zu überwinden. 

Umweltpläne 

Im Einverständnis mit den zuständigen Behörden hat Alperia einen Plan mit Maßnahmen zur Verbesserung und Erhaltung der Landschaft zu insgesamt mehreren Hundert Millionen Euro mit 30-jähriger Laufzeit festgelegt (allein 2019 wurden circa 18 Mio. Euro ausgegeben). Diese Umweltpläne stellen ein grundlegendes Element der 2011 gewährten Konzessionen für die großen Wasserkraftwerke dar. Die Art der Maßnahmen, für welche die Ausgleichfonds in Anspruch genommen werden können, sind im Beschluss Nr. 199/2017 der Landesregierung definiert. Dabei handelt es sich um:

  • Maßnahmen zugunsten des Ökosystems Wasser;
  • Maßnahmen zur Verbesserung der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit der Energieversorgung;
  • Maßnahmen zugunsten der Natur, der Landschaft und des Ökosystems;
  • Präventions- und Schutzmaßnahmen im Hinblick auf Naturkatastrophen sowie die Sicherung der ländlichen Infrastruktur;
  • Präventions- und Anpassungsmaßnahmen zum Klimawandel;
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz;
  • Maßnahmen zum technischen Umweltschutz. 

Ein Teil dieser Investitionen ist direkt für die einzelnen Gemeinden bestimmt. Bislang kamen 43 Anrainergemeinden in den Genuss der Umweltschutzfinanzierung, durch die einige Projekte abgeschlossen werden konnten, u. a.: Verbesserung der Abwasserklärung, Wiederherstellung oder Verbesserung der natürlichen Habitate, Energieeinsparungsmaßnahmen, Reduzierung der Umweltverschmutzung sowie Erhaltungsmaßnahmen der Alpenlandschaft. Ein weiterer Teil der Gelder geht ans Land Bozen, das diese vor allem zur Verbesserung der aquatischen Habitate einsetzt, wie beispielsweise für die Renaturierung der Talfer und die Sanierung des Eisacks in Bozen. Dazu kommen die Vorkehrungen des Konzessionsnehmers zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit von Wasserkraftanlagen, beispielsweise die Errichtung von Fischübergängen oder die Überwachung von Wasserläufen, um die Restwassermenge zu garantieren und zu optimieren. 

Abgesehen von den bereits an den großen Wasserkraftanlagen von St. Walburg-Kuppelwies, St. Pankraz, Lana, Sarntal, Kardaun, Waidbruck, Brixen, Lappach, Mühlen in Taufers, Bruneck, Marling, Töll, Pfitsch, Glurns, Kastelbell, Laas und St. Florian durchgeführten Maßnahmen wurden 2019 auch Maßnahmen für das Kraftwerk in Barbian finanziert. Zudem installierte Alperia Greenpower im Rahmen der in den Umweltplänen vorgesehenen Maßnahmen einen neuen Rechenreiniger in Villnöß am Eisack. Zwei weitere werden gerade in Töll an der Etsch installiert. In Welsberg und Pfitsch wurden die Sedimente ausgebaggert, und die Aufstockung des Fischbestands wurde weiterhin direkt und indirekt gefördert.

Strategisches Ziel: Wir sind bestrebt, die Auswirkungen unserer Wasserkraftwerke auf die Natur und die Umwelt zu minimieren und die biologische Vielfalt der Gewässer aktiv zu schützen.

Operative Ziele2019 durchgeführte
Maßnahmen
2019 geplante
Maßnahmen
(Neue)
Fristen
KPIZielwertWert 2019

Renaturierung und Wiederherstellung der ursprünglichen Landschaft bei aufgegebenen Anlagen
  • Abbruch der Wasserfassung Foltin (Wasserkraftwerk Laas) – teilweise Durchführung; Abschluss 2020
  • Abbruch der aufgegebenen Wasserfassungen anderer Kraftwerke und entsprechende Maßnahmen zur Umweltsanierung, die von der Wildbachverbauung durchgeführt und von Alperia Greenpower im Rahmen der Umweltpläne finanziert werden – Abschluss der Arbeiten 2020 
  • Abbruch der Wasserfassung Foltin (Wasserkraftwerk Laas) – teilweise Durchführung; Abschluss 2020
  • Abbruch der aufgegebenen Wasserfassungen anderer Kraftwerke und entsprechende Maßnahmen zur Umweltsanierung, die von der Wildbachverbauung durchgeführt und von Alperia Greenpower im Rahmen der Umweltpläne finanziert werden – Abschluss der Arbeiten 2020
2020
(laufend)
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Reduzierung der Kontaminationsgefahr durch wiedergewonnenes Wasser aus einer Kühlung mit offenem Kreislauf 
  • Umstellung der Kühlanlagen von einem offenen auf einen geschlossenen Kreislauf mit der Inbetriebnahme des neuen Wasserkraftwerks in St. Walburg und dem Start der Arbeiten in Kardaun
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(erreicht)
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Strategisches Ziel: Wir sind bestrebt, die effiziente und verantwortungsvolle Nutzung von Wasser zu fördern.

Operative Ziele2019 durchgeführte
Maßnahmen
2019 geplante
Maßnahmen
(Neue)
Fristen
KPIZielwertWert 2019
Kontinuierlicher Dialog mit den betroffenen Zweigen (z. B. Landwirtschaft, künstliche Beschneiung, Fischerei) im Hinblick auf die mehrfache Nutzung der Ressource Wasser-Dialog mit den betroffenen Zweigen (z. B. Landwirtschaft, künstliche Beschneiung, Fischerei) im Hinblick auf die mehrfache Nutzung der Ressource Wasser2023
(neu)
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Einführung neuer Projekte und Dienstleistungen zur Förderung einer verantwortungsvollen Nutzung der Ressource WasserImplementierung des Pilotprojekts Smart Land für das Bewässerungsmanagement mit einer Wassereinsparung von 50 % und einer CO2-Einsparung dank der geringeren Nutzung von Wasserpumpen mit DieselgeneratorVermarktung des Pilotprojekts2020
(neu)
   
Einführung neuer Projekte und Dienstleistungen zur Förderung einer verantwortungsvollen Nutzung der Ressource Wasser Smart Watering: Testung von Systemen zur digitalen Messung des Wasserverbrauchs, um den Gemeinden die Kontrolle über eventuelle Leckagen im Netz zu bieten2020
(neu)