Marketing und transparente Kommunikation

{ GRI 102-43, 417-1, 417-2, 417-3, 102-12, ALP8 }

Transparenz und Pünktlichkeit

Im Jahr der Pandemie, plötzlicher Veränderungen und großer Unsicherheiten wollte Alperia an der Seite seiner Stakeholder stehen und die geeignetsten Maßnahmen ergreifen, um den Dialog mit diesen weiterzuführen und diese einzubeziehen. Insbesondere leiteten wir die folgenden Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen ein:

Print- und Onlinemedien

Diese umfassen Inserate, PR-Artikel, die Website für Kundinnen und Kunden (www.alperia.eu) sowie die institutionelle Website (www.alperiagroup.eu), soziale Medien, das Online-Portal und die Kunden-App. Insgesamt erschienen im Lauf des Jahres 2.007 Artikel über Alperia in Print- und Onlinemedien, davon 1.028 in der lokalen Presse, 948 Artikel in der nationalen Presse und 31 in der internationalen Presse. Dabei handelt es sich um Artikel mit Berichten über Vorfälle, die Alperia betrafen (Akquisitionen, Veräußerungen, Eröffnung von neuen Energy Corners/Energy Points) oder im Rahmen von Covid-19 durchgeführte Initiativen (z. B. Spenden). Nur in einem Fall wurde in Bezug auf die Übernahme der Gruppe Green Power ein polemischer Ton angeschlagen. Alle auf den Betrieb der Website www.alperia.eu und der Websites der Gruppe zurückzuführenden Emissionen wurden auch in diesem Jahr kompensiert. Alperia nimmt an der Klimainitiative „CO2-neutrale Websites“ teil: Die Kohlenstoffdioxidemissionen der Website und ihrer Nutzer werden durch die Realisierung neuer Projekte, die auf erneuerbarer Energie basieren, durch Projekte zur CO2-Reduzierung und durch den Kauf von Zertifikaten zur CO2-Kompensation neutralisiert.

Energy Points

Wir setzten die Tätigkeit der Energy Points in Südtirol fort und unterstützten sowohl persönlich, sofern dies möglich war und unter Einhaltung entsprechender Sicherheitsmaßnahmen, als auch digital unsere Kundinnen und Kunden mit qualifizierten Beratern und Callcenter-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern. Um unsere Nähe zu den neuen Kundinnen und Kunden im Veneto zu bekräftigen, eröffneten wir einen neuen Energy Point in Vicenza und richteten drei neue Energy Corners in Venedig, Padua und Treviso ein.

Veranstaltungen

Da wir die traditionellen „Tage der offenen Tür“ nicht durchführen konnten, beschlossen wir, virtuelle Touren durch unsere Wasserkraftwerke in Glurns und Laas zu organisieren, an denen die Teilnahme über die Alperia-Facebook-Seite und über die Website www.alperiagroup.eu möglich war. Dieses Angebot fand große Resonanz, und wir dehnten es auch auf die Schulen aus.

Schulen

In Grund- und Mittelschulen boten wir Projekte für die Schülerinnen und Schüler an. Für die Kleinsten realisierten wir insbesondere das Büchlein „Energiesparen und Klimaschutz“, in dem wir anhand von Quizzen, Experimenten und kleinen handwerklichen Arbeiten erklärten, wie sie dazu beitragen können, gegen den Klimawandel anzugehen und gleichzeitig Energie zu sparen. Mit der Geschichte des Glühwürmchens Lucy, das den Klimawandel bekämpft, vermittelten wir die Konzepte des Energiesparens. Das Büchlein entstand als Projekt zur Unterstützung der pädagogischen Arbeit in den Schulen und soll ein grundlegendes Verständnis darüber vermitteln, wie verantwortungsvoll mit dem Klimaschutz und dem terrestrischen Ökosystem umgegangen werden kann. Alle Broschüren wurden in Italienisch und Deutsch verfasst, sind kostenlos und mit einem #Alperiaforschools-Block mit Bleistift versehen. Der gleiche Block wurde auch den Schülerinnen und Schülern der Mittelschulen übergeben, denen wir zudem die Möglichkeit gaben, unsere Kraftwerke auf einer Virtual-Reality-Tour zu entdecken. Jede Schule konnte sich kostenlos eine VR-Box mit zehn Viewern ausleihen. So hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, vom Klassenzimmer aus ein Wasserkraftwerk, darunter auch das in Brixen, oder eine Stauanlage besuchen. Ein unvergessliches Bildungserlebnis. Und nicht nur das: Auch bei seinen Spenden zur Unterstützung von lokalen Vereinen infolge der Coronakrise berücksichtigte Alperia junge Menschen, insbesondere die am stärksten benachteiligten Kinder, die vom Südtiroler Kinderdorf betreut werden. Während der Pandemie nahm die Arbeit im Südtiroler Kinderdorf zu und die Kosten erhöhten sich: Schutzmasken und Hygienemaßnahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die betreuten Kinder, Desinfektionsmittel, Desinfektionsgeräte und vor allem der erhöhte Einsatz von Personal waren nur ein Teil der zusätzlichen Ausgaben, die getragen werden mussten. Dafür spendeten wir 30.000 Euro und zeigten damit unsere Anerkennung für die wichtige Arbeit, die diese Einrichtung für unsere Gesellschaft leistet. Unter allen Dingen muss immer der Mensch an erster Stelle stehen. Diese Hilfe wurde von den Kindern und Jugendlichen des Südtiroler Kinderdorfs sehr geschätzt.

Umfragen

Auch 2020 führte Alperia eine Umfrage zur Wahrnehmung der Marke durch. Die Umfrage ergab, dass der Bekanntheitsgrad der Gruppe bei 94,2 % liegt (gestiegen gegenüber dem Vorjahr) und dass die höchsten Werte, die Alperia zugeschrieben werden, das Engagement für Südtirol (34,4 %) und höchste Qualität (23,6 %) sind. Seit Beginn der Coronapandemie stellten mehr als 77 % der Befragten fest, dass Alperia besondere Initiativen entwickelte, und mehr als 63 % der Befragten sind der Meinung, dass Alperia einen bedeutenden Beitrag für Südtirol während der Gesundheitskrise leistete. Zudem führten wir bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Befragung zur myAlperia-Intranet-Plattform durch, da deren Modernisierung 2021 ansteht. Schließlich hätten wir eine neue Kundenzufriedenheitsumfrage durchführen sollen, da die erste 2018 stattgefunden hatte, bei der sich eine Zufriedenheit von 87,2 % ergab, aber aufgrund von Covid-19 mussten wir die Umfrage auf 2021 verschieben. Das Ziel, das Alperia mit der neuen Umfrage erreichen will, ist eine Zufriedenheit von 90 %.

Intranet

Alperia nutzt das Intranet, um mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu kommunizieren und den betrieblichen Zusammenhalt zu stärken. Im Lauf des Jahres 2020 baten wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sich gemeinsam mit uns Gedanken zur Plattform zu machen, um sie noch ansprechender zu gestalten, und nächstes Jahr werden wir die neue Version vorstellen. Mittels eines Workshops und eines Fragebogens baten wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, uns dabei zu helfen, die Stärken und Schwächen der Plattform und die Verbesserungspotenziale zu ermitteln. Das aktuelle Intranet wurde zwar positiv bewertet, jedoch ergab sich das Bedürfnis nach einem „sozialeren“ Netzwerk, das Kooperation, zweiseitige Kommunikation sowie die Äußerung von Meinungen und Stellungnahmen fördert. Ein Ort, um den Betrieb auf effiziente und organisierte Weise zusammenzubringen, an dem der Meinungsaustausch zwischen Abteilungen erfolgen und das Management wichtige Informationen bekannt geben kann und die Technologie zu einem gemeinschaftlichen Faktor wird. All dies in einem sicheren Netzwerk. Das neue Intranet muss zudem eine effiziente Suchmaschine (die derzeit fehlt), User-Profile, Blogs sowie mobile Apps mit Benachrichtigungen und der Planung von Veranstaltungen umfassen und sich in bestehende Anwendungen integrieren lassen, wodurch ein reibungsloser Übergang und eine Optimierung der bestehenden Technologie möglich werden. Das neue Portal wird zudem einen Bereich rund um nachhaltige Themen enthalten.

Infoabende

Auch die Infoabende wurden aufgrund der Pandemie vorübergehend eingestellt. Wir setzten jedoch unseren Dialog mit den Gemeinden fort, insbesondere was die Installation der Smart Meters betrifft, und nahmen hierfür neue Kommunikationswege in Anspruch.

Mitarbeiter

Eine Kurzfassung des Nachhaltigkeitsberichts 2019 wurde an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilt. Mit ihnen beschäftigen wir uns mit dem Thema Nachhaltigkeit auch im Rahmen von Mitteilungen im Intranet. Vor Weihnachten 2020 haben wir einen Adventskalender für sie erstellt, bei dem sich hinter jedem Türchen Fragen zur Nachhaltigkeit bei Alperia verbargen.

Infomaterial

Fast das gesamte, von Alperia für den internen Gebrauch und die Übermittlung von Mitteilungen an die Kundinnen und Kunden verwendete Material wird auf zu 100 % FSC-zertifiziertem Papier (Forest Stewardship Council) gedruckt, die CO2-Emissionen werden kompensiert. Es war nicht möglich, dies für alle Materialien zu garantieren, denn zur Verwendung von FSC-Papier muss auf dem gedruckten Produkt das entsprechende Logo zu sehen sein. Einige Produkte, z. B. Visitenkarten, erlauben es aus Platzgründen nicht, dieses Logo hinzuzufügen. Wir haben jedoch bereits für die nächsten Jahre den Einsatz neuer Materialien und Druckverfahren evaluiert, um die CO2-Bilanz zu reduzieren (z. B. Papier, das mit matten Acetatfolien aus Zellulose oder Baumwolle beschichtet ist). Jedes Jahr wird das Werbematerial zudem geprüft, um die nachhaltigsten Alternativen zu finden. Darüber hinaus ist auch unser Beratungssystem komplett digital, um den Papieraufwand weiter zu reduzieren. Bei Werbegeschenken haben wir soweit möglich Kunststoffalternativen gewählt (z. B. Trinkflaschen aus Aluminium oder natürliche Materialien wie Baumwolle, zuweilen biologisch, z. B. bei Schweißbändern oder Taschen) sowie Objekte aus recyceltem Kunststoff (Sattelüberzüge für Fahrräder).

Werbegeschenke

Alperia-Kundinnen und -Kunden bekommen kleine Werbegeschenke im Einklang mit den Markenwerten. Neue Kundinnen und Kunden erhalten zudem einen Geschenkkorb mit nachhaltigen lokalen Produkten, der in Zusammenarbeit mit dem lokalen Unternehmen PUR Südtirol zusammengestellt wird.

Transparenz bei den Rechnungen

Alle neuen, außerhalb von Südtirol unterzeichneten Verträge beinhalten die Ausstellung einer 100 % CO2-neutralen elektronischen Rechnung. Südtiroler Alperia-Kundinnen und -Kunden können dagegen wählen, wie sie ihre Rechnung erhalten möchten. Alperia fördert die Umstellung auf die elektronische Rechnung durch die Bereitstellung von Tickets für Veranstaltungen (z. B. Tickets für Eishockeyspiele), die zum Wechsel motivieren sollen. Aktuell erhalten 30 % aller Alperia-Kundinnen und -Kunden die Rechnung elektronisch. Das sind 3 % mehr als im Vorjahr (was 100.000 gedruckten DIN-A4-Seiten weniger pro Jahr entspricht). Unter diesen Anteil fallen auch die Strom- und Gasverträge auf dem freien und dem Grundversorgungsmarkt. Nicht berücksichtigt wurden dagegen die von den Resellern abgeschlossenen Verträge, bei denen Alperia die Rechnungslegung nicht verwaltet. Bis 2024 möchten wir den Anteil der Kundinnen und Kunden, welche die Rechnung in elektronischer Form erhalten, auf 75 % erhöhen. Darüber hinaus werden wir daran arbeiten, Rechnungen detaillierter und leichter lesbar zu gestalten und die Unterzeichnung von Fernabsatzverträgen mit Signaturzertifizierungssystemen zu erleichtern.

Beschwerdenüberwachung

Kundenbeschwerden werden von Alperia Smart Services bearbeitet. Haushaltskundinnen und -kunden wurde ein Tool für die monatliche Budgetierung zur Verfügung gestellt, was die Verwaltung der Versorgungsleistungen für die Kundinnen und Kunden noch transparenter macht. All unsere Vertriebsangebote, wie sie auf der Website www.alperia.eu präsentiert werden, wurden einer unabhängigen Prüfung unterzogen und erwiesen sich als mit dem Verbraucherschutzkodex übereinstimmend.

Online-Bewertungen

Alperia ist das einzige Versorgungsunternehmen, das auf Facebook frei und offen bewertet werden kann. Das Unternehmen ist als Facebook-Partner validiert und ist gegenwärtig mit vier von fünf Sternen bewertet. Zudem besitzt es auch ein positives Ranking auf Trustpilot.com.

Sponsoring

Wir sind unserem Engagement treu

Alperia unterstützt Südtiroler Projekte und Organisationen in den Bereichen Sport (Jugend-, Breiten- und Leistungssport), Kultur (Musik, Theater, Tanz), Umweltschutz und Sicherheit. Dieses Engagement wurde auch 2020 weitergeführt. In diesem Jahr mussten infolge der Pandemie viele Vereinsaktivitäten sowohl kultureller als auch sportlicher Art eingestellt werden. Jedoch entschied sich Alperia getreu seiner Mission, die Region zu unterstützen, Mehrwert für die lokale Wirtschaft zu schöpfen und dem Umfeld, in dem es wirkt, nah zu sein, dennoch, den gesamten, für die Saison 2019/2020 vereinbarten Betrag zu zahlen. Diese Entscheidung wurde den betroffenen Vereinen in einem Schreiben, in dem die Gründe dafür dargelegt wurden, mitgeteilt.

Ab dem kommenden Jahr werden die regionalen Beihilfen auch Einrichtungen umfassen, die in der Region Veneto tätig sind und mit denen bereits 2020 erste Kontakte aufgenommen wurden. Es wird darauf hingewiesen, dass jedes Sponsoring in vollem Einklang mit den auf der Website des Unternehmens26 veröffentlichten Leitlinien erfolgt: Wer ein Sponsoring beantragen möchte, muss sich auf dem Online-Portal bewerben. Die Anträge werden ausgehend von der Prüfung der Vollständigkeit der Unterlagen und der Einhaltung der geforderten Bedingungen bewertet und dem Vorstand von Alperia AG vorgelegt, der über die Annahme oder Ablehnung des Antrags und über die Höhe des Zuschusses entscheidet.

Green Brand Award

Die Weltbesten beim International Charge Energy Branding Award 2020

Wir möchten die Zahl der Unternehmen erhöhen, die komplett auf grüne Produkte wie Green Gas und Green Energy setzen, und das Bewusstsein von Nutzern und Mitarbeitern in Bezug auf Nachhaltigkeitsthemen steigern. Aus diesem Grund verfügen wir über eine kohärente und entschlossene Kommunikationsstrategie, um den Wert derartiger Entscheidungen zu unterstreichen. Alperia wurde beim International Charge Energy Branding Award 2020 als beste „Green Brand“ ausgezeichnet und setzte sich damit gegen konkurrierende Energieunternehmen aus den Vereinigten Staaten, Norwegen und Deutschland durch. Der Preis ist herausragenden Leistungen im Bereich Markenmanagement und -kommunikation gewidmet und wird von einer Jury vergeben, die aus unabhängigen, weltweit tätigen Experten besteht, die aus Branding-Agenturen, Beratungsunternehmen, Universitäten und der Marketingbranche kommen. Die Jury zeichnete Alperia aus und erkannte an, dass Nachhaltigkeit für uns ein Mehrwert in geschäftlicher Hinsicht ist, unterstützt durch eine kohärente Multichannel-Strategie. Die Preisverleihung fand virtuell während der Konferenz „Charge Energy Branding“ in Island statt. Diese Auszeichnung ist zusammen mit der Empfehlung durch Altroconsumo eine wichtige Bestätigung für den Weg, den wir eingeschlagen haben, um Alperia als Anbieter grüner und nachhaltiger Energiedienstleistungen zu etablieren, dessen oberste Werte Transparenz und Kundenzufriedenheit sind.

Wir engagieren uns auch dafür, die Bürgerinnen und Bürger in das Fernwärmeprojekt einzubinden, indem wir ihnen bei Kondominiumsversammlungen erklären, welche Vorteile dieses System hat. Zudem organisieren wir Einzelgespräche und gezielte Kampagnen.

Transparenter Preis

RBENU-Vorgaben

Wie wird der Strom- und Gaspreis in Italien ermittelt? Eine grundlegende Rolle spielt die Regulierungsbehörde für Energie Netze und Umwelt (RBENU). Es handelt sich um eine unabhängige Institution, welche die Aufgabe hat, den Strom- und Gassektor zu regulieren und zu kontrollieren, um die Interessen der Verbraucher zu schützen und Effizienz und Qualitätsniveaus zu fördern, die der Erbringung der Dienstleistungen angemessen sind. Alle drei Monate aktualisiert die RBENU die Energiepreise für die Kundinnen und Kunden der geschützten Grundversorgung. Die Angebote von Alperia für Privathaushalte orientieren sich an diesen Preisen. Die Energieausgaben umfassen insbesondere den Energiepreis und die Preisbestandteile für Handel und Verkauf. Hinzu kommt das dem Netzbetreiber gezahlte Entgelt für die Verteilung. Darin enthalten sind die Kosten für Transport, Verteilung und Metering. Die Kosten der Systemaufwendungen sind gesetzlich festgelegt und werden zur Deckung der Kosten für Tätigkeiten von allgemeinem Interesse verwendet, etwa zur Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten, zum Rückbau der Atomkraftwerke und zur Förderung erneuerbarer Energiequellen. Die Steuern setzen sich aus der Verbrauchssteuer und der Mehrwertsteuer (MwSt.) zusammen. Die Mehrwertsteuer für Privatkundinnen und -kunden beträgt derzeit 10 %, für sonstige Kundinnen und Kunden 22 %. Insgesamt machen die Energiekosten einen Anteil von 45 % aus, gefolgt von den Kosten für die Systemaufwendungen mit 22 % sowie den Transportkosten und den Kosten für das Zählermanagement mit 20 % und den Steuern mit 13 %.

Was ist in den letzten Monaten geschehen? Die Pandemie führte zu einem drastischen Rückgang des Ölpreises und einer entsprechenden Reduzierung der in der Rechnung ausgewiesenen Kosten. Die Regulierungsbehörde für Energie Netze und Umwelt (RBENU) (https://www.arera.it/it/index.htm) bestätigte Folgendes:

  • Im ersten Quartal 2020 ging die Höhe der Stromrechnungen stark zurück, während die für Gas weitgehend stabil blieben. Der starke Rückgang des Bedarfs aufgrund der allgemeinen Aufwendungen, die Reduzierung der regulierten Netztarife (Transport und Verteilung) sowie die niedrigen Rohstoffpreise auf den Großhandelsmärkten führten zu einer Verringerung von 5,4 % für Strom und einer leichten Anpassung für Gas (+0,8 %) für Standardhaushalte bei der Grundversorgung.
  • Im zweiten Quartal 2020 gingen sowohl Strom- als auch Gaspreise stark zurück. Die anhaltend niedrigen Rohstoffpreise auf den Großhandelsmärkten, die mit der deutlichen Senkung des Verbrauchs verbunden sind, auch aufgrund der Coronakrise, und eine wesentliche Stabilität hinsichtlich des Bedarfs der allgemeinen Aufwendungen führten zu einer Verringerung der Ausgaben für Strom um -18,3 % und um -13,5 % bei Gas.
  • Im dritten Quartal 2020 verzeichnete ein Standardhaushalt mit einem Vertrag der geschützten Grundversorgung noch einen Rückgang der Gasrechnung (-6,7 %), jedoch eine Erhöhung der Stromrechnung (+3,3 %), verbunden mit den Kosten für den Systembetrieb (Dispatching-Kosten). Was die Auswirkungen auf die Verbraucher (vor Steuern) betrifft, profitierte ein Standardhaushalt im Vergleich zum Vorjahr von einer Gesamtersparnis von 212 Euro/Jahr.
  • Im vierten Quartal 2020 erhöhte sich die Stromrechnung um +15,6 %, die Gasrechnung um +11,4 %, wobei der letztgenannte Wert auch auf den üblichen jahreszeitbedingten Anstieg der Nachfrage zurückzuführen war. Was die Auswirkungen auf die Verbraucher (vor Steuern) betrifft, profitierte ein Standardhaushalt im Vergleich zu 2019 im Jahr 2020 von einer Gesamtersparnis von 207 Euro/Jahr.
Im ersten Quartal 2021 dagegen werden die hohen Großhandelspreise für Rohstoffe, die wieder auf das Niveau von vor einem Jahr zurückkehrten, zu einem Anstieg der Energierechnungen für Standardhaushalte der geschützten Grundversorgung führen, und zwar um +4,5 % bei Strom bzw. um +5,3 % bei Gas. Im vierten Quartal 2020 war nämlich der nationale Einheitspreis für Strom auf der Grundlage der Vorabschlussdaten um zirka 15 % gegenüber dem dritten Quartal gestiegen und wieder auf das durchschnittliche Niveau des entsprechenden Quartals 2019 zurückgekehrt.

Covid-19 und der Energiemarkt

Der Energieschock infolge der Pandemie war sehr stark und wird ein Umdenken der Strategie multinationaler Unternehmen in der fossilen Welt erzwingen. Kohle, die für 42 % der weltweiten fossilen Kohlendioxidemissionen verantwortlich ist, verzeichnete im ersten Quartal 2020 einen weltweiten Rückgang des Verbrauchs um 8 %.27 Es wird geschätzt, dass die Rolle dieses Brennstoffs infolge von Covid-19 mittel- und langfristig aufgrund der Konkurrenz durch Gas und vor allem der erneuerbaren Energien abnehmen wird.

Erdöl erlitt den heftigsten Einbruch: Die Preise fielen stark, und am 20. März fielen sie sogar unter null, zum ersten Mal in der Geschichte, was zur Blockade einiger Produktionen, insbesondere des amerikanischen Ölschiefers, und zur Anhäufung von Rohöl in allen verfügbaren Depots und Öltankern führte.

Auch was Erdgas betrifft, bewirkte Covid-19 eine Reduzierung von zirka 5 % des Weltverbrauchs.

Erneuerbare Energien könnten dagegen durch die Pandemie einen neuen Aufschwung erfahren. Der ökologische Wandel steht im Mittelpunkt der Neustartstrategien, und der Trend, der sich bereits vor der Pandemie abzeichnete, wird beschleunigt. Schon vor Covid-19 deckte Kohle den Mindestanteil von 21 % am Energiemix bis 2040. Erdöl lag zwar weiterhin an erster Stelle, folgte jedoch einem rückläufigen Trend, was auch der zunehmenden Elektromobilität und der Effizienzsteigerung der Antriebstechniken zu verdanken ist. Erdgas ist die einzige fossile Quelle, die einen Wachstumstrend beibehält. 2040 wird sie ein Viertel des Verbrauchs betragen. Erneuerbare Energien erfuhren vor allem durch die Verbreitung von Photovoltaik bei der Stromerzeugung einen Schub und werden 2040 21 % der Energienachfrage decken, was dem Anteil von Kohle entspricht.28

Strategisches Ziel: Wir sind bestrebt, eine transparente, aktuelle und stakeholderorientierte Marketing- und interne Kommunikation umzusetzen.

Operative Ziele2020 durchgeführte MaßnahmenGeplante Maßnahmen(Neue) FristenKPIZielwertWert
Jahr
2020
Status
Erweiterung der Internetinhalte rund um das Thema Nachhaltigkeitspunta--spunta
Regelmäßiger Austausch mit den Betroffenen zu Nachhaltigkeitsthemen* Stärkung der internen Kommunikation:
  1. Broschüre „Nachhaltigkeit im Überblick 2019“ in deutscher und italienischer Sprache. Wurde allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern persönlich in einem Umschlag mit einem personalisierten Schreiben übergeben. Der Umschlag wurde auf den Schreibtisch gelegt oder vom direkten Vorgesetzten übergeben.
  2. Adventskalender, für den mit Kommunikation und Header auf dem Intranetportal myAlperia geworben wurde, mit 24 Fragen zum Thema Nachhaltigkeit und mit Verweis auf unsere Website rund um Nachhaltigkeit sostenibilita.alperia.eu. Zudem gab es 24 nachhaltige Preise zu gewinnen: Patenschaft für einen Bienenstock mit Honigglas (3bee.it)
  3. Einführung des Unterbereichs „Nachhaltigkeitspolitik“ im myAlperia-Intranetportal
  4. Link auf der Website der Gruppe zur Alperia-Nachhaltigkeitswebsite
* Englische Übersetzung der Hauptteile auf der Website sostenibilita.alperia.eu* Geplante Einführung des Unterbereichs „Nachhaltigkeit“ im neuen myAlperia-Intranetportal2020-20212021--Laufend
Reduzierung der Beschwerden in Bezug auf die Transparenz von Kommunikation und Marketing* Start des Projekts „Stakeholder Management and Reputational Risk Management“ zur Schaffung eines strukturierten Prozesses für das Management von Stakeholdern und Reputationsrisiken* Bewertung der Implementierung eines Mechanismus zur Überwachung der Beschwerden in Bezug auf die Transparenz von Kommunikation und Marketing* Festlegung von Abläufen zur aktiven Einbeziehung der Stakeholder, um Beschwerden zu vermeiden (z. B. Infoveranstaltungen bei großen Projekten)2018–2021-Laufend
100%ige Einhaltung aller Anweisungen und freiwilligen Verhaltenskodizes zur Transparenz von Kommunikation und MarketingjährlichEinhaltung der Anweisun gen und freiwilligen Verhaltenskodizes zur Transparenz von Kommunikation und Marketing100 %100 %spunta
Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten bei der Beschaffung von Werbematerial* Die 100%ige FSC-Zertifizierung mit der entsprechenden CO2-Kompensation aller Drucksachen war nicht möglich, da bei der Verwendung von FSC-Papier das entsprechende Logo auf dem Printmaterial zu sehen sein muss. Einige spezifische Produkte, z. B. Visitenkarten, erlauben es aus Platzgründen nicht, dieses Logo hinzuzufügen. Bei Werbegeschenken haben wir soweit möglich Kunststoffalternativen gewählt (z. B. Trinkflaschen aus Aluminium oder natürliche Materialien wie Baumwolle, zuweilen biologisch, z. B. bei Schweißbändern oder Taschen) sowie Objekte aus recyceltem Kunststoff (Sattelüberzüge für Fahrräder). Aus Budgetgründen gelang es uns nicht immer, vollkommen nachhaltige Alternativen zu finden.* Einsatz neuer Materialien und Druckverfahren zur Reduzierung der CO2-Bilanz; Ziel: 100 % Printmaterial aus FSC-Papier oder mit Ökozertifikaten. Für Visitenkarten Verwendung von neuen Materialien wie mit matten Acetatfolien aus Zellulose oder Baumwolle beschichtetes Papier, das bei Zahlung eines Aufpreises garantiert natürlicher Herkunft (ohne Erdölderivate und GVO-Stärke) und biologisch abbaubar ist. Was die Werbegeschenke betrifft, ist die Sensibilisierung der Lieferanten geplant, damit diese die Auswahl an nachhaltigen Produkten erweitern, sodass mehr ökologische Alternativen zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung stehen.jährlich--spunta
Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten bei Unterlagen für Kunden und Werbematerialspunta-spunta
Zertifizierung der „Tage der offenen Tür“ als „Going green Events“spunta--spunta
Erhöhung der Zahl der Kundinnen und Kunden, welche die Rechnung elektronisch erhalten* Neukundinnen und -kunden erhalten die elektronische Rechnung standardmäßig, sie wird nur auf Anfrage in Papierform zur Verfügung gestellt. Das Doxee-Projekt dagegen (innovative elektronische Rechnung) befindet sich im Standby-Status, da zunächst das SAP-System geändert und das Accenture-Projekt abgeschlossen werden muss.* Erhöhung der Zahl der Kundinnen und Kunden, welche die Rechnung in elektronischer Form erhalten, entsprechend den Zielen des Industrieplans 2020–2024jährlichAnteil der Kundinnen und Kunden in %, welche die Rechnung elektronisch erhalten30 %spunta

26 www.alperiagroup.eu/public/user_upload/pdf/sponsoring/sponsoring-richtlinien_2020_it.pdf
27 Fonte: Global Energy Review 2020.
28 Fonte: newsletter GME, dicembre 2019.