Marketing und transparente Kommunikation

{ GRI 102-43, 417-1, 417-2, 417-3, ALP8 }

Mit dem Ziel, einen offenen und transparenten Dialog mit den Stakeholdern zu schaffen, wurden von Alperia 2019 zahlreiche Marketing- und Kommunikationsinitiativen entwickelt.

Risikomanagement

RisikoManagementmethode
Risiko in Bezug auf eine fehlende/nicht angemessene Transparenz der Informationen und eine nicht stakeholderorientierte Kommunikation (z. B. Mitteilung der Umwelt- und Sozialleistungen der Gruppe, Erweiterung der Webinhalte, Diskussionsrunden, Stakeholderumfragen) mit möglichen Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit und die Kundenbindung sowie auf die Konformität mit Bestimmungen und Verhaltensregeln.Wir engagieren uns dafür, eine transparente, aktuelle und stakeholderorientierte Marketing- und interne Kommunikation umzusetzen. Wir liefern kohärente Informationen über diverse Medien (z. B. Energy Points, Callcenter) und haben 2019 mit der Einführung des CRM (Customer Relationship Management) mit Schwerpunkt auf dem Lead Management begonnen.
Risiko in Bezug auf die nicht erfolgte/mangelhafte Festlegung von an die Kunden gerichteten Motivationsmaßnahmen, die dazu dienen, die Zahl der Kunden, die elektronische Rechnungen erhalten, zu erhöhen.Wir möchten, dass immer mehr Kunden die Rechnung in digitalem Format erhalten. Dies fördern wir mit Consumer-Behaviour-Aktionen, die zum Kauf von umweltfreundlichen Produkten motivieren sollen.
Risiko in Bezug auf Werbematerialbeschaffungen, die nicht mit Nachhaltigkeit verbunden sind.Wir sind bestrebt, sozial und wirtschaftlich nachhaltige Marketing- und Kommunikationsinitiativen durchzuführen. Dafür sind all unsere Veranstaltungen als „Green Events" zertifiziert.

Zu den wichtigsten gehören:

Mit dem Ziel, einen offenen und transparenten Dialog mit den Stakeholdern zu schaffen, wurden von Alperia 2019 zahlreiche Marketing- und Kommunikationsinitiativen entwickelt. Zu den wichtigsten gehören: 

Print- und Onlinemedien

Diese umfassen Inserate, PR-Artikel, die Website für Kunden (www.alperia) sowie die institutionelle Website (www.alperiagroup.eu), soziale Medien, das Online-Portal und die Kunden-App. Insgesamt erschienen im Lauf des Jahres 1.936 Artikel über Alperia in den Print- und Onlinemedien, davon 1.343 in der lokalen Presse, 572 Artikel in der nationalen Presse und 21 in der internationalen Presse. Diese Artikel informierten über Ereignisse bei Alperia (z. B. Fusionen und neue Übernahmen) und hatten nur in 2 Fällen einen polemischen Ton, um die Öffentlichkeit auf komplexe Situationen aufmerksam zu machen. Dazu gehörten diejenigen in Bezug auf Gruppo Green Power (Striscia la Notizia) und PVB Power Bulgaria. Alperia klärte diese Fälle, indem es innerhalb der kürzestmöglichen Zeit mit Pressemitteilungen und Interviews Stellung bezog. Alle Emissionen der Website www.alperia.eu und der Websites der Gruppe wurden im Rahmen der Klimainitiative „CO2-neutrale Websites“, an der sich Alperia beteiligt, kompensiert: Die Kohlenstoffdioxidemissionen der Website und ihrer Nutzer werden durch die Realisierung neuer Projekte, die auf erneuerbarer Energie basieren, durch Projekte zur CO2-Reduzierung und durch den Kauf von Zertifikaten zur CO2-Kompensation neutralisiert.

Energy Points

Weitergeführt wurden die Tätigkeiten der Energy Points, die mit qualifizierten Beratern und Callcenter-Mitarbeitern besetzt sowie mit Broschüren, Flyern und TV-Kanälen in den Warteräumen ausgestattet sind.

Veranstaltungen und Sponsoring

Alperia veranstaltete zahlreiche Tage der offenen Tür, Green Events sowie Sponsoring-Events in den Bereichen Sport, Kultur, Umwelt und Sicherheit. Dazu gehörten die Tage der offenen Tür in den Kraftwerken Bozen und Kardaun, die Hunderte von Besuchern aller Altersklassen anlockten.

Umfragen

Auch 2019 führte Alperia eine Umfrage zur Wahrnehmung der Marke durch. Dabei erwies sich, dass 93,4 % der Südtiroler Bevölkerung die Marke Alperia kennen. 2018 wurde eine Kundenzufriedenheitsumfrage durchgeführt, bei der eine Zufriedenheit von 87,2 % festgestellt werden konnte. Diese Umfrage wird alle 2 Jahre durchgeführt und 2020 wiederholt.

Infoabende

Alperia veranstaltete einen ersten Abend zur Präsentation der neuen Smart-Meter-Zähler und erstellte einen Kommunikationsplan für alle Gemeinden, die vom Austausch betroffen sind.

Infomaterial

Das gesamte, von Alperia für den internen Gebrauch und die Übermittlung von Mitteilungen an die Kunden verwendete Material ist zu 100 % auf FSC-zertifiziertem Papier (Forest Stewardship Council) gedruckt, die CO2-Emissionen werden kompensiert. Jedes Jahr wird das Werbematerial geprüft, um die nachhaltigsten Alternativen zu finden. 2019 reduzierten wir die Zahl der gedruckten Broschüren von 35.000 auf 17.250 Stück. Im Lauf des Jahres wurde auch ein neues, vollkommen digitales Beratungssystem zertifiziert, wodurch der Papierverbrauch weiter reduziert wird.

Werbegeschenke

Alperia-Kunden bekommen kleine Werbegeschenke im Einklang mit den Markenwerten. Neue Kunden erhalten zudem einen Geschenkkorb mit nachhaltigen lokalen Produkten, der in Zusammenarbeit mit PUR Südtirol zusammengestellt wird.

Elektronische Rechnungen

Alle neuen, außerhalb von Südtirol unterzeichneten Verträge beinhalten die Ausstellung einer 100 % CO2-neutralen elektronischen Rechnung. Südtiroler Alperia-Kunden können dagegen wählen, wie sie ihre Rechnung erhalten möchten. Alperia fördert den Wechsel zur elektronischen Rechnung durch die Bereitstellung von Tickets für Veranstaltungen (z. B. Tickets für Eishockeyspiele), die zur Umstellung motivieren sollen. 2019 erhielten 27 % aller Alperia-Kunden die Rechnung elektronisch. Das sind 3 % mehr als im Vorjahr (was 100.000 gedruckten DIN-A4-Seiten weniger pro Jahr entspricht). Unter diesen Anteil fallen auch die Strom- und Gasverträge auf dem freien und dem Grundversorgungsmarkt. Nicht berücksichtigt wurden dagegen die von den Resellern abgeschlossenen Verträge, bei denen Alperia die Rechnungslegung nicht verwaltet.

Beschwerdenüberwachung

Kundenbeschwerden werden von Alperia Smart Services bearbeitet. 2019 wurde zum ersten Mal ein inhaltlicher Beantwortungsablauf erstellt, indem Questions & Answers für die komplexeren Fragen bereitgestellt wurden. Privatkunden wurde zudem eine Funktion für den monatlichen Kostenvoranschlag zur Verfügung gestellt, die das Management der Anschlüsse noch transparenter gestaltet. All unsere Vertriebsangebote, wie sie auf der Website www.alperia.eu präsentiert werden, wurden einer unabhängigen Prüfung unterzogen und erwiesen sich als mit dem Verbraucherschutzkodex übereinstimmend.

Online-Bewertungen

Alperia ist das einzige Versorgungsunternehmen, das auf Facebook frei und offen bewertet werden kann. Der Betrieb hat sich als Facebook-Partner validiert und ist gegenwärtig mit 4 von 5 Sternen bewertet.

Intranet

Alperia nutzt das Intranet, um mit seinen Mitarbeitern zu kommunizieren und den betrieblichen Zusammenhalt zu stärken.

Energiemarkt 

Gemäß den von Terna, dem Betreiber des italienischen Hochspannungsübertragungsnetzes, erhobenen Daten belief sich der kumulierte Wert des Strombedarfs 2019 auf 319,6 TWh, das sind 0,64 % weniger als 2018.[1] Der Erdgasverbrauch betrug 73,8 Mrd. m3, d. h. 1,6 Mrd. mehr als 2018; er liegt jedoch weit unter den 86,1 Mrd. m3 von 2005, dem höchsten Wert, der jemals verzeichnet wurde. 

Sowohl bei Gas als auch bei Strom war 2019 ein Rückgang der Preise festzustellen. Was die Entwicklung des Strombörsenpreises betrifft, verringerte sich dieser 2019 beträchtlich: Er ging von durchschnittlich circa 61 Euro/MWh im Jahr 2018 auf circa 52 Euro/MWh im Jahr 2019 zurück (-14,7 %). 

Insbesondere galt nach der Regulierungsbehörde für Energie, Netze und Umwelt (RBENU) Folgendes: 

  • Im 1. Quartal 2019 war ein leichter Rückgang der Stromkosten für Standardhaushalte zu verbuchen, mit einer Verringerung der Gesamtausgaben um 0,08 % im Vergleich zum vorherigen Quartal. Im gleichen Zeitraum stiegen die Erdgaskosten für Standardhaushalte, mit einer Erhöhung der Gesamtausgaben um 2,3 % im Vergleich zum vorherigen Quartal.
  • Im 2. Quartal 2019 war ein erheblicher Rückgang der Stromkosten zu verzeichnen, mit einer Reduzierung der Gesamtausgaben um 8,5 % im Vergleich zum vorherigen Quartal. Dies galt auch für die Erdgaskosten, wobei die Gesamtausgaben im Vergleich zum vorherigen Quartal um 9,9 % zurückgingen.
  • Im 3. Quartal 2019 stiegen die Stromkosten leicht an, und die Gesamtausgaben erhöhten sich im Vergleich zum vorherigen Quartal um 1,9 %. Die Erdgaskosten sanken weiter, und die Gesamtausgaben gingen im Vergleich zum vorherigen Quartal um 6,9 % zurück.
  • Im 4. Quartal 2019 stiegen die Stromkosten, und die Gesamtausgaben erhöhten sich im Vergleich zum vorherigen Quartal um 2,6 %. Dies galt auch für die Erdgaskosten, mit einer Erhöhung der Gesamtausgaben um 3,9 % im Vergleich zum vorherigen Quartal.

Was die Erdgaspreise betrifft, erfolgte bei der Jahresnotierung am VHP eine Trendumkehr gegenüber den beiden Vorjahren: Der Preis sank mit einem Rückgang von über 8 Euro/MWh gegenüber 2018 auf 16,28 Euro/MWh und damit knapp über den jemals verzeichneten Mindestwert im Jahr 2016 (15,85 Euro/MWh). 

Der Rückgang der Preise für Strom und Gas, der sich auch 2020 fortsetzt, ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, u. a. das gebremste Weltwirtschaftswachstum (auch infolge der Zölle zwischen den USA und China), die Vereinbarung zwischen Russland und der Ukraine, durch die eine Stabilisierung der Gaspreise erreicht wurde, und die geringere Unsicherheit in Bezug auf den französischen Atomstrom. Das Rohstoffangebot übersteigt somit weiterhin deutlich die Nachfrage, was zu einem Rückgang der Preise führt. Grund für den geringeren Bedarf an Gas, das Italien hauptsächlich aus den USA, Russland, dem Mittleren Osten und Nordeuropa bezieht, waren u. a. die milden Temperaturen in der zweiten Jahreshälfte. 

Ein deutlicher Anstieg war dagegen bei den erneuerbaren Quellen, insbesondere bei der Wasserkraft, zu verzeichnen, was auch auf die starken Schneefälle im vergangenen Herbst zurückzuführen ist. 

Im Juni 2019 wurde zudem die Verordnung über den Kapazitätsmarkt verabschiedet, auf welche die Versteigerungen für 2022–2023 folgten. Dank der Änderung der Regelung des Kapazitätsmarkts mit der Bestätigung durch die Europäische Kommission besteht die Möglichkeit, neue Umweltanforderungen in Bezug auf die Emissionen zulasten der Anbieter in das System aufzunehmen; das Ziel ist es, die Umsetzung der neuen europäischen Rechtsvorschriften zur Dekarbonisierung vorwegzunehmen, die im Rahmen des „Clean Energy Package for all Europeans“ verabschiedet wurden. Dieses Paket gilt als grundlegendes Mittel, um die Strommärkte effizienter und offener für die Produktion aus erneuerbaren Quellen und auf europäischer Ebene zunehmend integrierter zu gestalten.  

Ebenfalls 2019 wurde der Einheitstext über das Dispatching des Strommarkts veröffentlicht: Das Dokument gibt den Weg vor, um eine radikale Änderung der Infrastruktur des italienischen Strommarkts herbeizuführen. Identifiziert werden die wichtigsten Maßnahmenlinien für die Entwicklung des Dispatching-Dienstes im neuen Marktkontext sowie die zu verfolgenden Schritte, um die Integration der italienischen Märkte mit denen der anderen europäischen Länder zu vervollständigen. 

Der RBENU zufolge beginnt das Jahr 2020 mit Senkungen der Strompreise und einer wesentlichen Stabilität der Gaspreise. Der starke Rückgang des Bedarfs aufgrund der allgemeinen Aufwendungen, die Reduzierung der regulierten Netztarife (Transport und Verteilung) sowie die niedrigen Rohstoffpreise auf den Großhandelsmärkten führen zu einer Verringerung von 5,4 % für Strom und einer leichten Anpassung für Gas (+0,8 %) für Standardhaushalte bei der Grundversorgung. Diese Zahlen bedeuten Ausgaben von 544,20 Euro für Strom pro Standardhaushalt (-2,9 % pro Jahr) und von 1.040 Euro für Gas (-9,5 %). Die Einsparung gegenüber 2019 beträgt somit insgesamt 125 Euro auf Jahresbasis (109 Euro bei Gas und 16 Euro bei Strom).

Zudem wird die Reform der Preise für Privathaushalte abgeschlossen, die von der Aufsichtsbehörde in Durchführung des gesetzesvertretenden Dekrets Nr. 102/14 definiert worden war und mit der die progressiv angewandten Preise für die Netzdienste (Übertragung und Verteilung) unter Einhaltung der Ziele in Bezug auf die Umweltnachhaltigkeit und die Angleichung der Struktur der Preise an die Servicekosten eliminiert wurden. Durch den Abschluss der Reform können die Benachteiligungen im Hinblick auf die Verbreitung von effizienteren Elektrotechniken wie Wärmepumpen, Induktionsherde und Elektrofahrzeuge beseitigt werden. In diesem Zusammenhang wurden die Vergünstigungen für die Umstellung der Leistung der Stromzähler zu reduzierten Kosten auch auf das Jahr 2020 verlängert. Die Daten wurden von der Regulierungsbehörde für Energie, Netze und Umwelt (RBENU) bereitgestellt. Alle 3 Monate aktualisiert die RBENU – eine unabhängige Institution mit der Aufgabe, die Strom- und Gasbranche zum Schutz der Verbraucherinteressen zu regulieren und zu kontrollieren – die für die Kunden geltenden Energiepreise. Die Angebote von Alperia für Privathaushalte orientieren sich an diesen Preisen. Die Kosten umfassen den Energiepreis und die Preisbestandteile für Handel und Verkauf. Damit der Strom auch beim Kunden ankommt, muss für die Nutzung der Verteilnetze eine Gebühr an den Netzbetreiber bezahlt werden. Darin enthalten sind die Kosten für Transport, Verteilung und Metering. Die Kosten der Systemaufwendungen sind gesetzlich festgelegt und werden zur Deckung der Kosten für Tätigkeiten von allgemeinem Interesse verwendet, etwa zur Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten, zum Rückbau der Atomkraftwerke und zur Förderung erneuerbarer Energiequellen. Die Steuern setzen sich aus der Verbrauchssteuer und der Mehrwertsteuer zusammen. Die Mehrwertsteuer für Privatkunden beträgt derzeit 10 %, für sonstige Kunden 22 %.

Szenario der letzten 10 Jahre

Im Zeitraum 2007–2018 stieg der Energieverbrauch weltweit um mehr als 2 Mrd. t RöE (Tonnen Rohöleinheiten) von 12 im Jahr 2007 auf 14,3 im Jahr 2018; die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate betrug 1,6 %. Der Schwerpunkt liegt weiterhin auf fossilen Quellen, deren Anteil beim Energiemix im berücksichtigten Zeitraum (2007–2018) nicht unter 80 % sank. Was sich ändert, sind jedoch die Kräfteverhältnisse: Kohle ist weiterhin die am stärksten von der Klimapolitik betroffene Quelle und verliert an Boden. Bis 2040 wird sie den Mindestanteil von 21 % am Energiemix erreichen. Erdöl liegt zwar weiterhin an erster Stelle, folgt jedoch einem rückläufigen Trend, was auch der zunehmenden Elektromobilität und der Effizienzsteigerung der Antriebstechniken zu verdanken ist. Erdgas ist die einzige fossile Quelle, die einen Wachstumstrend beibehält.

2040 wird sie einen Viertel des Verbrauchs betragen. Was die erneuerbaren Quellen betrifft, ist perspektivisch ein konstanter Anstieg festzustellen, der vor allem auf die Verbreitung der Fotovoltaik bei der Stromerzeugung zurückzuführen ist. Gemäß dem WEO (World Energy Outlook) 2019 werden erneuerbare Energiequellen (einschließlich fester Biomasse) 2040 21 % des weltweiten Energiebedarfs decken, was dem Anteil von Kohle entsprechen wird. Diese Zahlen sind jedoch nicht ausreichend, um die von einer nachhaltigen Entwicklung vorgesehenen Klimaziele zu erreichen (Quelle: Newsletter GME, Dezember 2019).

Sponsoring

2019 unterstützte Alperia Südtiroler Projekte und Organisationen in den Bereichen Sport (Jugend-, Breiten- und Leistungssport), Kultur (Musik, Theater, Tanz), Umweltschutz und Sicherheit. Jedes Sponsoring erfolgt in vollem Einklang mit den auf der Website des Unternehmens veröffentlichten Leitlinien (www.alperiagroup.eu): Wer ein Sponsoring beantragt, muss sich auf dem Online-Portal bewerben. Alle eingehenden Anträge werden zuerst darauf geprüft, ob die Unterlagen vollständig sind und die geforderten Bedingungen erfüllen. Anschließend werden sie dem Vorstand von Alperia AG vorgelegt, der über die Annahme oder Ablehnung der Anträge und über die Höhe des Sponsoringbetrags entscheidet. Auch dank dieser Sponsoring-Aktionen war Alperia 2019 in Südtirol zum ersten Mal im Sportbereich die Marke mit dem höchsten Wiedererkennungswert. 

Den Wert der Nachhaltigkeit vermitteln 

Ein Großteil der Kommunikations- und Marketingaktivitäten von Alperia konzentrierte sich 2019 auf die Förderung von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen. Green Gas und Green Energy sind die Produkte, auf die Alperia in den nächsten Jahren am meisten setzt, auch mittels einer Kommunikationsstrategie, deren Ziel es ist, ihre Bedeutung und ihren Wert zu unterstreichen. Angestrebt wird eine erhebliche Steigerung der Zahl von Unternehmen, die komplett umweltfreundliche Energie (Strom und Gas) nutzen. Die klimaneutrale Stellung des Green Gas von Alperia wird jedes Jahr vom TÜV NORD, einer renommierten unabhängigen Zertifizierungsstelle, offiziell bestätigt.  

Alperia-Kunden haben somit die Gewähr, dass alle erzeugten Treibhausgasemissionen durch ein zertifiziertes Klimaschutzprojekt ausgeglichen wurden. 2019 kompensierte Alperia 34 t CO2. ACT Commodities B.V. – weltweit führend im Handel von Energierohstoffen mit besonderem Bezug auf Energieeffizienzzertifizierungen, Zertifikate für erneuerbare Energie und Anteile von Kohlenstoffemissionen – übernahm auf Rechnung von Alperia Smart Services GmbH am 6. November 2019 34 GS VER (GS1230). Die Übernahme erfolgte auf der Plattform Gold Standard mit der Seriennummer GS1-1-TR-GS1230-12-2016-6483-367-400. 

Darüber hinaus initiierte Alperia 2019 zahlreiche Dialoge mit den Bozner Bürgern, um diese über den Ausbau der Fernwärme, einer besonders umweltfreundlichen und nachhaltigen Heizmethode, zu informieren. Im Rahmen der Kommunikation wurden Treffen bei Kondominien organisiert und Advertorials herausgegeben; im nächsten Jahr soll die Zahl der Einzelgespräche gesteigert werden. 

Auch in der internen Kommunikation ist Alperia bestrebt, den Werten der Nachhaltigkeit mehr Aufmerksamkeit beizumessen und die Mitarbeiter einzubeziehen, damit diese verstehen, wie wichtig die umweltfreundliche Ausrichtung des Unternehmens ist. Das Thema wird auch im Mittelpunkt des nächsten Industrieplans stehen. 

Green Events

Alle von Alperia organisierten Veranstaltungen sind als „Green Event“ zertifiziert. Diese Anerkennung wird vom Amt für Abfallwirtschaft der Autonomen Provinz Bozen nur dann erteilt, wenn Programmierung, Organisation und Durchführung der Veranstaltungen nach nachhaltigen Kriterien erfolgen. Bewertet werden die Nutzung umweltfreundlicher Produkte, die Energieeffizienz, die Abfallbewirtschaftung, die Aufwertung lokaler Produkte und die unternehmerische Sozialverantwortung. Um die Bezeichnung „Green Event“ führen zu dürfen, muss mehr als die Hälfte der vom Plan geforderten Kriterien erfüllt sein. Dabei handelt es sich um ein weiteres Instrument, mit dem Alperia seinen Beitrag zur langfristigen, von der Südtiroler Landesregierung festgelegten Klimastrategie leistet, nach welcher die jährlichen CO2-Emissionen pro Kopf bis Ende 2020 auf unter 4 t und bis 2050 auf unter 1,5 t reduziert werden sollen. Damit ein Event als „green“ zertifiziert wird, müssen sich alle Lieferanten dafür einsetzen, nachhaltige Lösungen in Hinblick auf Ressourcen, Abfälle, Mobilität, Verpflegung, Energie, Kommunikation, Akustik und Sonstiges (Alkohol und Barrierefreiheit) anzuwenden. 2019 realisierte Alperia 4 Green Events, u. a. die Tage der offenen Tür an folgenden Standorten: 

Kardaun 5. Juni 2019

Kardaun: Mehr als 200 Schüler besuchten anlässlich des Weltumwelttags am 5. Juni 2019 das Alperia-Wasserkraftwerk in Kardaun. Mit Schutzhelmen ausgestattet nahmen sie an Führungen teil und absolvierten mit Headsets eine virtuelle Reise durch die beeindruckende Stauanlage Martell. Das Event wurde mit dem Ökoinstitut Südtirol organisiert und richtete sich an deutsch- und italienischsprachige Mittelschüler des Landes. Diese erhielten (auch mithilfe von interaktiven Spielen und einem Energiequiz) Informationen zur nachhaltigen Nutzung von Wasserkraft, zum Wasserkreislauf und zur Geschichte des Kraftwerks. Daneben wurden die Schüler mit einer Reihe von Experimenten auch für die Energieverschwendung sensibilisiert. Beispielsweise wurde Popcorn mit einem Solarkocher zubereitet und Musik mittels eines E-Bikes abgespielt. Zur Verfügung gestellt wurden den Schülern auch E-Bikes der jüngsten Generation für Testfahrten. Die Getränke wurden zur Vermeidung von Plastikmüll in Glasflaschen angeboten.

Bozen 22. September 2019

Bozen: Am 22. September 2019 nahmen Hunderte von Personen am Tag der offenen Tür im Fernheizwerk Bozen Bozen teil, der anlässlich des Bozner Radtags veranstaltet wurde. Die Führungen wurden von Alperia Ecoplus geleitet und boten den Besuchern die Möglichkeit, die Funktionsweise des Fernwärmesystems in der Landeshauptstadt zu verstehen, den Wärmespeicher des Kraftwerks aus der Nähe zu betrachten und sich über die Projekte zum Netzausbau zu informieren. Mehr als 300 Personen ergriffen die Gelegenheit, um im Rahmen einer Kooperation mit dem Amt für Mobilität des Landes Südtirol, das zweimal pro Jahr die Stadt für den Verkehr sperrt, zum Kraftwerk zu radeln. Zudem war es möglich, von Alperia bereitgestellte E-Bikes zu mieten und so einen Tag lang zur Reduzierung der CO2-Emissionen und zur Verbesserung der Luftqualität beizutragen. Die Teilnehmer besuchten das Kraftwerk in Gruppen von 20 Personen und erhielten auf FCS-Papier mit Klimaneutral-Siegel gedruckte Broschüren. Und nicht nur das: Am Eingang zum Kraftwerk wurden in Zusammenarbeit mit dem VOG Äpfel als Snack angeboten, um den Wert lokaler Saisonprodukte hervorzuheben. Auf dem Vorplatz nahmen die Besucher zudem an diversen sportlichen Aktivitäten teil, die in Kooperation mit dem Verein Sportcity und STS Volley organisiert wurden.

Sexten 1. Juni 2019

Sexten: Am 1. Juni 2019 öffnete das Fernheizwerk Sexten seine Tore für zahlreiche Besucher, die an von Fachpersonal geleiteten Führungen teilnehmen konnten und so einen Überblick bekamen, wie die Wärme im Kraftwerk erzeugt wird, das vor allem mit lokal beschafften Hackschnitzeln gespeist wird. Organisiert wurde auch eine Kinderecke mit von den Kinderfreunden Südtirols realisierten umweltfreundlichen Spielen. So wurde versucht, auch die Kinder für die Möglichkeit der Nutzung von recycelbaren Materialen zu sensibilisieren. Der Sportverein Drei Zinnen sorgte für eine Erfrischung mit lokalen Produkten, die auf Papptellern und mit Holzbesteck serviert wurden; die Teilnehmer konnten den Verein, der bereits von Alperia Ecoplus unterstützt worden war, freiwillig mit einer Spende unterstützen. Alle Abfälle wurden getrennt bewirtschaftet.

Brixen 29. Juni 2019

Brixen: In Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Jazzfestival wurde am Samstag, den 29. Juni, ein Tag der offenen Tür im Kraftwerk Brixen organisiert. Zur Förderung der nachhaltigen Mobilität stellte Alperia einen kostenlosen Shuttlebus bereit, der die Besucher aus Bozen zum Kraftwerk brachte. Mit dieser von 50 Personen in Anspruch genommenen Möglichkeit wurde die Nutzung von umweltverschmutzenden Verkehrsmitteln vermieden. Insgesamt nahmen 100 Personen am Event teil. Am Eingang zum Kraftwerk wurden die Maßnahmen erläutert, die für Green Events vorgesehen sind, um sowohl die Besucher als auch die Partner der Initiative zu sensibilisieren. Das Büfett wurde nach dem Grundsatz der Regionalität ausgerichtet und umfasste Snacks und Fingerfood, für deren Verzehr keine Teller erforderlich waren. Auf diese Weise wurde auch der Abfall auf ein Mindestmaß reduziert, der in jedem Fall getrennt entsorgt wurde.

Alperia war zudem Partner von Klimamobility, der wichtigsten Südtiroler Konferenz rund um nachhaltige Mobilität, bei der CEO Johann Wohlfarter als Referent teilnahm. Im Fokus dieses Events standen die Zukunftschancen, die die Technik der Mobilität bietet, sowie die Schlüsselrolle, die diese bei der Entwicklung von Stadtgebieten spielt. Zu diesem Thema brachte Alperia seine ganze Expertise ein, da es bereits seit geraumer Zeit die nachhaltige Mobilität und schadstofffreie Städte fördert.

Strategisches Ziel: Wir sind bestrebt, eine transparente, aktuelle und stakeholderorientierte Marketing- und interne Kommunikation umzusetzen

Operative Ziele2019 durchgeführte
Maßnahmen
2019 geplante
Maßnahmen
(Neue)
Fristen
KPIZielwertWert 2019

Erweiterung der Internetinhalte rund um das Thema Nachhaltigkeit
  -
(erreicht)
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Regelmäßiger Austausch mit den Betroffenen zu Nachhaltigkeitsthemen
Dialog mit verschiedenen Stakeholdergruppen:
  • Kunden: Präsentationsabend zu den neuen Smart-Meter-Zählern, Infomaterial, Callcenter, Umfrage zur Markenwahrnehmung
  • Mitarbeiter: Umfrage zur Mitarbeiterzufriedenheit* Bürger: Tage der offenen Tür in den Kraftwerken mit besonderem Fokus auf Schulen
  • Aktionäre und Investoren: Gesellschafterversammlung, Bericht des Aufsichtsrats, regelmäßige Besprechungen mit den Aktionären
  • Forschungsinstitute: Stärkung der Zusammenarbeit bei Forschungsprojekten mit der Freien Universität Bozen und mit Eurac Research
  • Veranstaltung einer Diskussionsrunde und Umfragen unter den Stakeholdern
  • Stärkung der internen Kommunikation zur Nachhaltigkeit (z. B. myAlperia)
2017-2021
(laufend)
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Reduzierung der Beschwerden in Bezug auf die Transparenz von Kommunikation und Marketing
  • Die Umfrage zur Kundenzufriedenheit wurde 2018 durchgeführt. Da diese Umfrage alle 2 Jahre durchgeführt wird, wird sie 2020 wiederholt.
  • Durchführung einer Umfrage zur Wahrnehmung der Sponsoringaktivitäten* Vereinheitlichung der Kommunikationskanäle für die Endkunden
  • Bewertung der Implementierung eines Mechanismus zur Überwachung der Beschwerden in Bezug auf die Transparenz von Kommunikation und Marketing
  • Festlegung von Abläufen zur aktiven Einbeziehung der Stakeholder, um Beschwerden zu vermeiden (z. B. Infoveranstaltungen bei großen Projekten)
2018-2021
(laufend)
Zahl der Beschwerden in Bezug auf die Transparenz von Kommunikation und Marketing sowie interner Kommunikation--

100%ige Einhaltung aller Anweisungen und freiwilligen Verhaltenskodizes zur Transparenz von Kommunikation und Marketing
--(erreicht)Einhaltung der Anweisungen und freiwilligen Verhaltenskodizes zur Transparenz von Kommunikation und Marketing100 %100 %

Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten bei der Beschaffung von Werbematerial
  • FSC-Zertifizierung von 100 % des Printmaterials und Kompensation der CO2-Emissionen
  • Jährliche Prüfung des Werbematerials im Hinblick auf nachhaltigere Alternativen
  • Einführung und Zertifizierung eines neuen, vollkommen digitalen Beratungssystems, mit dem der Papierverbrauch weiter reduziert wird
  • FSC-Zertifizierung von 100 % des Printmaterials und Kompensation der CO2-Emissionen
  • Jährliche Prüfung des Werbematerials im Hinblick auf nachhaltigere Alternativen
2020
(laufend)
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Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten bei Unterlagen für Kunden und Werbematerial
  • FSC-Zertifizierung des gesamten verwendeten Papiers (Rechnungen und Verträge)
  • Jährliche Prüfung des Werbematerials im Hinblick auf nachhaltigere Alternativen
  • FSC-Zertifizierung des gesamten verwendeten Papiers (Rechnungen und Verträge)
  • Jährliche Prüfung des Werbematerials im Hinblick auf nachhaltigere Alternativen
(erreicht)--100 %

Zertifizierung der Tage der offenen Tür als „Green Events"
- -
(erreicht)
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Steigerung der Zahl der Kunden, welche die Rechnung elektronisch erhalten
  • Anreize, um die Kunden zu motivieren, auf die elektronische Rechnung umzusteigen* Verwendung der zu 100 % CO2-neutralen elektronischen Rechnung für alle neuen, außerhalb Südtirols unterzeichneten Verträge
  • Förderung des Wechsels zur elektronischen Rechnung durch die Bereitstellung von Tickets für Veranstaltungen (z. B. für Eishockeyspiele)
Anreize, um die Kunden zu motivieren, auf die elektronische Rechnung umzusteigen2020
(laufend)
Anteil der Kunden in %, welche die Rechnung elektronisch erhalten90 %27 %