Alperia im Dialog

{ GRI 102-40, 102-42, 102-43, 102-44 }

Wir möchten erheblich zum Wachstum des Territoriums, in dem wir tätig sind, beitragen.

Dafür binden wir all unsere Stakeholder ein: Aktionäre und Investoren, Kunden, Mitarbeiter, Gemeinden, auf deren Territorium sich Kraftwerke befinden, und Anrainergemeinden, Lieferanten, Forschungsinstitute und Interessengemeinschaften wie Umweltschutz-, Unternehmer- und Fischereiverbände, Gewerkschaften sowie Verbraucherschutzverbände. Wir tauschen uns mit diesen über unterschiedliche Kanäle und zu zahlreichen Themen – von Umweltplänen bis zu Innovation – aus. Ziel ist es, gemeinsam eine nachhaltige Zukunft für Alperia und ganz Südtirol zu schaffen. 

Kunden

Von 2020 bis 2024 wird Edyna, die Stromverteilungsgesellschaft von Alperia, die Zähler seiner mehr als 200.000 Kunden gegen intelligente Zähler der neuen Generation, sog. Smart Meter, austauschen. Um die Kunden auf diese Umstellung vorzubereiten, organisierte Alperia ein Event am Standort Linkes Eisackufer in Bozen. Im Verlauf des Abends wurden die Vorteile von Smart Meter, dessen Funktionen und der Plan zum schrittweisen Austausch vorgestellt. Auf diesen Termin folgen 2020 neue, bereits geplante Kommunikationsmaßnahmen. Ebenfalls 2020 wird eine erneute Umfrage zur Nutzerzufriedenheit gestartet, die 2 Jahre dauern soll. 2019 führte Alperia dagegen eine Umfrage zur Wahrnehmung der Marke durch, aus der hervorging, dass der Net Promoter Score von Alperia deutlich über dem Durchschnitt der italienischen Versorgungsunternehmen liegt.

Mitarbeiter

2019 starteten wir eine Umfrage, um die Bereitschaft unserer Mitarbeiter zur Green Mobility zu bewerten. Aus dieser ergab sich, dass sich gegenwärtig mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer mit eigenen Verkehrsmitteln wie Pkw (40 %) oder Motorrad zum Arbeitsplatz begibt, 38 % mit dem Fahrrad oder zu Fuß und nur 1 von 25 mit öffentlichen Verkehrsmitteln. 71 % würden sich jedoch überlegen, das Fahrrad zu nutzen, wenn sie einen Zuschuss zu dessen Kauf erhielten oder von entsprechenden vertraglichen Vergünstigungen profitieren könnten. 67 % würden öffentliche Verkehrsmittel nutzen (aber über die Hälfte nur gelegentlich oder auf der Grundlage einer vorübergehenden Notwendigkeit), und über die Hälfte der Mitarbeiter wäre bereit, die Strecke vom Wohnort zum Arbeitsplatz und zurück mit Carpooling zurückzulegen. Das ist aber noch nicht alles: Ebenfalls 2019 wurden die Fortbildungsmaßnahmen weitergeführt, u. a. ein Tag im Zeichen der Sicherheit, der spezifisch für jede Business Unit organisiert wurde, und eine Initiative zur Digitalisierung für die Führungskräfte der Gruppe. 2020 steht dagegen ein neuer Kommunikationstag auf dem Programm, an dem der neue Industrieplan präsentiert wird.

Lieferanten

Auch 2019 bezog Alperia seine Lieferanten in die Suche nach den nachhaltigsten Lösungen mit ein. Beispielhaft ist der Ersatz von Bechern und Rührstäbchen aus Kunststoff durch biologisch abbaubare Becher und Holzrührstäbchen an den Heißgetränkeautomaten. Bei der Ausschreibung für die Reinigungsdienste wurde zudem gefordert, dass alle verwendeten Produkte den Vorgaben der Verordnung (EG) 648/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates sowie den Mindestumweltkriterien in Kap. 6 Punkt. 6.1 und 6.2 in Bezug auf Sanitär- und Fensterreiniger sowie hochkonzentrierte Mehrzweckreiniger entsprechen. Das Engagement wird auch 2020 mit der neuen Ausschreibung für Getränke- und Snackautomaten weitergeführt, in der spezifische Kriterien für die Auswahl der einzufügenden Produkte definiert wurden (Bioprodukte, Produkte aus fairem Handel, Vollkornprodukte, vegane Produkte, keine PET-Flaschen usw.).

Aktionäre und Investoren

Die Alperia-Nachhaltigkeitsstrategie wird von den Aktionären in der Gesellschafterversammlung verabschiedet und von den Anlegern unterstützt, denen die angestrebten und erreichten Ziele präsentiert werden. Der Dialog erfolgt über verschiedene Kanäle: Gesellschafterversammlung, Beziehungen zum Aufsichtsrat, regelmäßige Besprechungen mit den Aktionären.

Interessengemeinschaften

2019 unterzeichnete Alperia verschiedene Gewerkschaftsvereinbarungen, um die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter abzugleichen und eine völlige Gleichbehandlung für alle zu garantieren. Alperia ist zudem Mitglied bei Organisationen und Verbänden, die sich mit Themen im Energie- und Innovationsbereich beschäftigen. 

Bürger

2019 veranstaltete Alperia mehrere Tage der offenen Tür, an denen die Kraftwerke für den Publikumsverkehr geöffnet wurden und alle die Möglichkeit hatten, sich mit deren Funktionsweise zu beschäftigen. Die Tage wurden als „Green Event“ zertifiziert, ein Standard, der bei Alperia bereits seit 2018 in Verwendung ist und die Organisation nachhaltiger Events bescheinigt.

Forschungsinstitute

Alperia investiert in Forschung und Innovation und arbeitet hierfür mit einigen der wichtigsten Forschungsinstitute im Alpenraum zusammen, u. a. mit der Freien Universität Bozen und dem Institut Eurac Research, mit dem gemeinsam das Projekt LIFE4HeatRecovery durchgeführt wird. Dieses Projekt, an dem die Abteilung Engineering & Consulting von Alperia mitwirkt, hat die Entwicklung einer neuen Generation intelligenter Fernwärmenetze zum Ziel, in die wirksam eine hohe Zahl an Niedrigtemperaturquellen (10–40 °C) integriert werden kann, die im Stadtgebiet verfügbar sind. Gestärkt wurde 2019 auch die Zusammenarbeit mit der Freien Universität Bozen, u. a. durch die Teilnahme an einer Reihe von Veranstaltungen und Tagungen wie dem Sustainability Festival 2019, bei dem Alperia sein Engagement im Bereich Klimawandel präsentierte, sowie dem Energy Day – Synergies between economic and technical aspects.

Umfeld

Alperia beteiligt sich am SPRAR-Projekt (Schutzsystem für Asylbewerber und Flüchtlinge), in dessen Rahmen die Aufnahme von Asylbewerbern und Flüchtlingen in kleinen Wohneinheiten in Südtirol vorgesehen ist, und stellte hierfür 2 Gebäude zur Verfügung: In Barbian wurden im März 2019 17 Personen aufgenommen (ein Ehepaar und eine Familie mit 2 kleinen Kindern sowie 11 Alleinstehende aus Ägypten, Libyen, Marokko, Senegal, Sierra Leone, Guinea, Elfenbeinküste); Ziel ist aber die Beherbergung von insgesamt 25 Asylbewerbern. In Naturns stellte Alperia Greenpower der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt ein Gebäude zur vorübergehenden Aufnahme von kleinen Migrantengemeinschaften zur Verfügung; der Mietvertrag gilt bis zum 31. Dezember 2020.

Strategisches Ziel: Wir streben ein proaktives Beschwerdemanagement an, um Reputations- und Betriebsrisiken zu vermeiden.

Operative Ziele2019 durchgeführte
Maßnahmen
2019 geplante
Maßnahmen
(Neue) FristenKPIZielwertWert 2019

Einführung eines einheitlichen Beschwerdemanagementsystems für die gesamte Gruppe
-Einführung eines einheitlichen Beschwerdemanagementsystems für die gesamte Gruppe (z. B. für Standort- und Anrainergemeinden) mit deutlich festgelegten Abläufen und Verantwortungen2018 - 2021 (laufend)---