Ökonomische Entwicklung

{ GRI 201-1, 203-1, 302-4, 102-12 }

Was wir geleistet haben und was wir noch leisten möchten

2020 war ein Jahr des Wandels, das die ganze Welt dazu veranlasst hat, in puncto Nachhaltigkeit, Multichannel-Vertrieb und Kundenzentrierung einen Zahn zuzulegen. Diese Themen bilden die Grundlage der Alperia-Strategie für die kommenden Jahre gemäß den Angaben im „One Vision“-Industrieplan 2020–2024. Die Energiewende ist nicht mehr aufschiebbar und erfordert von allen Wirtschaftsteilnehmern, ihre Strategie zu überdenken und auf Nachhaltigkeit zu setzen. Die nächsten Jahre sind ausschlaggebend, um viele Energieverbrauchsgewohnheiten zu ändern, auch mithilfe der beträchtlichen Mittel, welche die Europäische Kommission und die italienische Regierung für diesen Zweck bereitstellen wollen. Aus diesem Grund werden alle Geschäftsabläufe der Bus (Business Units) und der Gesellschaften der Alperia Gruppe diesen Kurs einschlagen, mit dem Ziel, greifbare Ergebnisse für die Region zu erzielen. Die folgenden Hauptauswirkungen werden am Ende des Plans messbar sein:

  • die Vermeidung von über 303 kt zusätzliche CO2-Äquivalente
  • die Belieferung von mehr als 95 % der Neukundinnen und -kunden mit nachhaltigen Produkten (sowohl Strom als auch Gas)
  • die Einsparung von über 22 Mio. Kubikmetern Wasser (entspricht dem Jahresverbrauch von 100.000 Familien)
Die Maßnahmen zur Erreichung der Ziele des Strategieplans sind im Newsroom auf der Website des Unternehmens unter www.alperiagroup.eu zu finden.

Ökonomischer Mehrwert

Die von Alperia 2020 erwirtschafteten Erlöse in Höhe von mehr als 1,4 Mrd. Euro (–7 % gegenüber 2019) wurden zum größten Teil, d. h. in Höhe von zirka 1,2 Mrd. Euro, genutzt, um die Betriebskosten zu decken. Über 257 Mio. Euro wurden Südtirol in Form von direktem Mehrwert zugeführt (+9 % gegenüber 2019), davon gingen 91 Mio. Euro in Form von Steuern, Umweltfonds, Konzessionsgebühren und kostenlos dem Land geliefertem Strom an öffentliche Körperschaften, 70 Mio. Euro wurden als Entlohnung und Sozialleistungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgezahlt und 2,7 Mio. Euro flossen in Form von Sponsoring und Spenden ins lokale Umfeld ein. Letztere stiegen im Vergleich zu 2019 um mehr als 45 %, dank zusätzlicher Spenden für soziale Initiativen, die zur Unterstützung der von der Covid-19-Pandemie betroffenen Gemeinschaft gestartet wurden (siehe Kapitel 6.1.3.). An die Aktionäre wurden 2020 33 Mio. Euro an Dividenden ausgeschüttet (+28 % gegenüber 2019). An Südtiroler Unternehmen wurden schließlich Aufträge für zirka 60 Mio. Euro vergeben (wie 2019). Der ökonomische Mehrwert kommt indirekt dem gesamten Territorium zugute: Mittels der abgeführten Steuern und Abgaben sowie der ausgeschütteten Dividenden können die politischen Institutionen zahlreiche öffentliche Leistungen zum Vorteil der Bevölkerung finanzieren.

valore aggiunto per l'alto adige
investimenti

Steuern

Die Gruppe wirkt in Übereinstimmung mit dem geltenden Steuersystem und erfüllt korrekt ihre Pflicht als Steuerzahler. Für alle Tochtergesellschaften und die Gesellschaften, die gemeinsam mit Alperia AG beherrscht werden, werden die steuerlichen Verpflichtungen von den Abteilungen der Muttergesellschaft (Direktion Verwaltung & Finanzen, Direktion Legal & Corporate Affairs, General Services, Procurement & Logistics) oder von externen Beratern erfüllt.

Die Überwachung des Steuerrisikos erfolgt durch die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unterstützt vom Geschäftsbereich Group Compliance, mit einer Bewertung durch den Bereich Enterprise Risk Management, und wird durch Governance und Geschäftsleitung gesteuert, bei Bedarf unterstützt von externen Beratern. Die Gruppe setzt zudem eine entsprechende interne Richtlinie (Whistleblowing) um, die auch mögliche Situationen, in denen das geltende Steuersystem nicht eingehalten wird, abdeckt. Die ordnungsgemäße Übermittlung der Steuererklärungen und die Pünktlichkeit der damit verbundenen Zahlungen werden von der Rechnungsprüfungsgesellschaft und den Kontrollorganen der Gesellschaften (sofern vorhanden) überprüft.

Die Bemessung der in den Jahresabschlüssen der Gesellschaft bereitgestellten direkten Steuern und deren Übereinstimmung mit den in den dazugehörigen Steuererklärungen ausgewiesenen Beträgen sind Gegenstand spezifischer Prüfungstätigkeiten seitens der Rechnungsprüfungsgesellschaft.

Mit allen steuerlichen Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Gesellschaft Bluepower Connection mit Sitz in Rumänien wurden erstrangige Kanzleien mit internationaler Erfahrung beauftragt, mit dem Ziel, die Einhaltung des steuerlichen Bezugsrahmens zu gewährleisten. Dieses Thema ist auch Gegenstand eines speziellen Teils des Organisations-, Verwaltungs- und Kontrollmodells gemäß Gv.D. Nr. 231/2001, das von den einzelnen Gesellschaften umgesetzt wird. Die Notwendigkeit einer ordnungsgemäßen und strukturierten Interaktion mit der Finanzverwaltung spiegelt sich auch in einer internen Richtlinie wider (Verfahren für von der öffentlichen Verwaltung durchgeführte Inspektionen und Kontrollen).

Sozialverantwortung

An der Seite der Schwächsten

Im Jahr 2020, einem coronakrisenbedingt besonders schwierigen Jahr, führte Alperia zahlreiche Aktionen im Rahmen der Sozialverantwortung durch. Das Unternehmen beschloss, Südtiroler Betrieben ein dreimonatiges Zahlungsmoratorium zu gewähren und Haushaltskundinnen und -kunden, die in der Zeit vom 5. März bis zum 31. Mai ihren Arbeitsplatz verloren haben oder in Kurzarbeit geschickt wurden, zwei Monate lang kostenlos mit Strom zu beliefern. Alperia übernahm die Stromkosten und die für den Verkauf und den Dienst fällige Provision, da diese keinen Einfluss auf die anderen Posten der Rechnung haben, die vom Staat und der Regulierungsbehörde für Strom und Gas festgelegt werden. Aus demselben Grund galt die Initiative nicht für die Kundinnen und Kunden der geschützten Grundversorgung, da der Preis für diese direkt von der Behörde auf nationaler Ebene festgelegt wird. Dies waren Maßnahmen von äußerst großem Wert: Es wird darauf hingewiesen, dass sich allein das Moratorium zugunsten der KMUs auf eine Liquiditätshilfe von zirka 50 bis 70 Mio. Euro belief. Darüber hinaus unterstützte Alperia nach den kleinen und mittleren Südtiroler Betrieben und den Familien in Not auch die Vereine, die täglich die direkten Folgen der Pandemie zu spüren bekommen, und setzte damit ein Zeichen der Solidarität vor allem zugunsten von älteren Menschen, Frauen und Kindern. Die Pandemie wirkt sich nämlich nicht nur anhaltend auf das Gesundheitswesen und die Wirtschaft aus, sondern hat auch gravierende soziale Folgen. Dafür stand Alperia den Südtiroler Organisationen und Vereinen zur Seite, die sich mit außergewöhnlich großen Schwierigkeiten – auch finanzieller Art – auseinandersetzen mussten. Insbesondere spendete Alperia 1 Mio. Euro an folgende Einrichtungen:

  • Verband der Seniorenwohnheime Südtirols
  • Südtiroler Vinzenzgemeinschaft
  • Weißes Kreuz
  • Rotes Kreuz
  • GEA Frauenhausverein
  • Haus der geschützten Wohnungen des KFS
  • Verein „Donne contro la violenza – Frauen gegen Gewalt“
  • Verein „La Strada – Der Weg“
  • Genossenschaft Südtiroler Kinderdorf

All diese Vereine setzen sich für ältere Menschen, Frauen, Kinder und benachteiligte Jugendliche ein. Oft wird diesen Einrichtungen, deren Wirken heute mehr denn je wichtig ist, nicht die Aufmerksamkeit zuteil, die sie verdienen. Aufgrund der Gesundheitskrise vergrößerten sich Ungleichheiten und ohnehin schwierige Ausgangssituationen verschlechterten sich. Dabei ist beispielsweise an die Frauen und Kinder zu denken, die gerade während des Lockdowns in vielen Fällen gewalttätigen Familiensituationen ausgesetzt waren. Mit diesen Spenden wollte Alperia den Schwächsten und denjenigen, die diese tagtäglich leise, jedoch wesentlich unterstützen, beistehen. Darüber hinaus sprach der Vorstand auch den Hilfsorganisationen, die Tag für Tag unermüdlich an vorderster Front im Kampf gegen das Coronavirus stehen, seinen Dank und seine Verbundenheit aus.

Abgesehen von der Unterstützung dieser Vereine bekräftigte Alperia seine Verantwortung gegenüber dem Territorium mit folgenden Spenden:

  • Propositiv Südtirol AIDS-Hilfe: Freiwilligenorganisation, deren Hauptziel die Prävention von und die Information über HIV/AIDS ist;
  • Südtiroler Jugendring: Südtiroler Jugendverein;
  • A.S.A.A. Alzheimer Südtirol: Verein zur Information, Sensibilisierung, Pflege und Unterstützung von Alzheimer-Kranken und deren Familien;
  • Canalescuola: vom Bildungsministerium MIUR akkreditierte Bildungsanstalt, die pädagogische und didaktische Dienstleistungen sowie Aus- und Weiterbildungskurse für Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher bietet;
  • Eltern Kind Zentrum – Meran: familienfreundliche Begegnungsstätte mit Aktivitäten für Kinder und Familien;
  • Jugendzentrum Jungle: Jugendzentrum in Meran, das Begegnungsräume für die Jugendlichen der Stadt bietet;
  • Fabe Familienberatung: Familienberatungsstelle;
  • Detection Dog. Training System: Zentrum für Hundetrainer;
  • Elternverband hörgeschädigter Kinder: Verein von Eltern hörgeschädigter Kinder, der Kinder, Jugendliche und Familien mit durch Gehörlosigkeit bedingten Problemen unterstützt und betreut;
  • Frauendienst Bezirksgemeinschaft Brixen: Bezirksgemeinschaft Brixen;
  • Frauendienst Bezirksgemeinschaft Pustertal: Bezirksgemeinschaft Pustertal;
  • Hotel Masatsch – Lebenshilfe: Hotel Masatsch

Schließlich unterstützte Alperia in Zusammenarbeit mit dem RHVÖ (österreichischer Rettungshundeverband) die Ausbildung von Lawinenhunden. Der RHVÖ veranstaltete vom 16. bis 23. Februar 2020 im Martelltal einen Grundkurs für Lawinenhunde und ihre Führer. Alperia stellte die Location für den Kurs zur Verfügung. Dabei handelte es sich um die Zone stromabwärts des Zufrittsees, die zum Wasserkraftwerk Laas gehört. Der Schwerpunkt des Kurses lag auf der Suche und Bergung von teilweise von Schnee verschütteten Personen. Die Hundeführer lernten, wie man mit den LVS-Geräten umgeht und sich auf Schneeschuhen bewegt. Unterstützt wurde der Lehrgang auch von Egon Eberhöfer von der Bergrettung Martelltal und vom Biathlonzentrum Martelltal.

Schließlich weisen wir darauf hin, dass 2020 ein Treffen von Alperia mit dem Verein Volontarius stattfand, um etwaige Praktikumsmöglichkeiten zu erörtern. Da es schwierig war, Personen mit den erforderlichen beruflichen Fähigkeiten zu finden, wurde beschlossen, das Projekt „Helfen, ohne zu verschwenden“ mit einem Zuschuss von 20.000 Euro zu unterstützen, dessen Ziel es ist, den schwächsten und bedürftigsten Menschen zu helfen.

Investitionen in Infrastrukturen

Die Überwachung und Instandhaltung der Infrastrukturen sind der Schlüssel zu einer modernen, effizienten und sicheren Energieversorgung. Daher investierten wir im Jahr 2020 mehr als 126 Mio. Euro in die Modernisierung unserer Anlagen, die zu 37 % auf die Verteilnetze, zu 26 % auf die Produktion, zu 9 % auf die Fernwärme, zu 11 % auf die Smart Region und zu 17 % auf IT-Infrastruktur, Gebäude, Versorgung, Handel und andere Bereiche verteilt wurden. Ein Weg, den wir von Jahr zu Jahr erneuern: 2016 bis 2019 beliefen sich unsere Investitionen insgesamt auf 321 Mio. Euro, und wir hatten uns das Ziel gesetzt, 400 Mio. Euro in fünf Jahren zu investieren: Dieses Ziel haben wir erreicht und lancieren nun den neuen Plan 2020–2024.

Investitionen in das Stromnetz

Das Stromverteilungsnetz von Edyna, einer Tochtergesellschaft von Alperia, ist mehr als 8.900 km lang (Hoch-, Mittel- und Niederspannung) und für mehr als 2,7 TWh Strom ausgelegt, die in Südtirol verteilt werden. Edyna, die Verteilungsgesellschaft der Gruppe, ist der fünftgrößte Verteiler auf gesamtstaatlicher Ebene und einer der vier Betreiber, die als Erste die neue Zählergeneration „Smart Meter“ in Italien einführen. Im Rahmen dieses Projekts, das eine Gesamtinvestition von über 41 Mio. Euro beinhaltet, sollen in den nächsten Jahren mehr als 260.000 Zähler der neuen Generation installiert werden, davon 20.000 für andere lokale Verteiler. Dabei handelt es sich um intelligente Zähler, welche die Effizienz und Qualität des den Kundinnen und Kunden angebotenen Dienstes erhöhen und eine genauere Überwachung des Energieverbrauchs ermöglichen (die Kundinnen und Kunden können den viertelstündlich aktualisierten Stromverbrauch ihres Anschlusses einsehen). Dank der mit der Konnektivität verbundenen Funktionen werden die Grundlagen für die Entwicklung neuer technologischer Lösungen für die Haustechnik und das Energiesparen gelegt, was einen neuen Meilenstein für Smart Homes markiert. Die Installationen begannen im September 2020, und die ersten Gemeinden, welche die neuen Zähler erhielten, waren Neumarkt, Auer und Kaltern. Auf seiner Website veröffentlichte Edyna den voraussichtlichen Zeitplan für den Abschluss der Installation in den 96 in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Südtiroler Gemeinden bis 2024.

Parallel dazu investierte Edyna in die Sicherung der Widerstandsfähigkeit des Netzes und in die Erhöhung der Qualität und Kontinuität der Stromversorgung. Der Austausch der Transformatoren der Trafokabinen und der Maststationen durch Pflanzenöltransformatoren und die Installation von geräuscharmen Transformatoren für die Umspannwerke wurden weitergeführt. Es fanden Luftinspektionen statt (die in der Zukunft auch mit Drohnen durchgeführt werden könnten, was Vorteile in Bezug auf die Umweltverschmutzung und die Lärmbekämpfung bietet). Diese hatten entsprechende Maßnahmen betreffend das Beschneiden/Abholzen von Pflanzen und die unterirdische Verlegung von Stromkabeln zur Folge, die zwar bei Störungen schwieriger zu handhaben, jedoch bei extremen Witterungsereignissen sicherer sind. Außerdem wurden fünf neue Umspannwerke installiert, die Mittelspannungsnetze in Bozen und Meran vereinheitlicht und die Freileitungen in Kollmann und Marling stillgelegt. Weitergeführt wurden auch die Projekte Smart Edyna und Smart Land. Das Forschungsprojekt Storage4Grid wurde dagegen abgeschlossen.
Die meisten dieser Tätigkeiten werden auch 2021 fortgesetzt, mit geplanten Investitionen (bis 2024) von mehr als 360 Mio. Euro, um

  • über 260.000 Smart Meter zu installieren, davon 20.000 für andere lokale Verteiler;
  • die Widerstandsfähigkeit des Netzes zu gewährleisten und die Qualität und Kontinuität der Stromversorgung zu erhöhen;
  • das Netz in Bozen und Meran auszubauen und zu integrieren;
  • neue Umspannwerke und neue Hauptleitungen für das Mittelspannungsnetz zu bauen;
  • die Dienstleistungen für andere Netzbetreiber des Territoriums zu erhöhen.

Investitionen in die Fernwärme

Alperia Ecoplus betreibt an sechs Standorten in Südtirol Fernwärme für insgesamt elf Produktionsanlagen, darunter Anlagen in den Städten Bozen und Meran. Über ein Netz von über 150 km liefern wir Wärme an unsere Kundinnen und Kunden. Ein Viertel der in Südtirol durch Fernwärme erzeugten Wärmeenergie stammt aus unseren Anlagen. Alperia Ecoplus ist auf gesamtstaatlicher Ebene der fünftgrößte Anbieter mit einer Produktion und Verteilung von zirka 222 GWh. 2020 wurden in diesem Sektor mehr als 11 Mio. Euro investiert, die hauptsächlich wie folgt eingesetzt wurden: Ausbau des Fernwärmenetzes in Bozen, Bau eines Biomasse-Fernheizwerks in Meran (Fertigstellung 2021) und, ebenfalls in Meran, Installation und Test von Phasenwechseltanks für die Speicherung von Wärmeenergie. Gemäß den Vorgaben im neuen Strategieplan werden diese Investitionen auch in den nächsten vier Jahren in Höhe eines Gesamtwerts von 85 Mio. Euro weitergeführt, wobei folgende vorrangige Ziele gelten:

  • den Ausbau der Fernwärme in Bozen weiterführen;
  • den Energiemix in Meran verbessern;
  • drei neue Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Bozen bauen;
  • andere Betreiber von Fernheizwerken konsolidieren;
  • eine Kühlanlage in Bozen bauen.

Investitionen in die Wasserkraft

Alperia steht an dritter Stelle der italienischen Rangliste für erneuerbare Wasserkrafterzeugung (nach Enel Green Power und A2A) mit zirka 4.000 GWh/Jahr, die von 34 großen, mittleren und kleinen Wasserkraftwerken erzeugt werden, die der Leitung und Koordination durch die Gruppe unterliegen (und fünf Anlagen, die sich nicht mehrheitlich im Besitz von Alperia befinden), mit einer Kapazität von 1.300 MW.

Um einen nachhaltigen und effizienten Umgang mit den Wasserressourcen zu gewährleisten, investiert Alperia weiterhin erhebliche Mittel in seine Anlagen: 2020 beliefen sich die Investitionen auf 32,3 Mio. Euro, die hauptsächlich für die Teilsanierung einiger Anlagen (Revamping), aber auch für andere Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Sicherheit, Umweltverträglichkeit und Zuverlässigkeit eingesetzt wurden. Darüber hinaus wurden die vorbereitenden Tätigkeiten für die Umsetzung der im Jahr 2021 und im Strategieplan 2020–2024 geplanten Maßnahmen fortgesetzt, der Investitionen in Höhe von 310 Mio. Euro enthält (97 % davon sind auf die Erreichung der Sustainable Development Goals ausgerichtet).

Zu den wichtigsten außerordentlichen Maßnahmen, die im Plan vorgesehen sind, gehören:

  • Revamping des Werks in Brixen für 37 Mio. €;
  • Revamping des Werks in Laas für 10 Mio. €;
  • Revamping des Werks in Lana für 27 Mio. €;
  • Revamping des Werks in Kardaun für 26 Mio. €;
  • Erneuerung der Druckrohrleitungen in Laas und St. Pankraz im Flachbogen für zirka 33 Mio. € (sowie Maßnahmen an weiteren vier Druckrohrleitungen nach 2024 für zirka 30 Mio. €).

Auch dank des Erwerbs einer Mehrheitsbeteiligung an Hydrodata AG, einer alteingesessenen und renommierten Engineering-Gesellschaft in Turin, wurde eine Taskforce eingerichtet, die für die Teilnahme an künftigen Ausschreibungen zur Erneuerung der acht Alperia-Konzessionen, die am 31.12.2023 auslaufen (zirka 400 MW), zuständig ist.

Investitionen in die Smart Region

Das Territorium intelligenter, vernetzter und energetisch nachhaltiger gestalten: Alperia Smart Region erneuerte im Jahr 2020 ihr Engagement in diese Richtung und tätigte Investitionen mit folgenden Zielen:

  • Weiterer Ausbau der Elektromobilität: Schon heute ist Neogy (ein Joint Venture von Alperia und Dolomiti Energia) auf gesamtstaatlicher Ebene der zweitgrößte Anbieter im Bereich Smart Mobility, und Südtirol gehört laut dem Smart Mobility Report 2020 des Polytechnikums Mailand zu den am besten ausgestatteten Regionen in Europa;
  • Durchführung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sowohl für große Industrie- und Handelskonzerne als auch für Kondominien und Privatwohnungen, auch dank des Superbonus 110 % (gemäß dem Hilfspaket „Decreto Rilancio“ vorgesehene Fördermaßnahme, mit welcher der Anteil der steuerlichen Abzugsfähigkeit für vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2021 getätigte Ausgaben im Rahmen der Steigerung der Energieeffizienz, zur Erdbebensicherung, zur Installation von Photovoltaikanlagen oder für Anlagen zum Aufladen von Elektrofahrzeugen in Gebäuden auf 110 % angehoben wird). Diese Maßnahme wurde speziell in Südtirol strukturiert, dank des Know-hows von Alperia Smart Region und in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk lokaler Handwerksbetriebe ARO sowie dem Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister Lvh.Apa und auf gesamtstaatlicher Ebene mit dem Konsortium Efficienza Reti;
  • Entwicklung und Prüfung von Energiegemeinschaften in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Bauernbund;
  • Entwicklung von Produkten für den nachhaltigen Umgang mit der Primärressource Wasser in der Landwirtschaft in Zusammenarbeit mit dem Versuchszentrum Laimburg und dem Südtiroler Beratungsring;
  • Entwicklung von Smart-Health-Projekten mit dem Start-up-Unternehmen Care4u.

Insgesamt investierte Alperia Smart Region im Jahr 2020 14 Mio. Euro, auf die in den kommenden Jahren weitere 700 Mio. Euro (davon allein 500 Mio. Euro für den Superbonus 110 %) folgen werden, die Folgendem gewidmet sind:

  • Projekten zur Steigerung der Energieeffizienz;
  • Ausbau der Photovoltaik in Privathaushalten;
  • innovativen Lösungen zur Verbesserung der Energieeffizienz, basierend auf Algorithmen, Datenanalyse und künstlicher Intelligenz;
  • Entwicklung von Smart-Health-, Smart-Land- und Smart-City-Lösungen;
  • Entwicklung von Energieeffizienz- und Facility-Management-Lösungen für die öffentliche Verwaltung und das Gesundheitswesen, auch durch strategische Partnerschaften;
    - Entwicklung nachhaltiger Mobilität (elektrisch und mit Wasserstoff) sowohl zur Gestaltung der Infrastruktur des Territoriums als auch für die Schaffung innovativer Vertriebslösungen.

Strategisches Ziel: Wir sind bestrebt, in mehreren Bereichen einen Mehrwert für Südtirol zu schaffen, u. a. was Arbeitsplätze, lokale Steuern und soziales Engagement betrifft

Operative Ziele2020 durchgeführte MaßnahmenGeplante Maßnahmen(Neue) FristenKPIZielwertWert Jahr 2020Status
1,2 Mrd. Euro Mehrwert für Südtirol in 5 Jahren* Schöpfung von lokalem Mehrwert (Zahlungen an Behörden, z. B. Umweltfonds, Vergütungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Zulagen, Beauftragungen von lokalen Unternehmen, Sponsoring, Spenden und Dividendenzahlungen an örtliche Gesellschafter)* Schöpfung von lokalem Mehrwert (Zahlungen an Behörden, z. B. Umweltfonds, Vergütungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Zulagen, Beauftragungen von lokalen Unternehmen, Sponsoring, Spenden und Dividendenzahlungen an örtliche Gesellschafter)2017–2021Lokaler wirtschaftlicher Mehrwert (EUR)1,2 Mrd.257.457.761 EuroLaufend
Bewertung der Kooperationsmöglichkeiten zur Integration von Migranten in Südtirol* Mitarbeit am SPRAR-Projekt (Schutzsystem für Asylbewerber und Flüchtlinge), in dessen Rahmen die Aufnahme von Asylbewerbern und Flüchtlingen in kleinen Wohneinheiten in Südtirol vorgesehen ist, mit der Bereitstellung von zwei Gebäuden:
  • in Barbian, wo im März 2019 17 Personen aufgenommen wurden, mit dem Ziel, insgesamt 25 Asylbewerber aufzunehmen;
  • in Naturns, wo Alperia Greenpower der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt ein Gebäude zur vorübergehenden Aufnahme von kleinen Migrantengemeinschaften zur Verfügung stellte. Der Mietvertrag lief bis zum 31. Dezember 2020.
* Im Jahr 2020 wurde Covid-bedingt nichts in dieser Hinsicht umgesetzt, trotzdem bedachte Alperia Vereine, deren Schwerpunkt auf der Freiwilligenarbeit liegt, mit mehreren Spenden, um sie in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen.
 -- 

Strategisches Ziel: Wir sind bestrebt, die Zukunft Südtirols in Richtung Smart Region zu lenken

Operative Ziele2020 durchgeführte MaßnahmenGeplante Maßnahmen(Neue) FristenKPIZielwertWert Jahr 2020Status
Ausbau des Ultrabreitbands und Einrichtung eines Netzwerks für den Zugriff auf das Internet of Things in Südtirol* Alle im Jahr 2019 geplanten Maßnahmen wurden im Jahr 2020 erreicht.* IoT-Netzwerkentwicklung in den von Obstwiesen überzogenen Zonen Südtirols Anzahl der installierten IoT-Gateways (Antennen)> 40 installierte Gateways 
Förderung der Zusammenarbeit zur Entwicklung einer innovativen und intelligenten Infrastruktur* Smart-Edyna-Projekt abgeschlossen; Smart Land-Pilotprojekt gestartet* Entwicklung neuer Smart Land-Produkte2021–2022Anzahl neuer Produkte-Entwicklung von 2 neuen Produkten zusätzlich zum T360-TensiometerLaufend
Aktive Mitwirkung an Forschungsprojekten zur Entwicklung neuer Lösungen für intelligente Netze* Für „SmartNet Pilot A“ wurden die Ziele weitgehend erreicht und auch von der RBENU anerkannt. Für Storage4grid wurden die Ziele erreicht. Flexigrid befindet sich in der Entwicklung.* Weiterführung des Forschungsprojekts FLEXIGRID, das zur Entwicklung von Trafokabinen „der Zukunft“ mit dem Einsatz von intelligenten Zählern der neuen Generation führen wird2017–2021Zahl der abgeschlossenen Projekte32Laufend