Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit

{ GRI 403-2, 403-9, 403-10, 404-1 }

Wir möchten unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und jenen unserer Partner ein Höchstmaß an Arbeitssicherheit garantieren. Dafür setzen wir Maßnahmen um, deren Ziel es ist, das Bewusstsein der Personen zu schärfen und die konkreten Risiken, die von der Bewältigung aller beruflichen Tätigkeiten ausgehen, zu reduzieren.

Sicheres Arbeiten 

Instrumente, Schulungen, Zertifizierungen

Alperia ist bestrebt, das Unfallrisiko für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu minimieren, insbesondere in als gefährlich eingestuften Bereichen wie Anlagen und Infrastrukturen. Dies erfolgt durch regelmäßige Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Thema Sicherheit, persönliche Schutzausrüstung (PSA) und kontinuierliche Erneuerung der Arbeitsmittel. Jede Gesellschaft der Alperia Gruppe verfügt über einen HSE-Verantwortlichen und Leiter des Arbeitsschutzdienstes (LASD). Dieser ist dafür zuständig, alle Abläufe umzusetzen, die den Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin schützen, und das Auftreten von Gefährdungen zu analysieren und vorherzusehen. Zur Aufrechterhaltung einer sicheren und gesunden Arbeitsumgebung ist diese Rolle verpflichtend und unerlässlich.

lavoro sicurezza

2020 erneuerte Alperia die Zertifizierungen nach ISO 14001, ISO 45001, ISO 9001 und ISO 27001, die gemäß den Rechtsvorschriften alle drei Jahre neu bewertet und jährlich überwacht werden müssen. Die Audits wurden zunächst im Remote-Modus und anschließend im Rahmen von Vor-Ort-Prüfungen im Juni durchgeführt, als es laut Gesetz möglich war, die Prüfer zur Durchführung der Prüfungstätigkeiten vor Ort zu empfangen. Auch die Smart-Region-Gesellschaften (Alperia Fiber, Neogy und Alperia Bartucci) wurden zertifiziert und den Standards der Gruppe angepasst.

Wie geplant wurde 2020 die Installation von Defibrillatoren in Zusammenarbeit mit dem Roten und dem Weißen Kreuz abgeschlossen, jedoch wurden die Schulungen zu deren Nutzung aufgrund der Coronakrise auf 2021 verschoben.

Im Lauf des Jahres verteilte Alperia auch an das Landeszivilschutznetz angeschlossene Funkgeräte, um in sehr kritischen Situationen oder bei schweren Notfällen auf ein widerstandsfähiges Funknetz zählen zu können.

Anhand eines Dokuments zur Risikobewertung werden die wichtigsten Risiken für Alperia identifiziert. Trotz der großen Risiken, die mit der Tätigkeit des Unternehmens verbunden sind, konnten Anzahl und Schweregrad der Zwischenfälle dank der umgesetzten Systeme stets sehr niedrig gehalten werden. Für das Management von Unfällen und Beinaheunfällen wird seit der Gründung von Alperia ein Verfahren umgesetzt, das die Kommunikation bei derartigen Vorfällen schneller gestaltet. Es wird darauf hingewiesen, dass sich im Jahr 2020 14 Unfälle ereigneten, während 320 Fehltage zu verzeichnen waren (25 % weniger als 2019). Der Häufigkeitsindex sank von 8,68 auf 8,13, der Schwereindex von 0,26 auf 0,19.


Anzahl Arbeitsunfalle mit Abwesenheitstagen

Anzahl Arbeitsunfalle mit Abwesenheitstagen

Mit dem Ziel, sowohl das Unfallgeschehen innerhalb der Alperia Gruppe als auch jenes externer Unternehmen, die an unseren Standorten tätig sind, zu bewerten, konsolidierten wir zudem das System zur Erhebung von Daten über die vom Personal durchgeführten Tätigkeiten (z. B. Arbeitsstunden) sowie einen Ablauf zur Meldung von Unfällen. Die erhobenen Daten werden betriebsintern mittels des monatlichen HSE-Berichts veröffentlicht. In die Vertragsbedingungen nehmen wir auch Klauseln auf, die sich auf die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Drittunternehmen beziehen. Die Arbeitsleistungen der Auftragnehmer werden mittels eines spezifischen Rating-Systems bewertet. Den erhobenen Daten zufolge ereigneten sich im Lauf des Jahres 16 Unfälle, wodurch die Zahl der Fehltage auf 73 stieg. Diese Unfälle betrafen hauptsächlich die Lieferanten von Edyna und Ecoplus. Dadurch erhöhte sich der Häufigkeitsindex betreffend die Auftragnehmer, der von 3,05 auf 20,77 stieg, während der Schwereindex in Bezug auf die Fehltage von 0,13 auf 0,09 sank. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Daten mit den Jahren ihrer Erhebung immer genauer werden, dass jedoch keine Aufzeichnungen wie bei den die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Alperia betreffenden Unfällen geführt werden. Stattdessen erfolgt eine Überwachung der Meldungen der Lieferanten. Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass Alperia ein Lieferantenverzeichnis und ein Vendor Rating System führt, welches die Bewertung der Lieferanten auf der Grundlage vorgegebener Indikatoren ermöglicht, zu denen auch die Unfallkennzahlen gehören.

Um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv in Fragen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes einzubeziehen, führte Alperia insgesamt mehr als 21.000 Schulungsstunden durch, von denen es bei 8.334 ums Thema Sicherheit ging. Die Schulungen richteten sich an alle Gesellschaften der Gruppe, und es nahmen insgesamt 1.096 Mitarbeiter an ihnen teil (die Zahl ist höher als die der Gesamtbelegschaft, denn es wurden auch diejenigen mitgerechnet, die bis zum 31.12.2020 beschäftigt waren, dann aber ihren Arbeitsplatz verließen).

Darüber hinaus wurde die Veröffentlichung des monatlichen Berichts über Qualität, Asset Integrity, Umwelt, Gesundheit und Sicherheit weitergeführt, in welchem etwaige Unfälle am Arbeitsplätz erörtert werden. Seit 2019 enthält dieser Bericht einen Abschnitt zum Thema Abfälle („Zero Waste“). Diese Sensibilisierungskampagne wird auch mit Informationen im betrieblichen Intranet und mit Lessons Learned weitergeführt.

Die Konformität des Systems für Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit wird regelmäßig durch First-Party-Audits (intern) und Third-Party-Audits (extern, d. h. durch eine unabhängige akkreditierte Stelle) geprüft. Die Wirksamkeit wurde im vergangenen Jahr mehrmals auf der Grundlage vordefinierter Indikatoren überwacht. Gegebenenfalls werden entsprechende Anpassungen umgesetzt. Für jede zertifizierte Gesellschaft werden jährlich regelmäßige Besprechungen durchgeführt (Überprüfung durch die Geschäftsführung und Besprechungen laut Art. 35 Gv.D. 81/2008), um die Ergebnisse und Verbesserungsprogramme, das Resultat der internen und externen Audits, das Ergebnis der Gesundheitsüberwachung und den Fortschritt der Schulungen zu teilen.

Emergency Board und Maßnahmen zur Infektionsvermeidung

Die Herausforderung der Pandemie meistern

Den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ermöglichen, sicher zu arbeiten, indem die Ausbreitung der Infektion vermieden und die Risiken in Verbindung mit den Tätigkeiten von Alperia minimiert werden. All dies unter Gewährleistung eines stets effizienten und prompten Service für die Kundinnen und Kunden. Dies sind nur einige der Herausforderungen, denen wir uns im Jahr 2020 stellen mussten, einem Jahr, das vom Ausbruch der Covid-19-Pandemie geprägt war und dem Alperia von Anfang an mit der Einrichtung eines Emergency Board begegnete, das sich während der kritischsten Phase der Gesundheitskrise täglich und danach einmal pro Woche traf. Ein Pandemie-Management-Team, bestehend aus den Direktorinnen und Direktoren der einzelnen Business Units, dem Direktor für Kommunikation, den Leitern von HSE Alperia und jeder Gesellschaft der Gruppe, General Services und den Gewerkschaften, mit der Zielsetzung: gemeinsame Entscheidungen treffen, Infektionstrends überwachen und das Covid-19-Risiko im Betrieb lenken.

Emergency

Neben der Umsetzung der Rechtsvorschriften auf gesamtstaatlicher und Landesebene hat Alperia zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen vorgesehen und in diesem Rahmen die Schichten der vor Ort tätigen Mitarbeiter so organisiert, dass jede Art von Austausch zwischen Gruppen vermieden wird, feste Teams beibehalten werden und Infektionen so leichter nachzuvollziehen sind. Zusätzlich wird die Desinfektion der Arbeitsplätze zwischen den einzelnen Schichten gefördert. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit Bürotätigkeiten betraut sind, wurden ins Homeoffice geschickt, und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, in deren Familie ein positiver Fall aufgetreten war, wurde die Möglichkeit geboten, vor der Rückkehr an den Arbeitsplatz einen Schnelltest auf Kosten von Alperia durchzuführen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden zu einer obligatorischen Online-Schulung mit abschließendem Test eingeladen, bei der Verhaltensweisen aufgezeigt wurden, die zur Verhinderung der Ausbreitung von Infektionen beitragen. Darüber hinaus wurden an den Hauptstandorten Geräte zur Messung der Körpertemperatur installiert, während die kleineren Standorte mit Infrarot-Thermometern ausgestattet wurden.

Neben der Ausstattung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Schutzmasken führte Alperia auch spezielle Entsorgungssysteme an seinen Standorten ein und schärfte damit das Bewusstsein für ökologische Nachhaltigkeit.

Es wird zudem darauf hingewiesen, dass alle vom Emergency Board getroffenen Entscheidungen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über das Intranet myAlperia und mittels gezielter Kommunikationsmaßnahmen mitgeteilt wurden. Unsere Maßnahmen haben sich als wirksam erwiesen, denn in keinem Unternehmen der Gruppe ist es zu Massenausbrüchen gekommen. Zur weiteren Absicherung hat sich Alperia zudem um den Erwerb des Zertifikats CSQ COVID-19 Restriction von IMQ bemüht. Dieses Instrument dient dazu, mittels Stichproben-Audits die Umsetzung der Maßnahmen zur Bekämpfung und Eindämmung der Verbreitung von Covid-19 am Arbeitsplatz zu überwachen.

Gesundheit im Fokus der Aufmerksamkeit

So verbessern wir das Wohlbefinden und reduzieren Unfälle und Fehlzeiten

Wir möchten, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem gesunden, auf das Wohlbefinden ausgerichteten Umfeld arbeiten. Unter Einhaltung der Gv.D. 81/2008 sehen wir dafür eine ärztliche Untersuchung vor, bei der die berufliche Eignung geprüft wird, und wir bieten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit, einen Teil oder ihre vollständige Produktionsprämie zur Inanspruchnahme von Leistungen im Rahmen eines Sozialprogramms zu verwenden (beispielsweise können sie die Erstattung der schulischen Ausgaben für ein Familienmitglied oder die Erstattung der Ausgaben für die Betreuung von zu ihren Lasten lebenden oder sonstigen Familienangehörigen beantragen). Wir bieten ihnen eine Krankenzusatzversicherung und eine Unfallversicherung (für Unfälle am Arbeitsplatz und in der Freizeit) bei dauerhafter Invalidität.

Dank der über das Tool „myIdeas“, das allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern offensteht, eingegangenen Empfehlungen führten wir an unseren Standorten Trinkflaschen aus Glas (für die operativen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Aluminium), aber auch Trinkwasserspender, kostenlose Äpfel und Desinfektionsmittelspender am Eingang zu den Standorten und in jeder Toilette (zusätzlich zu den neuen Behältern für die Entsorgung von Einwegmasken) ein.

Wir unterstützen weiterhin die Tätigkeiten des Arbeitervereins für Freizeitgestaltung und Wohlfahrt, der gemeinsame Aktivitäten für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach der Arbeit organisiert, und haben auch die Vereinbarungen mit einigen Sportzentren in Bozen sowie weiteren regionalen Einrichtungen erneuert. Diese Prinzipien sollen auch die Grundlage für unseren neuen Sitz in Meran bilden, der architektonisch auf das Wohlbefinden der dort täglich arbeitenden Menschen ausgerichtet ist und für den ein Fitness- und ein Entspannungsraum geplant sind. Die konzernweite Fehlzeitenquote lag im Jahr 2020 bei acht pro 1.000 geleisteten Arbeitsstunden und damit rund 33 % höher als im Vorjahr. Dieser Anstieg ist auf eine Zunahme der Abwesenheiten aufgrund der Covid-19-Pandemie zurückzuführen. Die Berufskrankheiten im Jahr 2020 waren, genau wie im Jahr 2019, null.

Abwesenheitsrate bei der Arbeit

Abwesenheitsrate bei der Arbeit

Strategisches Ziel: Wir möchten unseren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und jenen unserer Partner (externe Unternehmen) höchste Sicherheit am Arbeitsplatz garantieren.

Operative Ziele2020 durchgeführte MaßnahmenGeplante Maßnahmen(Neue) FristenKPIZielwertWert Jahr 2020Status

Alle Unfälle wichtiger externer Unternehmen erfassen
 xHäufigkeit und Schwere von Unfällen von externen Unternehmentbdx

Keine Unfälle in Bezug auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und externe Unternehmen
Die folgenden Informationen werden durch den HSE-Monatsbericht bereitgestellt:
Häufigkeitsindex und Schwereindex für alle Unternehmen der Alperia GruppeArten von Unfällen und BeinahunfällenBeschreibungen von Unfällen und Beinahunfällen mit Angabe der Ursachen und Korrekturmaßnahmen --> Lesson LearnedEs finden monatliche Treffen mit allen HSE-Mitarbeitern der Gruppe (Lenkungsausschuss) statt, bei denen alle Schulungsaktivitäten in den Bereichen Sicherheit, Qualität und Umwelt, offene Punkte im Bereich Sicherheit und Audit-Empfehlungen sowie interne und externe Audit-Programme für ISO-Zertifizierungen besprochen werden.
Operative Audits: Erstellung eines Betriebsprüfungsprogramms mit allen Gesellschaften der Gruppe --> die Tätigkeit wurde 2020 coronabedingt ausgesetzt und 2021 gemäß PRO 403 wieder aufgenommen.

 Interne Audits 2021: neues multidisziplinäres System
jährlichAnzahl der Unfälle mit Ausfalltagen014 (Mitarbeiter) 16 (externe Unternehmen)x

Strategisches Ziel: Wir sind bestrebt, die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv zu fördern.

Operative Ziele2020 durchgeführte MaßnahmenGeplante Maßnahmen(Neue) FristenKPIZielwertWert Jahr 2020Status
Senkung der MitarbeiterausfallrateGroßer Fokus auf die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Covid-19)Weiterführung der Maßnahmen der VorjahrejährlichAbwesenheitsrate (Fehltage je 1.000 Arbeitsstunden)-8x