Fernwärme: sichere und nachhaltige Wärme

Fernwärme ist heute das umweltfreundlichste, sicherste und einfachste System, um Gebäude mit Heizwärme und Warmwasser zu versorgen. Dieses Fernsystem funktioniert mit einem Leitungsnetz, das die von großen Blockheizkraftwerken erzeugte Wärme zu den einzelnen Wohnungen transportiert. Es gilt als besonders sicher, weil es viele kleine gas- und heizölbefeuerte Kessel ersetzt, die nicht besonders stabil und vor allem nicht nachhaltig sind.

In Südtirol liefert Alperia Fernwärme durch Alperia Ecoplus, das 5 Kraftwerke betreibt: in Bozen, Meran (wo gerade der Zuschlag einer Ausschreibung zur Errichtung einer neuen Biomasseanlage erteilt wird), Sexten, Klausen und Latzfons. Vom Kraftwerk gelangt die Wärme über ein unterirdisches Netz, das Jahr um Jahr wächst und mehrere Tausend Tonnen CO2-Emissionen einspart, direkt in die Wohnungen. Um Wärmeenergie zu erzeugen, nutzt Alperia neben Biomasse und Erdgas auch die Abwärme von Industrieprozessen und die Wärme der Müllverwertungsanlage in Bozen. Bei Bedarfsspitzen oder bei einer Störung des Biomassekessels verfügen die Fernheizwerke auch über mit Gas oder Heizöl betriebene Heizkessel. In 3 Kraftwerken sind auch Kraftwärmekopplungsanlagen installiert (die gleichzeitig Strom und Wärme produzieren und somit eine extrem hohe Energieeffizienz garantieren), die mit Erdgas betrieben werden. 

2019 waren 2.250 Wärmetauscher in Betrieb, die Tausende von Südtiroler Haushalten versorgten. Zudem wurden die Arbeiten für den Ausbau des Netzes weitergeführt. Insbesondere heißt dies: 

Bozen

In Bozen wurden mit einer Investition von 6,8 Mio. Euro die Aushubarbeiten für die Verlegung neuer Rohrleitungen aufgenommen; dadurch können bis Herbst 2020 noch viel mehr öffentliche und private Gebäude angeschlossen werden, was die zusätzliche Reduzierung des Verbrauchs aus fossilen Energiequellen und der CO2-Emissionen gemäß dem Klimaplan der Stadtgemeinde Bozen ermöglicht. Dank des Netzes und der Abwärme der Müllverbrennungsanlage konnten 2019 rund 14.800 t CO2 eingespart werden.

Die Arbeiten fanden im Bereich entlang des Radweges am rechten Eisackufer zwischen der Kreuzung Genua-/Alessandriastraße und dem Drusus-Stadion bzw. einem Teil der Rovigostraße statt. Das zweite Los betraf die Europaallee, die Sorrentstraße, die Drususalle, die Amalfistraße, die Roenstraße, die Gaismairstraße und den restlichen Teil der Rovigostraße. Für die Fernwärmeversorgung in Bozen nimmt Alperia hauptsächlich Abwärme der Müllverwertungsanlage der Stadt in Anspruch. Im Alperia-Tower, dem 40 m hohen Wärmespeicher des Fernheizwerks Bozen Süd, wird das durch die Abwärme der Müllverwertungsanlage erhitzte Wasser gespeichert, um bei Bedarf ins Fernwärmenetz eingespeist zu werden. Die beiden Erweiterungslose repräsentieren einen weiteren Fortschritt im Plan für den Ausbau des Fernwärmenetzes in Bozen gemäß dem Masterplan und dem CO2-Plan der Stadtgemeinde Bozen sowie dem Bozner Aktionsplan für nachhaltige Energie (APNE).

Von strategischer Bedeutung ist zudem die Anbindung des Krankenhauses der Landeshauptstadt an das Fernwärmenetz, in das die in der Müllverwertungsanlage erzeugte Wärme eingespeist wird. Dies gilt als ein wesentlicher Teil des Plans zur Erweiterung des Fernwärmenetzes: Mit einer Versorgung von circa 8.300 MWh Energie wird das Krankenhausgebäude der größte Nutzer von Wärmeenergie sein, durch seinen Anschluss können mehr als 1.500 t CO2 pro Jahr gespart werden. An die Fernwärme können auch die Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe Claudiana, das Weiße und das Rote Kreuz mit einer Einsparung von weiteren 700 t CO2 pro Jahr angeschlossen werden. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass Fernwärmenutzer Anspruch auf ein Steuerguthaben haben.

Meran

In Meran und Algund beliefert Alperia 475 Übergabestationen mit Fernwärme und versorgt somit mehr als 5.600 Haushalte und circa 520 weitere Nutzer (Unternehmen, Schulen, Büros) mit umweltfreundlicher Wärme. Auch dort begannen im Lauf des Jahres 2019 die Arbeiten für den Ausbau des Netzes im Abschnitt zwischen der Sparkassenstraße und dem Sandplatz. Im Rahmen dieser Erweiterung wird auch das Kurhaus, das an der Passer gelegene Wahrzeichen der Stadt, an das Fernwärmenetz angebunden und mit umweltverträglicher Wärmeenergie versorgt.

In Meran baut Alperia zudem ein neues Biomasse-Fernheizwerk, um eine noch nachhaltigere und zuverlässigere Wärmeversorgung zu garantieren. Mit diesem System kann jedes Jahr die Emission von 8.000 t CO2 vermieden werden, was ungefähr der CO2-Aufnahme einer 5 km2 großen Waldfläche (einem Fünftel der Fläche der Stadtgemeinde Meran) entspricht.

Das Fernwärmesystem Bozen im Detail

Aus Abfall wird Wärme. Der durch die Verbrennung in der Bozner Müllverwertungsanlage erzeugte Dampf betätigt eine Turbine zur Erzeugung von Strom. Die Abwärme  wird vom Alperia-Fernheizwerk genutzt. Abgesehen von der Wärme aus der Müllverwertungsanlage verfügt Alperia über einen Wärmespeicher und über Reservekessel- und Kraftwärmekopplungsanlagen mit denen der Bedarf bei hoher Anfrage gedeckt werden kann. Aus dem Kraftwerk wird die Wärme in Form von warmem Wasser in das Fernwärmenetz eingespeist, das aus einem geschlossenen Kreislauf unterirdisch verlaufender Rohrleitungen besteht. Das erhitzte Wasser strömt durch das Fernwärmenetz zu den einzelnen Gebäuden. Dort wird die Energie mittels eines Wärmetauschers genutzt, um das Brauchwasser der Wohnungen und der Heizungsanlagen zu erhitzen. Dies alles erfolgt ohne Übergabe von Wasser. Wenn das Wasser die Wärme abgegeben hat, fließt es durch das Fernwärmenetz wieder ins Kraftwerk zurück, um erneut erhitzt zu werden und den Kreislauf von vorne zu beginnen. Das Fernheizwerk sorgt für die Beheizung privater Haushalte und deckt auch den Energiebedarf zahlreicher öffentlicher Gebäude der Stadt, u. a. des Krankenhauses

Aus Abfall wird Wärme. Der durch die Verbrennung in der Bozner Müllverwertungsanlage erzeugte Dampf betätigt eine Turbine zur Erzeugung von Strom. Die Abwärme wird vom Alperia-Fernheizwerk genutzt. Abgesehen von der Wärme aus der Müllverwertungsanlage verfügt Alperia über einen Wärmespeicher und über Reservekessel- und Kraftwärmekopplungsanlagen mit denen der Bedarf bei hoher Anfrage gedeckt werden kann. Aus dem Kraftwerk wird die Wärme in Form von warmem Wasser in das Fernwärmenetz eingespeist, das aus einem geschlossenen Kreislauf unterirdisch verlaufender Rohrleitungen besteht. Das erhitzte Wasser strömt durch das Fernwärmenetz zu den einzelnen Gebäuden. Dort wird die Energie mittels eines Wärmetauschers genutzt, um das Brauchwasser der Wohnungen und der Heizungsanlagen zu erhitzen. Dies alles erfolgt ohne Übergabe von Wasser. Wenn das Wasser die Wärme abgegeben hat, fließt es durch das Fernwärmenetz wieder ins Kraftwerk zurück, um erneut erhitzt zu werden und den Kreislauf von vorne zu beginnen. Das Fernheizwerk sorgt für die Beheizung privater Haushalte und deckt auch den Energiebedarf zahlreicher öffentlicher Gebäude der Stadt, u. a. des Krankenhauses