Asset Integrity

{ GRI EU21 }

Energie aus Wasserkraft ist eine der wichtigsten erneuerbaren Energiequellen: Sie wirkt sich nicht negativ aufs Klima aus, ist effizient und für eine Gebirgsregion wie Südtirol besonders gut geeignet.

Risikomanagement

RisikoManagementmethode
Risiko in Bezug auf das nicht erfolgte Management der Inspektions- und Instandhaltungsmaßnahmen von Stauanlagen und sonstigen Wasserbauten (z. B. Leitungen, Stollen usw.), um deren strukturelle Integrität zu garantieren und einen vollständigen oder teilweisen Zusammenbruch mit möglichen Auswirkungen auf die Umgebung und die Verhängung von behördlichen Sanktionen zu vermeiden.Wir sind bestrebt, für unsere Infrastrukturen, Stauanlagen und Wasserbauten maximale Sicherheit zu garantieren, um das Personal, die Bevölkerung und die umliegenden Gebiete zu schützen. Dafür haben wir ein präzises internes Kontrollsystem eingeführt, Maßnahmen zur kontinuierlichen Überwachung und Instandhaltung unter Einhaltung der gesetzlichen Verpflichtungen entwickelt und führen unsere Druckleitungen unter Wahrung der normativen Verpflichtungen. Um die Widerstandsfähigkeit unserer Bauwerke und Anlagen auch bei Hochwasser zu gewährleisten, haben wir Pläne für Sofortmaßnahmen entwickelt und eine Absichtserklärung mit der Agentur für Bevölkerungsschutz der Autonomen Provinz Bozen für das Notfallmanagement (u. a. bei Hochwasserereignissen) unterzeichnet.
Risiko, dem lokalen Umfeld aufgrund von Zwischenfällen an Anlagen, die sich an durch Naturkatastrophen oder Terrorangriffe gefährdeten Orten befinden, Schäden zuzufügen.Wir sind bestrebt, die betriebliche Kontinuität all unserer EDV-Systeme und Anlagen zu gewährleisten und Risiken in Verbindung mit Zielobjekten, die durch Terrorismus gefährdet sind, auf ein Mindestmaß zu reduzieren (z. B. Cyber Security und gefährdete Orte). Dafür haben wir einen entsprechenden Plan für Business Continuity und Disaster Recovery entwickelt.

Alperia betreibt 34 Groß- und Kleinwasserkraftwerke sowie 14 Stauanlagen und 17 kleinere Anlagen, mit denen wir pro Jahr im Durchschnitt circa 4.000 GWh saubere Energie produzieren. Energie aus Wasserkraft ist eine der wichtigsten erneuerbaren Energiequellen: Sie wirkt sich nicht negativ aufs Klima aus, ist effizient und für eine Gebirgsregion wie Südtirol besonders gut geeignet. Alperia verpflichtet sich, deren nachhaltige Nutzung zu garantieren und die Betriebsrisiken der Anlagen auf ein Minimum zu reduzieren. Es handelt sich um komplexe Infrastrukturen, die den Gefahren von Naturkatastrophen und Terrorattacken besonders ausgesetzt sind. Mit ihrem Schutz beschäftigen sich daher sowohl die einzelnen Business Units als auch die ganze Gruppe. Die Planung von Überwachungs- und Instandhaltungsmaßnahmen ist grundlegend, um Störungen zu reduzieren und so eine höhere Verfügbarkeit der Anlagen sicherzustellen. Der Verfügbarkeitsindex belief sich im Jahr 2019 auf 86,43 % (2018 betrug er 87,67 %) gegenüber einem Ziel von 85,31 %: Im Lauf des Jahres 2019 kam es zu keinerlei erheblichen Zwischenfällen oder Störungen, und die geplanten Instandhaltungsmaßnahmen wurden weitergeführt. Das Ziel für 2020 beträgt 86,90 %.

Pflanzenöl 

Störungen in den Edyna-Anlagen könnten Umweltzwischenfälle nach sich ziehen. Edyna bewertet dieses Risiko und setzt mögliche Korrekturmaßnahmen um. Beispielhaft ist der Ersatz der Mineralöltransformatoren durch Pflanzenöltransformatoren. Diese 2019 entwickelte Maßnahme gilt als grundlegend, um die Umweltbelastung zu reduzieren. Der Brennpunkt des Fluids ist um das 2-Fache höher als der von Mineralöl. So wird die Brandgefahr im Vergleich zu den gegenwärtig genutzten Mineralölen deutlich reduziert. Pflanzenöle sind zudem weder gesundheits- noch umweltschädlich. Es handelt sich um erneuerbare Stoffe, die wiederverwertet werden können und in hohem Maße biologisch abbaubar sind. Diese von Edyna genutzten Pflanzenöltransformatoren werden in Italien beschafft und müssen bestimmte technische Eigenschaften aufweisen. Vorrang gegeben wird beim Ersatz Naturschutzgebieten wie Naturparks oder Bereichen, in denen im Umkreis von 15 m Flüsse und/oder Bäche fließen. 

Die Sicherheit der Stauanlagen 

Mehr als 200 Mitarbeiter beschäftigen sich mit der Kontrolle und Instandhaltung sowohl der Stauanlagen als auch aller Elemente eines Wasserkraftwerks. Die Stauanlagen sind mit einem ausgedehnten Überwachungssystem ausgestattet, das in der Lage ist, die hydraulischen und strukturellen Eigenschaften des Bauwerks und der entsprechenden Anlagen in puncto hydraulische Sicherheit zu erkennen. Die wichtigsten Daten werden an das Fernüberwachungszentrum in Kardaun übermittelt, das sie in Echtzeit prüft. Die Überwachungsdaten insgesamt werden mittels Fernablesung von den Technikern des Bereichs Zivilbau in Bozen verwaltet. Zweimal jährlich besuchen die Funktionäre der Generaldirektion Stauanlagen (Direzione Generale Dighe) des Ministeriums für Infrastrukturen und Verkehr die Anlagen, um zusammen mit dem von Alperia Greenpower ernannten leitenden Ingenieur oder seinem Stellvertreter detaillierte Inspektionen durchzuführen. Für die Kontrolle der kleineren Stauwerke ist dagegen das Amt für Hydrologie und Stauanlagen der Autonomen Provinz Bozen zuständig. Dessen Funktionäre führen in Begleitung des von Alperia Greenpower ernannten Beauftragten Jahres- oder Halbjahresinspektionen durch. 

Jede große Stauanlage (mit einem Stauziel von mehr als 1 Mio. m3 Wasser und/oder einer Stauanlagenhöhe von mehr als 15 m) verfügt über ein von der Autonomen Provinz Bozen erstelltes Zivilschutzdokument sowie über einen internen Betriebsablauf, in dem festgelegt ist, wie sich die Mitarbeiter bei außergewöhnlichen Ereignissen zu verhalten haben. Das Personal, das die Stauanlage betreut, ist entsprechend qualifiziert und in der Lage, die Ablaufeinrichtungen auch ohne telefonische Rücksprache zu betätigen. Alperia Greenpower schult regelmäßig das für das Management der großen Stauanlagen zuständige Personal und setzt bei außergewöhnlichen Witterungsbedingungen mehr technische Experten ein.

Die erste Phase eines Hochwasserereignisses gilt nicht als Notfall, da es dank der Stauanlagen möglich ist, die abgelassene Wassermenge im Verhältnis zur anlaufenden Wassermenge zu verzögern oder zu verringern. Dadurch kann Alperia Greenpower das Wasservolumen, das unter normalen Bedingungen während eines Hochwassers talwärts strömen würde (Lamination), zurückhalten, wodurch die potenziellen Gefahren reduziert werden. Der Bevölkerung wird somit eine höhere Sicherheit gewährleistet, und die zerstörerischen Auswirkungen der Wassermengen auf das Ökosystem der unmittelbar unter der Stauanlage liegenden Gebiete werden begrenzt. 

Strategisches Ziel: Wir sind bestrebt, für unsere Anlagen maximale Sicherheit zu garantieren und das Personal, die Bevölkerung und die umliegenden Gebiete zu schützen.

Operative Ziele2019 durchgeführte
Maßnahmen
2019 geplante
Maßnahmen
(Neue)
Fristen
KPIZielwertWert 2019

Festlegung eines KPI für Asset Integrity auf Gruppenebene
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(erreicht)
Umwelt
zwischenfälle
-0

Entwicklung eines sicheren, stabilen Kommunikationsnetzes bei schweren Notfällen mit dem Landeszivilschutz
Durchführung von Informationsbesuchen zu speziellen Themen, insbesondere für das Personal der Leitstellen der Fernüberwachungszentren für das Management von Verteilung und Produktion sowie für die Mitarbeiter der Notrufzentralen 112 und 118--
(erreicht)
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